Acer Revo Build auf der IFA: Mini-PC lässt sich über magnetische Module kabellos erweitern
Acer hat auf der IFA den Revo Build vorgestellt, ein Konzept rund um einen modular aufgebauten PC. Die Basiseinheit in Form des M1-601 beherbergt CPU und RAM, über einen Magnet-Mechanismus können dann Module für Grafikkarte, Datenträger, Audio und mehr angedockt werden. Kabel sind dafür nicht nötig.
Razer hat es mit Project Christine in größerer Form und mit Ölkühlung bereits versucht, jetzt bringt es Acer auf den Markt: Ein PC, der sich mit in sich geschlossenen Modulen erweitern lässt. Revo Build soll mit Einsteiger-Hardware den Büro- beziehungsweise HTPC-Nutzer ansprechen, der Basis-PC orientiert sich an Intels NUCs. Dieser wird auf den Namen M1-601 getauft und beherbergt das Mainboard mit Prozessor und Arbeitsspeicher.
Die Rede ist von einem Pentium oder Celeron mit bis zu 8 GiByte DDR4-Speicher, der sich über eine Wartungsklappe erweitern lässt. Das RAM lässt nur eine Skylake-Plattform als Basis zu, wahrscheinlich kommen festverlötete CPUs aus dem Mobile-Bereich zum Einsatz. Standardmäßig wird die integrierte GPU genutzt, die Bilder zeigen allerdings auch ein Modul für eine dedizierte Grafikkarte. Wie das Interface dafür realisiert wird, gibt Acer noch nicht an. Die Zusatzmodule werden per Magnetmechanismus in Form von Pogo-Pins verbunden, Kabel sind dafür nicht notwendig. Vorerst wird es Boxen für Festplatten, Audio-Lösungen (zum Beispiel Kopfhörerverstärker) und kabellose Ladestationen geben. Letztere müssten ganz oben platziert werden, um beispielsweise ein QI-fähiges Smartphone darauf ablegen zu können.
Das Angebot an Modulen soll in der kommenden Zeit sukzessive ausgeweitet werden. Das M1-601-Basissystem soll Ende Oktober ab 230 Euro an den Start gehen. Die letztendliche Verfügbarkeit wird dann von Intels Lieferungen an Skylake-Prozessoren abhängig sein.
Quelle: Acer (Pressemitteilung)
