Alienware Aurora R6 im Test: Gaming-Leistung im Midi-Tower
Alienware besticht stets durch die individuelle futuristische Optik, egal ob Desktop-PC oder Notebook. Auch der Midi-Tower des Alienware Aurora R6 ist da keine Ausnahme. Mit einem Intel Core i7-7700 und einer Geforce GTX 1070 steckt im mittelgroßen Gehäuse ordentliche und zukunftssichere Gaming-Leistung.
Unter der Marke Alienware vereint Dell alle spieletauglichen PCs und Notebooks, die alle Größen- und Leistungsklassen abdecken. Die Midi-Tower der Aurora-Serie ist hier die goldene Mitte zwischen dem Alpha in Konsolengröße und dem Nonplusultra des Area-51-Towers. In jeder Serie gibt es sowohl günstigere als auch leistungsfähigere Varianten, die stets individuell konfiguriert werden können - wie üblich bei allen Dell-Geräten. Ach ja, und bei Alienware gibt es sie noch: die Steam Machines. Allerdings nur mit CPU und GPU aus den Vorgänger-Generationen.
Wir haben den Alienware Aurora Gaming-PC in folgender Ausstattung getestet:
- Intel Core i7-7700 (Kaby Lake)
- Nvidia Geforce GTX 1070 (8 GiB)
- 8 GiB RAM (DDR4-2400, 1 × DIMM)
- 256 GB SSD (NVMe/PCIe x4)
- 1 TB HDD
- Netzteil: 460 Watt
Optional ist außerdem ein 850-Watt-Netzteil erhältlich, das zusammen mit der CPU wassergekühlt wird. In unserer Konfiguration kostet der Alienware Aurora zum Testzeitpunkt 1.729 Euro.
Quelle: PC Games Hardware
Alienware Aurora R6 im Test: Gaming-Leistung im Midi-Tower (1)
Alienware Aurora R6: Gehäuse
Quelle: PC Games Hardware
Rückseite des Aurora
Quelle: PC Games Hardware
Ein Schwenkarm klemmt die Grafikkarte schraubenlos ein. Auf ihm sitzt das Netzteil.
Wie alle Alienware-Geräte hat auch das silberne Aurora eine individuelle Form mit beleuchteten Elementen. Hier leuchten an der Front das Alienlogo, das als Power-Knopf dient, und an den Seitenwänden je drei Streifen. Das Gehäuse versprüht also alles andere als einen minimalistischen Büro-Charme und möchte mit der eigenwilligen Form und Beleuchtung als Hingucker dienen. Die Farbe der LEDs lässt sich natürlich softwareseitig beliebig ändern. Nicht ganz so wertig wirkt das Plastikkleid des Gehäuses. Die schwarzen Hochglanzflächen an Vorder-, Ober- und Rückseite sind recht anfällig für Schmutz und Kratzer.
Den Bogen an der Oberseite möchte man als Griff gebrauchen, wenn der Rechner etwa transportiert werden soll. Er ist aber nur aus Plastik und eignet sich nicht wirklich dafür, das Gehäuse mit nur einer Hand herumzutragen. Der Aurora ist also nicht unbedingt ein LAN-Party-Tourer - das Gehäuse möchte so wenig wie möglich bewegt werden und nur gut aussehen. Vielleicht ab und zu ein Mikrofasertuch zu spüren bekommen, dann ist es glücklich.
Am Midi-Tower herrscht Anschlussvielfalt: Mit insgesamt 15 USB-Anschlüssen lässt der Aurora-PC keine Ansprüche offen und ist bestens für VR-Brillen, also Vive oder Oculus, gerüstet. Auch zwei USB-3.1-Anschlüsse sind mit an Bord, einer davon in Typ C. Das I/O-Panel an der Rückseite verfügt außerdem über sechs Audiobuchsen, zwei SPDIF-Digitalausgänge, Killer-Gigabit-LAN und über einen Displayport-Ausgang - falls man den Rechner mal ohne Grafikkarte nur per IGP betreiben möchte, warum auch immer.
Alienware Aurora R6: Wartung
Wenn man weiß wie, ist das Alienware Aurora recht einfach zu öffnen. Ein Griff an der Rückseite ist mit einer Schraube gesichert. Wird diese entfernt, zieht man einfach am Griff und die linke Seitenwand lässt sich leicht abnehmen. Innen entpuppt sich eine spezielle Anordnung der Komponenten: Das Netzteil sitzt auf einem Schwenkarm über der CPU. Auf dieser sitzt der Kühler, der an die Boxed-Version erinnert. Ein Lüfter an der unteren Vorderseite bläst Frischluft unter die Grafikkarte. Ein weiterer Gehäuselüfter sitzt an der Oberseite, der Lautheit- und Temperaturmessungen werden noch zeigen, dass das Kühlkonzept insgesamt recht gut funktioniert.
Der Aurora gibt sich aufrüstfreundlich: Während andere Hersteller von Komplett-PCs eine proprietäre Kombination aus Mainboard und Gehäuse wählen, die also nicht austauschbar ist, passt in den Aurora jedes Micro-ATX-Mainboard. Alle Komponenten können daher gewechselt werden.
Die 3,5-Zoll-Festplatte sitzt in einem Wechselrahmen und auch die Grafikkarte ist schraubenlos befestigt. Deren Slotblende wird mit dem Schwenkarm festgeklemmt - zusätzlich ist die Karte innen mit einer Plastikstütze stabilisiert, sodass wirklich nichts wackelt. Auf dem Boden befinden sich zwei weitere 2,5-Zoll-Wechseleinschübe für weitere SSDs oder HDDs. Diese können an drei freien SATA-III-Ports angeschlossen werden. Im Gehäuse hätte eine zweite Grafikkarte Platz - auch ein SLI-Setup ist auf der Dell-Website beim Aurora wählbar.
Alienware Aurora R6: Maus und Tastatur
Dem Aurora liegen standardmäßig Maus und Tastatur bei. Auch wenn auf beiden Alienware drauf steht, entsprechen sie so gar nicht der Qualität, welche die Marke beim PC verspricht: Bei der Tastatur handelt es sich um ein einfaches und billiges Chiclet-Keyboard, bei dem bestenfalls die Multimedia-Zusatztasten erwähnenswert sind.
Ohne DPI-Umschaltung oder sonstiger Ausstattung ist die schnöde Drei-Tasten-Maus eines Gaming-PCs eher unwürdig. Zumindest optional sollte Dell dem Rechner ein besseres Duo an Eingabegeräten beilegen. Diese Dreingabe aber reicht bestenfalls dafür aus, den PC in Betrieb zu nehmen. Wer nur halbwegs ernsthaft spielen möchte, braucht mindestens eine besser ausgestattete Maus.
Quelle: PC Games Hardware
Die beiliegende Kombi aus Maus und Tastatur passt nicht zum Qualitätsanspruch von Alienware.
Alienware Aurora R6: Garantie
Einer der Pluspunkte eines Komplettrechners ist die Garantie auf das gesamte System. Ein Selbstbau ist zwar stets etwas günstiger, dafür hat man dort nur jeweils Garantien auf die einzelnen Komponenten. Wenn etwas nicht funktioniert, darf man das faule Ei im System selbst suchen. Wer das nicht kann oder will, ist mit einem vorkonfigurierten PC besser bedient.
Mit nur einem Jahr ist der "Premium Support" von Dell relativ kurz, dafür recht umfangreich und standardmäßig im Preis inbegriffen. Hier gibt es übrigens keine Non-Premium-Variante. Die Garantieleistungen umfassen etwa Telefon-Support rund um die Uhr oder einen Vor-Ort-Service nach Ferndiagnose binnen zwei Tagen. Eine Serviceverlängerung lässt sich Dell ganz gut bezahlen: Ein Jahr mehr kostet etwa 119 Euro, zwei Jahre 199 Euro.
Alienware Aurora R6: Alienware Aurora R6: Leistung
Sowohl Prozessor als auch Grafikkarte sind Modelle der Oberklasse und liefern entsprechende (Spiele-)Leistung. Beim Intel Core i7-7700 handelt es sich um den zweitstärksten Quadcore-Prozessor der Kaby-Lake-Generation. Die vier Kerne laufen mit einem Basistakt über 3,6 GHz und einem Turbotakt bis zu 4,2 GHz. Das hochfrequentere Topmodell, der i7-7700K ist leistungsfähiger und übertaktbar, dafür aber auch stromhungriger als das Modell ohne "K". Für die Spieleleistung ist dieser Unterschied kaum relevant bzw. ohnehin die GPU hauptverantwortlich. Der Riegel mit 8 GiByte DDR4-2400-RAM entpuppt sich zwar nicht als Nadelöhr der Leistung, stellt aber auch das aktuelle Minimum dar, was ein zeitgemäßer Spielerechner haben sollte.
Quelle: PC Games Hardware
AS SSD Benchmark der PCIe-SSD
Die Grafikkarte ist eine Nvidia Geforce GTX 1070 in der Founders Edition mit Kerntakt über 1.506 MHz (Boost: 1.683 MHz) und Speichertakt über 2.002 MHz. Eine GTX 1070 schafft in allen aktuellen Spielen in hoher Grafikqualität und Full-HD-Auflösung stets flüssige Frameraten. Erst in einer 4K/UHD-Auflösung müssen in manchen Spielen einige Kompromisse eingegangen werden. Wir haben mit The Witcher 3 und Ethan Carter Redux hier zwei Stichproben erhoben und mit dem Aurora das Niveau unserer Referenzmessung der GTX 1070 erreicht.
Bei der Toshiba-SSD mit 256 GB an Kapazität im M.2-Format handelt es sich zwar um ein schnelles PCI-Express-Modell mit NVMe-Protokoll. In den Benchmarks erreicht die sequenzielle Schreibleistung mit nicht einmal 400 MB/s aber lediglich SATA-Niveau. Immerhin ist die seq. Leseleistung mit ca. 1.500 MB/s deutlich darüber und einer NVMe-SSD würdig, für PCIe ist das aber eher durchschnittlich. Die durchwachsene SSD-Leistung beeinflusst die Spieleleistung ohnehin kaum. Lediglich wer große Datenmengen schaufelt, würde das merken.
Alienware Aurora R6: Leistungsaufnahme
Die meiste Zeit am Rechner verbringt man auf dem Windows-Desktop. Bei einfachen Office-Arbeiten und etwas Gesurfe im Internet zieht der Rechner nur etwa 40 Watt. Nicht unbedingt viel für einen potenten Gaming-PC. Als wir The Witcher 3 angeschmissen haben, was sowohl CPU als auch GPU ordentlich fordert, pegelte sich der Verbrauch auf etwa 200 Watt ein. Das 450-Watt-Netzteil ist also vollkommen ausreichend dimensioniert. Warum Dell im Konfigurator alternativ ein Modell mit 850 Watt anbietet, ist uns schleierhaft. Im Ruhezustand verbraucht der Aurora noch immer 5 Watt. Ist er heruntergefahren, zieht er noch immer 0,5 Watt. Ein Jahr im Standby ergibt demnach 4,38 kWh, was bei 28 Cent pro kWh etwa 1,22 Euro kostet.
Alienware Aurora R6: Lautheit und Temperatur
Selbst unter Last bleibt die CPU mit maximal 70 Grad relativ kühl. Gleiches gilt für die GPU, die Spitzen von 80 Grad meldet, im Durchschnitt aber gut einige Grad darunter bleibt. Der Aurora ist stets hörbar, wenn auch mit etwa 0,8 Sone im genügsamen Desktop-Betrieb recht leise. Wird ein Spiel angeworfen - wir haben das mit dem fordernden The Witcher 3 gemacht - steigt die Lautheit bei unserer standardisierten Messung in 50 cm Entfernung auf bis zu 2,4 Sone. Nicht gerade ein Silent-PC, aber auch kein Brüllkasten - also ein mittelmäßiger, unkritischer Wert, den ein gutes Paar Aktivboxen gut übertönen können.
Bildergalerie
Alienware Aurora R6: Fazit
Um den Kommentaren vorzugreifen, die ich schon jetzt rieche: Natürlich ist ein PC-Selbstbau günstiger. Mit ähnlich leistungsfähigen Komponenten sind das etwa 20 Prozent, die man so spart. Bei einem Komplettrechner zahlt man nicht nur für die Hardware und das Zusammenstecken, sondern auch dafür, dass alles zusammen harmoniert und, zumindest innerhalb der zwei Jahre gesetzlicher Gewährleistung, auch uneingeschränkt funktioniert. Man rechne nur die (Arbeits-)Zeit den Mehrkosten entgegen, die man aufwendet, einen Fehler zu beheben - egal ob software- oder hardwareseitig.
Aber davon mal abgesehen, handelt es sich beim Aurora um einen leistungsfähigen Spielerechner. Der Midi-Tower ist ein guter Kompromiss zwischen einem geräumigen Big-Tower und einem kompakten HTPC-Gehäuse. Uneingeschränkt um- und aufrüstbar und trotzdem nicht so präsent und voluminös. In einem Midi-Tower wird es gerne mal etwas eng, sodass wegen der kompakten Anordnung recht warm werden kann. Zugegeben, wir hatten das befürchtet mit nur zwei Gehäuselüftern, dem fast schon mickrigen CPU-Kühler und dem Netzteil direkt darüber. Aber alle Bedenken waren unbegründet: Der Aurora wird selbst unter Last weder zu laut noch zu warm.
Okay, die Alienware-Optik muss man mögen. Wer es aber schlichter mag, greife einfach zum 08/15-Standardkasten. Schlicht wirkt hingegen die Verarbeitung: Zwar stellen wir keine Mängel fest, aber das weiche Plastik passt nicht ganz in das hochwertige Bild, dass der Rechner ansonsten mit seiner potenten Hardware vermittelt. Ein wirklicher Nachteil ist das nicht, da die Außenhülle nur die Funktion hat, schön auszusehen. Insgesamt ein solider, potenter Spielerechner ohne Pferdefuß. Mehr Infos gibt es auch direkt bei Alienware.
Der lief 8 Jahre ohne jegliche Wartung.
Geht in den Laden und käuft ihn, 99 von 100% wissen nicht mal was sie kaufen, Computer Bild suggeriert ihnen noch ein Schnäppchen gemacht zu haben.
In meinen Augen ist er auch zu teuer, aber der PC macht was er soll und die meisten Aldi Kunden mit denen ich gesprochen habe, waren mit ihrem "Schnäppchen" auch sehr zufrieden.
Der Alienware PC ist in meinen Augen des weiteren absolute Grütze. Die Hardware geht noch einigermassen, aber der Aufbau bereitet mir Übelkeit. Der Frontlüfter bläst seine Frischluft genau in die Richtung der Grafikkarte, welche diese dann wieder auspustet. Der CPU Kühler kriegt davon gar nix ab, nur die Abwärme der Karte und des Netzteils. Zudem ist das nichtmal ein richtiger Stock-Cooler, sondern irgendwas anderes. Die Verkabelung sieht aus als hätt's ein Lehrling gemacht und das Gehäuse ist billigstes OEM-Plastik. Ne, geht gar nicht. Grauenvoll. Mag ja sein dass das Teil per se seine Leistung bringt, aber ich will nicht wissen was in der Kiste an einem warmen Sommertag für Temperaturen herrschen und wie's dann mit der Lautstärke aussieht.
Arlt macht's imho erstmals richtig vor, wie ein Fertig-PC auszusehen hat, indem man sich bei einer Community hat beraten lassen:
Komplett-PC mit Ryzen 5: Arlt Mr. Gamer im Test - ComputerBase
Fakt ist, daß der Medion-PC wesentlich besser ist, als der von Dell für ein paar Dollar mehr.
Und besser aufgebaut ist er auch noch.
Hier ist der neueste Aldi Hofer PC.....kommt bestimmt auch bald in Deutschland!
Ich sage Euch jetzt schon mal voraus der wird wieder Computer-Bild Testsieger,
Rechner des Jahres 2017!!!!!!!!!
Ein i7 7700 auf ein Z Board ist quatsch. Aber die haben noch ein Z170 Board liegen. Das sind Restbestände.
Dann weiß keiner, was da für RAM drin ist. Man sollte ja annehmen, dass die auch 3200er RAM reingebaut haben, wird aber vermutlich nur 2133er sein.
Keine Ahnung, was für eine Karte das genau ist. Kann das Referenz Design sein.
Dann nur eine 250Gb SSD.
Ich finde den Preis schlicht zu hoch.