Carl Zeiss zeigt Cinemizer OLED mit Headtracker

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Auf der Cebit 2013 konnten wir die Multimedia-Brille Cinemizer OLED von Carl Zeiss in Kombination mit dem Headtracker ausprobieren, womit sich beispielsweise The Elder Scrolls 5 Skyrim in einer sehr immersiven Art und Weise spielen lässt.

Die Cinemizer OLED mit ihrem futuristischen Design gibt es zwar schon seit letztem August, mittlerweile aber hat Carl Zeiss einen Headtracker nachgerüstet (ab April 2013 verfügbar), womit sich die Multimedia-Brille neben dem reinen Filmgenuss sowie als Bildschirm für Spiele auch zur Steuerung von aktuellen Titeln nutzen lässt. Die rund 120 Gramm (davon 75 laut CZ auf der Nase) schwere Cinemizer OLED an sich sitzt dank verstellbaren Bügeln und "Ohr-Klemmen" auf kleinen wie großen Köpfen stramm, die beiden OLED-Displays lösen pro Auge mit 870 x 500 Pixeln auf (1.500 ppi) und zeigen brillante Farben sowie hohe Kontraste.

Aufgesetzt wirkt dies, als ob man aus rund zwei Metern auf einen 40-Zoll-Fernseher mit 16:9-Seitenverhältnis blickt, um den Schirm herum herrscht ein Rahmen tiefstes Schwarz. Besonders praktisch ist hierbei, dass auch Brillenträger in einem gewissen Rahmen durch die Cinemizer OLED keine Nachteile in Kauf nehmen müssen, da sich die Dioprien für jedes Auge getrennt im Bereich von -5 bis +2 frei einstellen lassen. Dank der extrem hohen Pixeldichte sowie vier statt drei Subpixeln ist das Bild der Multimedia-Brille gestochen scharf, auf Wunsch auch in der dritten Dimension - selbst Nvidias 3D Vision wird unterstützt. Integrierte (per Klinke-Stecker austauschbare oder entfernbare) In-Ear-Kopfhörer sorgen zudem für Stereo-Sound.

An der Brille sitzt zudem ein optionaler Headtracker, der durch die Software von Inreal angetrieben wird und so die Steuerung von Spielen erlaubt - ein passendes SDK ist verfügbar, Carl Zeiss möchte die Zusammenarbeit mit Entwicklern daher weiter verbessern. Mit im Boot sind bisher unter anderem Crytek und Bethesda, von letzteren stammt auch das vorgeführte Skyrim. Der Headtracker erlaubt es, die Blickrichtung zu ändern, so dass die Spielfigur per WASD in die Richtung läuft, in die man schaut - selbst Kämpfe und um die Ecke gucken (also mit diagonalem Bild) sind kein Problem. Auch das Umschauen im Cockpit eines virtuellen Rennwagens ist möglich, allerdings benötigen alle Titel eine Anpassung für den Headtracker; als Bildschirm-Alternative wird jedes Spiel unterstützt.

Anschluss findet die Cinemizer OLED mittels Mini-HDMI (Adapter liegt bei) sowie einer Akku-Box, die Zuspielauflösung beträgt bis zu 1080p bei 24 Hz in 3D. So ist es beispielsweise möglich, bis zu zweieinhalb Stunden lang Filme vom Smartphone auf der Brille zu schauen, per 70 Euro teurem analogem Adapter gilt dies auch für Geräte von Apple (hier dann sechs Stunden). Ohne den 200 Euro teuren Headtracker, welcher im April erscheint, kostet die Cinemizer OLED derzeit rund 600 Euro - ein fairer Preis, wie wir finden, denn zumindest auf der Messe überzeugte uns die Brille.

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    • Kommentare (45)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Dwalinn PC-Selbstbauer(in)
        Mir geht es da auch so ich habe Winkel und noch Zylinder für meine Hornhautverkrümmung.. ich glaube kaum das da die Brille viel bringt
      • Von Dwalinn PC-Selbstbauer(in)
        Mir geht es da auch so ich habe Winkel und noch Zylinder für meine Hornhautverkrümmung.. ich glaube kaum das da die Brille viel bringt
      • Von JonnyB1989 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Finsternis5
        ehm nee haste net das ganze video gesehn? kannste dioptrien einstellen

        Ganz net mit den Dioptrien, aber Leute höheren Winkeln sind ausenvor (mich eingeschlossen), das sollte Carl Zeiss halt auch beachten.
        Gerade ein Brillen Hersteller, der Gläser in allen möglichen Varianten fertigt ist sollte auch das beachten.
      • Von MonKAY Software-Overclocker(in)
        Also ich hatte das Teil auf der Messe auf und es war nicht wirklich das was man sich von einer VR Brille erwarten würde.
        Durch die sichtbaren Kanten des Displays kommt kein besonderes Feeling auf und auch die Auflösung war nicht so toll und noch verbesserungswürdig.
        Den WOW Effekt von den Leuten vor mir in der Schlange konnte ich nicht nachvollziehen das Bild sah auf dem Flachbildfernseher um einiges besser aus. Sowohl in Farben als auch in Auflösung einfach nur enttäuschend.

        Ich hoffe nur das Occulus Rift besser wird.
      • Von EvilMonk Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Deathproof22
        So ganz kann man Ocolus Rift und die Cinemizer nicht vergleichen.
        Für die 300$ bekommt man ein LCD Bildschirm der erst später mit einem OLED nachgerüstet werden kann.
        Die Developer Version wird auch immer als "dev kit" bezeichnet und wird glaube ich als Bauteile ausgeliefert und muß erst noch selber zusammengebaut werden. Ich konnte nur folgenden Satz dazu finden.
        The dev kit was intended for developers, and in response to surprisingly high sales, Palmer Luckey emphasised that it may not be suitable for anyone else and that consumers should wait for the consumer version in 2013.
        Die Consumer version soll laut Wiki 200-300$ kosten, ich hatte aber auch schon mal was von 450$ gelesen am anfang.
        Das Developer Kit war ja auch schon mal für letztes Jahr geplant, mal abwarten was jetzt kommt.
        Also um das mal kurz zu klären. Das Dev. Kit der Oculus Rift ist mit einem 7" LCD ausgerüstet, keinem OLED. Da der vorher genutzte 5" LED aber von 2008 dementsprechend ist das trotzdem eine starke Verbesserung, vorallem im Bereich Pixeldichte und Latenz.
        Das Kit kostet sowohl auf Kickstarter als auch in der danach möglichem Vorbestellung 300$ + ca. 40$ intl. Versand. Macht zusammen ca. 280€. Es wird vollkommen zusammengebaut geliefert.
        Der zitierte Disclaimer bezieht sich darauf, dass a) die Consumer Version irgendwann sicherlich bessere Hardware haben wird und
        b) offiziell quasi kein Spielesupport existiert, weswegen das Ding offiziell bisher für Gamer quasi nutzlos ist.


        Zitat von exa
        Beim Rift habe ich aber nicht nur den Nachteil der geringeren Auflösung, sondern vor allem das Problem des Seitenverhältnisses, oder hab ich das falsch verstanden?

        Ich vermute schon. Bei der Rift schaust du nicht direkt aufs Display, sondern durch ein Konstrukt aus Linsen darauf. Das ermöglicht, dass dein Sichtfeld komplett ausgefüllt wird. Und da Widescreen damals eingeführt wurde um dem menschlichen Sichtfeld näher zu kommen, dürfte das ganze wie Widescreen aussehen. Im Vorstellungsvideo der Rift am Anfang ist das auch gut zu sehen. (Dort wo die Größe des Sichtfelds im Vergleich zur Cinemizer angegeben wird)
      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        Man kann die Geschwindigkeit einstellen, zB eine viertel Kopfdrehung sind 180° im Spiel.
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