HDMI 2.0a: Erweiterter Standard bringt HDR-Unterstützung
Das HDMI-Forum hat innerhalb einer Pressemitteilung die Finalisierung des HDMI-2.0a-Standards bekanntgegeben. Der fügt dem bestehenden HDMI 2.0 eine Option zur Übertragung von HDR-Videomaterial hinzu. Displays müssen die Funktion explizit unterstützen, neue Kabel oder Bildquellen werden dafür aber nicht nötig sein.
Vor rund eineinhalb Jahren hat das HDMI Forum den Standard HDMI 2.0 verabschiedet, der vorwiegend eine Erhöhung der Bandbreite bringt. 18 Gigabit die Sekunde können übertragen werden, dadurch werden Ultra-HD-Inhalte in 60 Hertz ermöglicht - bisher ging das nur mit Displayport 1.2, wohingegen HDMI 1.4 UHD nur in 30 Bildern pro Sekunde wiedergeben kann. Nun wurde eine erweiterte Version von HDMI 2.0 finalisiert, HDMI 2.0a.
Genannt wird in der Pressemitteilung eine Unterstützung für "High Dynamic Range"-Videomaterial, womit die Bildqualität bei hohen Kontrasten stark gesteigert werden soll. Das stellt besondere Anforderungen an das Display oder besser gesagt dessen Beleuchtung, da diese stark differenziert angesteuert werden können muss, um entsprechende Kontraste zu erreichen. Zur Übermittlung der HDR-Daten setzt das HDMI Forum auf den CEA-861.3-Standard der Consumer Electronics Association.
Für HDMI 2.0a wird man keine neuen Kabel oder Bildquellen (beispielsweise Blu-ray-Player) brauchen, wenn diese schon auf HDMI 2.0 ausgelegt sind. Einzig das Display muss HDR beziehungsweise HDMI 2.0a explizit unterstützen. Passende Geräte dürften in den kommenden Monaten auf den Markt gelangen und dann mit einem Hinweis entsprechend vermarktet werden.
Quelle: HDMI Forum (Pressemitteilung)

Bei Farbarmen (einfarbigen) aber kontrastreichen Bildern oder Bildbereichen profitiert man am meisten. Für PC Spieler ist wohl der größte Vorteil das 10/12 Bit wie erklärt de-facto eine Vorraussetzung für HDR ist, HDR ist dann der eigentliche Vorteil.
10 Bit sind in der Medizintechnik schon im Einsatz.
menschliche Sehapparat nicht darauf eingestellt ist. Im Graustufenbereich kann es da schon eher
Anwendungen geben, z.B. in der bildgebenden Diagnostik (digitales Röntgen, Computertomographie
oder Magentresonanztomographie). Hier spielen die 1024 Graustufen bei 30 Bit HDR-Farbtiefe
schon eine Rolle, um kleinste Details - wie Tumore oder Arterienverschlüsse - genauer herauszuarbeiten.
Deine Gesundheit wird es dir danken, dass eine solche Technik dann zum Einsatz kommt.
(2^10)^3 = 1.073.741.824 Farben
Weiß nicht wie die Farbräume genau definiert sind, aber zumindest sollte es theoretisch so aussehen.
Fernseher zum Beispiel benutzen oft einen begrenzten Farbraum. Schwarz fängt dort nicht bei 0 an (0/0/0) sondern bei 16 (16/16/16) und hört nicht bei 255 (weiß) auf, sondern 235.
Weiteres Problem: da bei einem Grau RGB alle die selben Werte für RGB haben, hast du nur 2^8 Abstufungen = 256.
Bei einem 1080p Fernseher mit vertikalen Balken ist jeder Graubalken also 1920punkte/256 = 7,5punkte breit.
Bei 2^10 (1024) : 1920/1024 = 1,875 punkte
Wenn man einen 8Bit Monitor hat dann ist die relative Abstufung insbesondere zwischen sehr dunklen Werten so gering das der Unterschied als deutlicher Sprung sichtbar ist was nicht schön aussieht. Bei einem 10Bit Monitor kann effektiv ein 2^2=4 mal so hoher Kontrast sinnvoll dargestellt werden, bei 12Bit 2^4=16.
In der Praxis ist bei 8Bit etwa ein Kontrast von 800:1...1000:1 sinnvoll bei 10Bit oder 12Bit entsprechend mehr.
Alternativ gibt es nicht-Lineare HDR Farbräume die den dunklen Bereich höher auflösen als den Hellen oder die Möglichkeit über einen sogenannten Alpha-Kanal zusätzliche Helligkeitsinformationen zu nutzen aber das hat sich nicht wirklich durchgesetzt.
Die Hersteller haben es bei 3D nicht verstanden und sie verstehen es bei 4K nicht. Erst Standard entwickeln, dann die Produkte auf den Markt schmeißen. Ich würde mir ja einen 4K Fernseher kaufen, aber
1. Jetzt kann man schon wieder auf HDMI 2.0a warten.
2. Gibt es weder 4K BluRays (H265)
3. Noch Player (HDCP/H265)
4. Man weiß nicht ob nicht noch ein Standard dazwischen kommt (HDCP2.2 ist ja noch neu dazukommen)
5. AV-Receiver geben keine HDMI Versionsnummer mit an, da kommt nur "hat 7 HDMI out und 2 in". Kauf wird damit wohl zum russisch Roulette. Edit: Gut einige können das wohl doch schon (Onkyo z.B gibt HDMI 2.0/HDCP 2.2 an. Yamaha gibt schön transparent "aktuellste Version" für HDMI an, zu HDCP kein Wort)
6. Bis 4K alles funktioniert kommt wahrscheinlich 8K mit HDMI 2.3c
7. Oder Apple haut einen 8K iWatchTV raus bei dem einfach alles funktioniert und mit dem auch externe Geräte zusammenspielen.
Eventuell stimmen auch einige Punkte nicht mehr, aber die Lage ist definitiv unübersichtlich geworden. Wer hat schon Zeit und Lust sich überall einzuarbeiten nur um einen Fernseher mit Heimkino zu kaufen. Wir reden von Fernsehern, dem Consumer-Mainstream-Produkt schlechthin, dafür sollte man nicht mehr überlegen müssen als für den nächsten Autokauf.
Im (Heim)kino ist zur Zeit auch ein Problem das konventionelle Kameras ein Problem damit haben sehr hohe in-Bild Kontraste aufzunehmen, übliche Kameras schaffen auch nicht viel mehr als 1000:1. Damit gibt es für HDR wenig Quellmaterial.
In PC Spielen stehen wir vor einem ganz anderen Problem: HDR ist von den Entwicklern der Spiele und auch der Grafiktreiber schlicht nicht vorgesehen. Wann sich das ändert oder ändern könnte ist unbekannt.
(2^10)^3 = 1.073.741.824 Farben
Weiß nicht wie die Farbräume genau definiert sind, aber zumindest sollte es theoretisch so aussehen.
Fernseher zum Beispiel benutzen oft einen begrenzten Farbraum. Schwarz fängt dort nicht bei 0 an (0/0/0) sondern bei 16 (16/16/16) und hört nicht bei 255 (weiß) auf, sondern 235.
Weiteres Problem: da bei einem Grau RGB alle die selben Werte für RGB haben, hast du nur 2^8 Abstufungen = 256.
Bei einem 1080p Fernseher mit vertikalen Balken ist jeder Graubalken also 1920punkte/256 = 7,5punkte breit.
Bei 2^10 (1024) : 1920/1024 = 1,875 punkte
SO B2T:
Die Hersteller haben es bei 3D nicht verstanden und sie verstehen es bei 4K nicht. Erst Standard entwickeln, dann die Produkte auf den Markt schmeißen. Ich würde mir ja einen 4K Fernseher kaufen, aber
1. Jetzt kann man schon wieder auf HDMI 2.0a warten.
2. Gibt es weder 4K BluRays (H265)
3. Noch Player (HDCP/H265)
4. Man weiß nicht ob nicht noch ein Standard dazwischen kommt (HDCP2.2 ist ja noch neu dazukommen)
5. AV-Receiver geben keine HDMI Versionsnummer mit an, da kommt nur "hat 7 HDMI out und 2 in". Kauf wird damit wohl zum russisch Roulette. Edit: Gut einige können das wohl doch schon (Onkyo z.B gibt HDMI 2.0/HDCP 2.2 an. Yamaha gibt schön transparent "aktuellste Version" für HDMI an, zu HDCP kein Wort)
6. Bis 4K alles funktioniert kommt wahrscheinlich 8K mit HDMI 2.3c
7. Oder Apple haut einen 8K iWatchTV raus bei dem einfach alles funktioniert und mit dem auch externe Geräte zusammenspielen.
Eventuell stimmen auch einige Punkte nicht mehr, aber die Lage ist definitiv unübersichtlich geworden. Wer hat schon Zeit und Lust sich überall einzuarbeiten nur um einen Fernseher mit Heimkino zu kaufen. Wir reden von Fernsehern, dem Consumer-Mainstream-Produkt schlechthin, dafür sollte man nicht mehr überlegen müssen als für den nächsten Autokauf.