Intel Ice Lake: Hinweis auf größere Caches bei 10 nm
In der Datenbank von Geekbench ist eine Ice-Lake-CPU von Intel aufgetaucht. Der Zweikerner überrascht mit größeren Caches, als man das von der aktuellen Architektur gewohnt ist.
Intels 10-nm-Fertigung ist derzeit Gegenstand vieler Debatten. Das Unternehmen aus Santa Clara hat seine Mühe mit dem Fertigungsprozess, der sich schon seit geraumer Zeit verzögert und aktuell für 2019 angesetzt ist. Eines der Produkte in dieser Strukturbreite soll Ice Lake werden und das könnte erstmals seit rund drei Jahren eine nennenswerte Änderung in der Architektur mitbringen.
In der Geekbench-Datenbank ist nun ein Eintrag aufgetaucht, der einen Hinweis darauf gibt, dass sich mit Ice Lake die bislang bekannten Cache-Größen der Prozessoren ändern. Demnach soll der L1-Data-Cache künftig 48 KiByte statt der aktuell verbauten 32 KiByte betragen. Der L1-Instruction-Cache hingegen bleibt den Angaben nach bei 32 KiByte. Der L2-Cache soll sogar verdoppelt werden, von 256 KiByte auf 512 KiByte. Die Werte gelten jeweils pro Kern. Der gemeinsam genutzte L3-Cache des gelisteten Zweikerners beträgt 4 MiByte.
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Beim gelisteten Chip soll es sich auch definitiv um einen Mainstream-Chip handeln. Alles andere wäre bei zwei Kernen auch etwas überraschend. Die Enterprise-Chips haben bereits seit Skylake X überarbeitete Cache-Größen, wo die L2-Caches auf 2 MiByte aufgebohrt worden sind und dafür mit im Verhältnis etwas kleineren L3-Caches ausgestattet wurden.
Wie eingangs erwähnt, sollte man erst im Laufe des Jahres 2019 mit entsprechenden Prozessoren rechnen, wobei die Mobile-Prozessoren gewiss den Anfang machen werden, da diese einfacher zu produzieren sind. Intels Probleme sind wohl vor allem bei der Ausbeute zu finden, die Prozessoren selbst funktionieren angeblich und entsprechen den Erwartungen. Es wurde auch bereits darüber gesprochen, dass Intel das Multi-Die-Verfahren verwendet, bei dem die integrierten GPUs weiter in 14 nm gefertigt werden.
Quelle: PC Games Hardware
Intel Ice Lake: Hinweis auf größere Caches bei 10 nm (1)
Alles schön und gut - aber wann kann man die CPUs in freier Wildbahn sehen?
Checking in on Intel's Core i7-5775C for gaming in 2018 - The Tech Report - Page 1
Es zeigt sich, dass der L4 Cache zwar großen Nutzen haben kann, aber offenbar auch Architekturverbesserungen in den letzten Jahren teils mehr eingeschlagen haben, als man zuerst annehmen könnte.
Umgekehrt schlägt man damit (L4 Cache) aber trotz nur 4 Kernen offenbar teilweise sogar moderne PRozessoren.
Im übrigen, weil ich wieder L4 Cache vorgeschlagen hab: hier ein aktueller Test zu Broadwell mit L4 Cache.
Checking in on Intel's Core i7-5775C for gaming in 2018 - The Tech Report - Page 1
Es zeigt sich, dass der L4 Cache zwar großen Nutzen haben kann, aber offenbar auch Architekturverbesserungen in den letzten Jahren teils mehr eingeschlagen haben, als man zuerst annehmen könnte.
Umgekehrt schlägt man damit (L4 Cache) aber trotz nur 4 Kernen offenbar teilweise sogar moderne PRozessoren.
100/ 4 = 25, 130/4,7= 27,66
Der tatsächliche IPC- Vorsprung bei Spielen bei identischem Takt wäre dann:
(27,66/25 - 1)* 100% = 10,64%
Sollte Ryzen 2's IPC tatsächlich um 13% wachsen, dann wäre eine Anhebung des Taktes auf 4,5 Ghz schon ausreichend, um i9 unübertaktet zu schlagen.
Zur News:
Mehr Cache erfordert mehr Spannung => mehr Strom => heißere CPU. Wenn sie das temperaturmäßig hinkriegen, dann aber bei geringerem Takt.
In der Meldung steht sogar explizit dabei, dass sich das nicht auf Spiele bezieht...