Intel Ice Lake: Hinweis auf größere Caches bei 10 nm

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Intel Ice Lake: Hinweis auf größere Caches bei 10 nm (2)
Quelle: Flickr, JiahuiH, CC BY 2.0

In der Datenbank von Geekbench ist eine Ice-Lake-CPU von Intel aufgetaucht. Der Zweikerner überrascht mit größeren Caches, als man das von der aktuellen Architektur gewohnt ist.

Intels 10-nm-Fertigung ist derzeit Gegenstand vieler Debatten. Das Unternehmen aus Santa Clara hat seine Mühe mit dem Fertigungsprozess, der sich schon seit geraumer Zeit verzögert und aktuell für 2019 angesetzt ist. Eines der Produkte in dieser Strukturbreite soll Ice Lake werden und das könnte erstmals seit rund drei Jahren eine nennenswerte Änderung in der Architektur mitbringen.

In der Geekbench-Datenbank ist nun ein Eintrag aufgetaucht, der einen Hinweis darauf gibt, dass sich mit Ice Lake die bislang bekannten Cache-Größen der Prozessoren ändern. Demnach soll der L1-Data-Cache künftig 48 KiByte statt der aktuell verbauten 32 KiByte betragen. Der L1-Instruction-Cache hingegen bleibt den Angaben nach bei 32 KiByte. Der L2-Cache soll sogar verdoppelt werden, von 256 KiByte auf 512 KiByte. Die Werte gelten jeweils pro Kern. Der gemeinsam genutzte L3-Cache des gelisteten Zweikerners beträgt 4 MiByte.

Auch lesenswert: Intel Ice Lake: News zu 10 nm haben rapide Einflüsse auf die Börse

Beim gelisteten Chip soll es sich auch definitiv um einen Mainstream-Chip handeln. Alles andere wäre bei zwei Kernen auch etwas überraschend. Die Enterprise-Chips haben bereits seit Skylake X überarbeitete Cache-Größen, wo die L2-Caches auf 2 MiByte aufgebohrt worden sind und dafür mit im Verhältnis etwas kleineren L3-Caches ausgestattet wurden.

Wie eingangs erwähnt, sollte man erst im Laufe des Jahres 2019 mit entsprechenden Prozessoren rechnen, wobei die Mobile-Prozessoren gewiss den Anfang machen werden, da diese einfacher zu produzieren sind. Intels Probleme sind wohl vor allem bei der Ausbeute zu finden, die Prozessoren selbst funktionieren angeblich und entsprechen den Erwartungen. Es wurde auch bereits darüber gesprochen, dass Intel das Multi-Die-Verfahren verwendet, bei dem die integrierten GPUs weiter in 14 nm gefertigt werden. Intel Ice Lake: Hinweis auf größere Caches bei 10 nm (1) Quelle: PC Games Hardware Intel Ice Lake: Hinweis auf größere Caches bei 10 nm (1)

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    • Kommentare (86)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von FoxX11 PC-Selbstbauer(in)
        AW: Intel Ice Lake: Hinweis auf größere Caches bei 10 nm

        Alles schön und gut - aber wann kann man die CPUs in freier Wildbahn sehen?
      • Von FoxX11 PC-Selbstbauer(in)
        AW: Intel Ice Lake: Hinweis auf größere Caches bei 10 nm

        Alles schön und gut - aber wann kann man die CPUs in freier Wildbahn sehen?
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        AW: Intel Ice Lake: Hinweis auf größere Caches bei 10 nm

        Zitat von Rollora
        Im übrigen, weil ich wieder L4 Cache vorgeschlagen hab: hier ein aktueller Test zu Broadwell mit L4 Cache.

        Checking in on Intel's Core i7-5775C for gaming in 2018 - The Tech Report - Page 1

        Es zeigt sich, dass der L4 Cache zwar großen Nutzen haben kann, aber offenbar auch Architekturverbesserungen in den letzten Jahren teils mehr eingeschlagen haben, als man zuerst annehmen könnte.
        Umgekehrt schlägt man damit (L4 Cache) aber trotz nur 4 Kernen offenbar teilweise sogar moderne PRozessoren.
        Finde ich sehr interressant .
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Intel Ice Lake: Hinweis auf größere Caches bei 10 nm

        Im übrigen, weil ich wieder L4 Cache vorgeschlagen hab: hier ein aktueller Test zu Broadwell mit L4 Cache.

        Checking in on Intel's Core i7-5775C for gaming in 2018 - The Tech Report - Page 1

        Es zeigt sich, dass der L4 Cache zwar großen Nutzen haben kann, aber offenbar auch Architekturverbesserungen in den letzten Jahren teils mehr eingeschlagen haben, als man zuerst annehmen könnte.
        Umgekehrt schlägt man damit (L4 Cache) aber trotz nur 4 Kernen offenbar teilweise sogar moderne PRozessoren.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Intel Ice Lake: Hinweis auf größere Caches bei 10 nm

        Zitat von Hofnaerrchen
        Wieso nicht gleich ICE-late. Ist schließlich nur ein Buchstaben den sie ändern müssen. Geht bestimmt schneller als den 10nm-Prozess in den Griff zu bekommen.
        Viel zu riskant. Wenn Apple kurz vorher ein iSlate rausbringt hat Intel einen Markenprozess wegen Verwechslungsgefahr am Hals, da man ebenfalls runde Ecken mit einem gleich klingenden Namen kombiniert.

        Zitat von Killer-Instinct
        Der Abstand ist geringer als der 30%- Vorsprung in Spielen vermuten lässt. Ryzen taktet mit 4 Ghz, i9 mit 4,7 Ghz, das wären 17,5% mehr Takt, wenn man Ryzens 4 Ghz als Basis nimmt. Angenommen 4 Ghz = 100% (AMD) und 4,7Ghz = 130% (Intel), dann sind die Verhältnisse:
        100/ 4 = 25, 130/4,7= 27,66

        Der tatsächliche IPC- Vorsprung bei Spielen bei identischem Takt wäre dann:
        (27,66/25 - 1)* 100% = 10,64%

        Sollte Ryzen 2's IPC tatsächlich um 13% wachsen, dann wäre eine Anhebung des Taktes auf 4,5 Ghz schon ausreichend, um i9 unübertaktet zu schlagen.

        Zur News:
        Mehr Cache erfordert mehr Spannung => mehr Strom => heißere CPU. Wenn sie das temperaturmäßig hinkriegen, dann aber bei geringerem Takt.
        Cache erfordert keine andere Spannung und auch nur sehr wenig Strom. Der beste Maßstab ist immer noch Intel 130-nm-Netburst-Generation, denn Northwood C und Gallatin unterschieden sich nur um 2 MiB 3rd lvl Cache. Obwohl der Chip durch diesen rund dreimal größer wurde (!), stieg die TDP nur um rund 10 Prozent. (Und die Sockel-478-CPUs hatten noch keine TDP-Klassen, sondern individuelle Angaben.)

        Zitat von gaussmath
        Ok, dann kann man ja die IPC durch Erhöhung der Kernzahl beliebig erhöhen. Außerdem hängt diese Kennzahl stark von der verwendete Software ab und zu guter Letzt ist eine normalisierter Vergleich nicht mehr möglich, weil alles wischi waschi durcheinander gemixt wird. Bravo.
        Für den Begriff "IPC" hat sich nie eine einheitliche Definition durchgesetzt. Aber er wurde bereits zu Single-Core-Zeiten für die gesamte Leistungsfähigkeit eines Prozessors unabhängig von der Taktfrequenz geprägt. Das schließt die gesamte Speicherhierarchie mit ein und führte somit auch zu unterschiedlichen IPCs für verschiedene Anwendungsgebiete. Die Arbeitszeit der reinen Rechenkerne ist dagegen über die Laufzeit für jeden Befehl einzeln dokumentiert, spielt in Diskussionen aber nur selten eine Rolle. Viel mehr geht es heute meist um die Praxisleistung des gesamten Prozessors pro Kern und pro Takt – denn Kernanzahl und Takt lassen sich leicht getrennt betrachten und vor allem ändern sie sich leicht von Modell zu Modell und von Generation zu Generation aufgrund von marktpolitischen Entscheidungen. Die Leistung pro Takt und Kern dokumentiert dagegen den reinen technischen Fortschritt, über den gerne diskutiert wird. Korrekterweise müsse man sie IPCpC nennen, aber das ist umständlich und riskiert Verwechslungen mit IPCC. Letzterer hat zwar auch Bezüge zur Weiterentwicklung von Elektronik, vor allem deren Nutzungshäufigkeit und elektrischer Effizienz, in CPU-Diskussionen wurde "IPC" aber einfach auf den interessantesten Aspekt von Multicore-Prozessoren übernommen, ohne der unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten gegenüber der alten Singlecore-Verwendung Rechnung zu tragen.
      • Von gaussmath
        AW: Intel Ice Lake: Hinweis auf größere Caches bei 10 nm

        Zitat von Rollora
        Das ist doch glatt gelogen. Es wurde betont, dass die IPC in WISSENSCHAFTLICHEN ANWENDUNGEN dazu kam, wie kommt man zur dazu, dass die Aussage getroffen wurde gerade im Bereich Gaming zugelegt zu haben?
        In der Meldung steht sogar explizit dabei, dass sich das nicht auf Spiele bezieht...
        Da ist nichts gelogen, da es hier im Forum einfach irrtümlich angenommen wurde, weil der Begriff IPC total geschröpft wird. Aber manche sind da halt toleranter. Ist auch in Ordnung. Ich werde weiterhin für eine saubere Definition eintreten.
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