GDC 2019: Intel mit neuem Grafikmenü, Gen-9-Core-Laptops und KI-Trollbekämpfung
Intel jagt Online-Trolle mit KI-Power und präsentiert neben neuen Details zu Gen-9-Core-Laptops das nagelneue Graphics Command Center. Unser Bericht von der GDC 2019.
Auf der Game Developers Conference 2019 in San Francisco hatte Intel einen Kessel Buntes im Gepäck. Mit Hilfe von schlauen KI-Routinen will der Hersteller Trollen das Handwerk legen, die im Sprachchat andere Spieler belästigen. Außerdem gab es ein paar neue Details zu Laptops, die im nächsten Quartal mit der 9. Generation der mobilen Core-Chips bestückt werden. Und dann war da noch das neue Graphics Command Center, das Intels Graphics Control Panel in Rente schickt. Interessante Randbemerkung: Kyle Bennett, bekannt für die Webseite HardOCP, der erst jüngst seinen Wechsel zu Intel bekannt gab, zeigt auf Twitter Fan-Designs für Intel Xe.
Trollbekämpfung mit Kollege KI
Schon seit zwei Jahren arbeitet Solutions Architect George Kennedy bei Intel daran, toxischen Trollen das Handwerk zu legen. Er präsentierte uns eine Momentaufnahme seiner Arbeit. Weil Kennedy sicher ist, dass in naher Zukunft alle Spiele über Voice Chat verfügen werden, ist es mit dem einfachen Blockieren von Schlüsselwörtern nicht mehr getan. Stattdessen muss die Sprachausgabe während eines Matches auf Störenfriede gecheckt werden. Das kann bei der Masse an Spielern und Spielen kein Mensch mehr schaffen - deshalb setzt George Kennedy auf KI.
Der KI-Helfer kommt beispielsweise dann zum Einsatz, wenn ein anderer Spieler nicht auf unserer Freundesliste steht: Er prüft dann dessen Wortmeldungen auf Hassrede, Belästigungen oder andere Schikanen. Doch in den seltensten Fällen wird klar und deutlich geflucht - oft passiert das in der Hitze eines Spiels. Deshalb soll die KI andere Geräusche und Stimmen herausfiltern. Eine weitere Herausforderung ist das KI-Training, denn Spieler nutzen mehr Fachbegriffe als jemand im "normalen Leben". Und dann wären da noch Akzente, die gerade bei internationalen Partien an der Tagesordnung stehen.
Neue Details zu Gen-9-Core-Laptops
Während die Entwicklung der Anti-Troll-KI gute Fortschritte macht, aber noch nicht serienreif ist, stehen bei Intels Laptop-Sparte neue Geräte in den Startlöchern, wie PCGH bereits berichtete: Tragbare Computer, in denen ab dem zweiten Quartal dieses Jahres die 9. Generation von Intels mobilen Core-Prozessoren tickt. Fredrik Hamberger, General Manager Premium & Gaming Notebooks, hatte einige Umfrageergebnisse vorbereitet.
So wollen bis zu 50 Prozent aller Mobilspieler höhere Batterielaufzeiten, 50 Prozent nutzen ihren Laptop neben dem Spielen auch als "Content Creators" und streamen beispielsweise, was sie gerade zocken. 40 Prozent aller Spieler sind Frauen - und allen liegen 4K-Auflösung und HDR sehr am Herzen, wie auch die Wahl aus verschiedenen Formfaktoren. Diesen Wünschen begegnet Intel mit drei Technologien, die in den neuen Laptops verbaut werden.
Beim WLAN kommt - tief durchatmen - Intels Wi-Fi 6 AX200 (Gig+) zum Einsatz. Eine Lösung, die automatisch die Workload im WLAN priorisiert, wenn beispielsweise das Bild einer Haustürkamera mitten während einer Spielesession angezeigt wird. Beim RAM setzt Intel auf Optane Memory H10, das in Verbindung mit einer SSD flinke Datenübertragungen garantieren soll. Per Thunderbolt-3-Anschluß soll der Laptop Kontakt mit externen Speichermedien, dem Netzteil oder einem 4K-Monitor aufnehmen.
| CPU | CPU-Kerne | Threads | Turbotakte bis... |
|---|---|---|---|
| Core i9-9980HK | 8 | 16 | 5,0 GHz |
| Core i9-9880H | 8 | 16 | 4,8 GHz |
| Core i7-9850H | 6 | 6 | 4,6 GHz |
| Core i7-9750H | 6 | 6 | 4,5 GHz |
| Core i5-9400H | 4 | 8 | 4,3 GHz |
| Core i5-9300H | 4 | 8 | 4,1 GHz |
Neu: das Intel Graphics Command Center
Mehr Details zu Intels neuen Laptops gibt es erst im nächsten Quartal. Dafür eröffnete Head of Marketing Chris Hook erfreut, dass seit dem gestrigen Mittwochabend das neue Intel Graphics Command Center - kurz: IGCC - im Microsoft Store zum Download bereitsteht. Das IGCC ersetzt das Intel Graphics Control Panel und kommt im frischen Look mit mehreren Skins daher. Mit ihm lassen sich wie gehabt die Grafik-Einstellungen für Intels Chipsatz-Grafik für auf dem PC installierte Spiele festlegen und optimieren. Wer nicht in die Tiefen der Software eindringen will, überlässt das dem IGCC beziehungsweise einer automatischen Ein-Klick-Optimierung.
Alternativ gehen Sie Punkt für Punkt durch die Treibereinstellungen. Praktisch: V-Sync, Anti-Aliasing und andere Einstellungen werden jetzt in einer ausführlichen Hilfsfunktion erklärt - teilweise sogar mit Animationen. Da wird selbst ein Einsteiger schnell zum Experten. Das IGCC unterstützt alle Intel-Core-Plattformen ab der 2014 erschienenen 6. Generation. Dabei ist es derzeit gamerkonform seit gestern Abend in einer Early-Access-Version erhältlich. Chris Hook versicherte uns, dass im Laufe der Zeit durch das Zwiegespräch mit den Kunden immer neue Features dazukommen werden.

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Totale Blitzmerker diese KI's
Totale Blitzmerker diese KI's
Ganz so schlecht ist der Gedanke mit der KI nicht. Ingamevoice ist bei mir standartmässig deaktiviert, weil man sich das kaum antun kann was da von sich gegeben wird. Bei Ingamevoice bekommt man Zweifel an der Entwicklungstufe des Menschen, da könnte es schon etwas bringen.
Im TS bin ich eh nur mit Usern zusammen mit denen ich mich verstehe, da ist es mir dann wieder wurscht.
Nur eine Frage wirft es bei mir trotzdem auf. Wenn man eine mächtige KI hat die Sprache analysieren kann, nutzt man die dann auch wirklich nur zur Trollbekämpfung?
Ob Intels KI da wohl angeschlagen hätte