Schluss mit Tearing dank G-Sync: AOC G2460PG im Test [Test der Woche]
Adaptive Bildwiederholfrequenzen sind bei Monitorherstellern gerade im Kommen: Aktuell ist die Nvidia G-Sync-Technologie Vorreiter auf dem Markt und nur Geforce kompatibel, 2015 aber sollen erste Geräte mit AMD Unterstützung und dynamischer Bildwiederholfrequenz kommen. Wir testen den G-Sync-LCD G2460PG von AOC.
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Anmerkung: Dieser Artikel hatte die meisten Seitenaufrufe diese Woche. Aus diesem Grund veröffentlichen wir es heute erneut.
AOC G2460PG: Einleitung
Anfang August 2014 hat PC Games Hardware den ersten verfügbaren WQHD-144-Hz-Monitor, den Asus ROG Swift PG278Q, einem intensiven Test unterzogen. Dank schnellem Panel, G-Sync und hoher Auflösung stellt das Display für viele Nutzer eine interessante Option dar. Der Preis von etwa 800 Euro schreckt aber auch zahlreiche Interessenten ab. Der AOC G2460PG versucht sich mit einem ähnlichen Funktionsumfang und kostet mit circa 450 Euro deutlich weniger. Abstriche müssen bei der Größe und der Auflösung gemacht werden, denn der AOC-Monitor besitzt lediglich eine Bilddiagonale von 24 Zoll und eine maximale Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln.
AOC G2460PG: Ausstattung
Quelle: PC Games Hardware
AOC G2460PG im Test (5)
Bei der Ausstattung punktet der AOC G2460PG in mehreren Bereichen: Zunächst mal ist da natürlich Nvidias G-Sync-Technologie zu erwähnen. Diese erlaubt es, die Bildwiederholrate des Monitors dynamisch der momentanen Framerate im Spiel anzupassen. Störende Bildartefakte wie Tearing - das optische Zerreißen des Bildes - gehören damit der Vergangenheit an. Gelegentliche "Stotterer" werden durch die hohe maximale Bildwiederholfrequenz des Panels von 144 Hz bereits erfolgreich abgemildert. In Kombination mit G-Sync werden diese nochmals weniger. Rein technisch profitiert bei diesem Aspekt ein klassisches 60-Hz-Display aber mehr von G-Sync als ein 144-Hz-Panel. Spürbar ist der Effekt dennoch.
Die Verpackung des Monitors ist im Assassin's Creed: Black Flag-Design gestaltet, das Spiel selbst liegt dem AOC G2460PG aber leider nicht bei. Neben dem Display findet sich in der Packung das externe Netzteil, ein Kaltgerätekabel sowie ein Kabel, um den USB-Hub zu verbinden. Ein Displayport-Konnektor ist natürlich auch mit an Bord, denn nur über diesen Port nimmt der AOC G2460PG Bildsignale entgegen. HDMI, DVI-D oder gar D-Sub werden nicht unterstützt. Die Ergonomie des Monitors ist gut: Das Display lässt sich sowohl neigen, als auch drehen und in der Höhe verstellen.
AOC G2460PG: Eigenschaften
Der Schwarzwert des AOC G2460PG ist gut, ebenso wie das statische Kontrastverhältnis von 727:1. Die maximale Helligkeit von 340 cd/m² kann sich ebenfalls sehen lassen, der Stromverbrauch liegt in dieser Einstellung bei 36,8 Watt, lässt sich mit reduzierter Helligkeit aber noch etwas nach unten drücken. Im Standby verbraucht der AOC G2460PG immer noch 13,5 Watt - zu viel! Downsampling war in unserem kurzen Test eingeschränkt möglich. Die WQHD-Auflösung 2.560 x 1.440 macht der AOC G2460PG bei 60 Hertz problemlos mit, Ultra HD war aber nicht mal bei 30 Hertz möglich. Das ist zwar schade, aber kein echtes Manko des Monitors.
AOC G2460PG: Leistung
Die gemessene Reaktionszeit von 5 Millisekunden ist sehr gut. Zusammen mit dem Inputlag von 6 Millisekunden ergibt sich eine Gesamtverzögerung von 11 Millisekunden: Das liegt auf Augenhöhe mit dem Asus ROG Swift PG278Q und ist selbst für extrem schnelle Shooter wie Counter-Strike: Global Offensive oder auch das verrückte Rennspiel Trackmania Nations: Stadium 2 mehr als schnell genug. Auch hier möchten wir wieder darauf hinweisen, dass der 144 Hertz Vorteil nur dann ausgespielt werden kann, wenn die Grafikkarte auch entsprechend hohe Fps-Raten liefern kann. Je nach Lieblingsspiel ist also ein potenter Pixelschubser Pflicht.
AOC G2460PG: Fadenkreuz und Ultra-Low-Motion-Blur
Quelle: PC Games Hardware
AOC G2460PG im Test (5)
Der AOC G2460PG bietet zwei Sonderfunktionen, die ihn von der Konkurrenz abheben sollen: Das ist zum einen ein On-Screen-Fadenkreuz, dass es ermöglicht den mit Waffen aus der Hüfte zu schießen, die üblicherweise in diesem Modus kein Fadenkreuz besitzen, beispielsweise die AWP in Counter-Strike: Global Offensive. Der "ULMB-Modus" soll für eine besonders geringe Bewegungsunschärfe sorgen, indem stets ein schwarzes Bild "zwischengepulst" wird.
Das funktioniert in der Praxis gut, macht aber auch das Bild insgesamt ein wenig dunkler, was aber nicht wirklich stört. Interessant ist die Funktion aber eigentlich nur in Kombination mit Radeon-Grafikarten, da diese nicht G-Sync kompatibel sind. Nutzt man nämlich Nvidias Technologie zur dynamischen Bildwiederholfrequenzanpassung, so steht ULMB nicht zu Verfügung. Wir gehen davon aus, dass potenzielle Kunden den AOC G2460PG vor allem wegen G-Sync kaufen, womit der Nutzen von ULMB stark in Frage gestellt wird - zumindest bei diesem Modell.
AOC G2460PG: Fazit
Alles in allem ist der AOC G2460PG ein toller Spielemonitor für Freunde von schnellen Ego-Shootern und Rennspielen. Nvidias G-Sync und die 144-Hertz-Technologie sorgen für ein besonders ruhiges Bild, welches selbst in hektischen Szenen frei von Tearing bleibt. Die Reaktionszeit und der Inputlag liegen sehr niedrig, was für verzögerungsfreies Spielen sorgt. Die Farbwiedergabe und Blickwinkelstabilität ist hingegen nur mäßig, was am verwendeten TN-Panel liegt. Hobbyfotografen und Bildbearbeiter sollten sich also nach einem anderen Monitor umsehen.
Wer jedoch hauptsächlich mit dem AOC G2460PG spielt und sich mit der Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln zufrieden gibt, bekommt ein äußerst schnelles und gut ausgestattetes Gerät, das auch ambitionierten E-Sportlern gerecht werden dürfte. Der Preis von etwa 450 Euro zur Einführung ist zwar nicht ganz günstig, wir halten ihn aber für gerechtfertigt, zumal der reale Kostenpunkt in den kommenden Monaten noch etwas nach unten wandern dürfte.
AOC G2460PG: Testtabelle
| Produktname | G2460PC |
|---|---|
| Hersteller | AOC |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. €450,-/befriedigend |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/1132957 |
| Ausstattung (20 %) | 2,22 |
| Diagonale/Anschlüsse | 61 cm (24 Zoll)/ Displayport |
| Max. Auflösung/Pixelabstand | 1.920 x 1.080/0,276 mm |
| Panel/Hintergrundbeleuchtung | TN (Twisted Nematic)/LED |
| Reaktionszeit (Hersteller)/Netzteil | 1 ms/extern |
| Gewicht/Maße | 6,5 kg/56 x 39 x 24 cm |
| Drehbar/neigbar/höhenverst. | -/27/130 mm |
| TCO/Garantie | TCO 6.0/2 Jahre |
| Sonstiges | 144 Hz, G-Sync, USB 3.0 Hub |
| Eigenschaften (20 %) | 2,54 |
| Betrachtungswinkel horizontal/vertikal | 170/160 Grad |
| Downsampling (50 %/100 %) | WQHD @ 60 Hz/- |
| Kontrastverhältnis (statisch) | 727:1 |
| Leistungsaufnahme**/Stand-by | 36,8/13,5 Watt |
| Leistung (60 %) | 1,52 |
| Reaktionszeit/Schlieren-/Korona-Bildung | 5 ms/keine/keine |
| Subjektiv spieletauglich/Inputlag | Ja/6 ms |
| Regelbereich Helligkeit (0, 50, 100 %) | 70, 149, 324 cd/m² |
| Interpolation* | Vollbild, 16:10, 4:3/gut |
| Helligkeitsverteilung (Abweichungen) | Max. 14% |
| Grobkörniges Bild (Kristalleffekt) | Klares Bild (geringer Kristalleffekt) |
| Farbbrillanz/Farbechtheit | Gut |
| Endnote | 1,86 |
| Fazit | +G-Sync |
| * (1.280 x 1.024/1.680 x 1.050) | +144 Hertz |
| ** Helligkeit auf 100 Prozent | -Stromverbrauch im Standby |
Frame Rate Control – Wikipedia
Dass der VA 8bit hat weisst du zu 100%?
Die erkennbaren Stufen in den 3 skalen sind aber die gleichen, die ich auf meinem VA Panel, welches sicher 8bpc hat, auch erkennen kann. Nur dass dieses den gelben Bereich strahlender hinbekommt.
Kann es sein, dass AOC da in der zwischenzeit nachgezogen hat? Hab meinen Monitor ja erst im Juni diesen Jahres gekauft.
Überdeutlich ist dies beim schwarz-weiß-übergang, da kann man sehr deutlich sehen, wie sich die stufen von 6 nach 7 nach 8bpc halbieren.
Wenn der Monitor nur nen 6bit Panel hat, dann siehst du natürlich noch mehr Stufen als bei einem 8bit Panel.