Hellraid: Spielszenen auf der Gamescom gezeigt - der Hack'n'Slay-Geheimtipp?
Das polnische Entwicklerstudio Techland hat uns auf der Gamescom die ersten Spielszenen aus Hellraid gezeigt, welche mit der neuen, hauseigenen Chrome Engine 6 entstanden sind. Selbst durften wir zwar nicht spielen, aber schon beim Zuschauen bekam man Lust auf mehr. Der Geheimtipp im brutalen Hack'n'Slay-Genre?
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Quelle: Techland
Hellraid: Spielszenen auf der Gamescom gezeigt (2)
Ursprünglich sollte Hellraid schon längst erschienen sein, der Wechsel auf die aktualisierte Chrome-Engine von Version 5 auf 6 schmiss diese Pläne aber kurzerhand komplett um. Als neuer voraussichtlicher Veröffentlichungstermin wird grob das kommende Jahr angegeben, wo Hellraid auf PC, Playstation 4 und Xbox One verfügbar sein soll.
Auf der Gamescom zeigte uns Techland eine Alpha-Version, welche von einem Entwickler auf dem PC mit einem Xbox-One-Controller gespielt und von dessen Kollege kommentiert wurde. Eine entsprechende Aufnahme wurde uns zur Verfügung gestellt und Sie finden sie eingefügt im Artikel. Da das Ganze noch stark gescriptet wirkte und wir auch einige Fehler entdecken konnten, durften wir noch nicht selbst Hand an den Titel anlegen. Folglich berichten wir hier über unsere Eindrücke, ein (Hands-on-)Test folgt später.
Hellraid gezeigt: Außergewöhnliches Gameplay
Im Gegensatz zu seinen meisten Genre-Brüdern, wie Diablo 3 oder Path of Exile, wird Hellraid in der First- und nicht in der Third-Person-Sicht gespielt. Das Kampfsystem wird infolge dessen immersiver, wobei die Positionierung hier eine sehr wichtige Rolle spielt: Praktisch allen Angriffen kann der Spieler ausweichen, sodass die Kämpfe schneller beziehungsweise hektischer wirken. Darüber hinaus zeigte man uns einen ersten Ausschnitt des Skill-Baums, der von seinem Aufbau her an jenen von Path of Exile erinnert, aber beileibe nicht so kompliziert ausfällt. Obwohl auch von Hellraid Konsolenversionen erscheinen werden, fällt das System scheinbar deutlich komplexer als in Diablo 3 aus - Freunde des Knobelns und Tüftelns dürften sich freuen.
Hellraid gezeigt: Chrome Engine 6 mit hübschen Effekten
Quelle: Techland
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In Sachen Grafik hat sich der Wechsel auf die Chrome Engine 6 gelohnt: Das Gesamtbild wirkt deutlich realistischer, wobei es uns vor allem die Effekte in Form von Rauch, Qualm beziehungsweise Nebel und die Beleuchtung angetan haben. Darüber hinaus können sich die Weitsicht, Zaubereffekte und die Vegetation sehen lassen. Lediglich die Darstellung von Haut wirkt sehr plastisch, was nach kürzerer Zeit aber kein Problem mehr darstellen sollte: Im uns gezeigten Level war lediglich die eigene Hand aus Fleisch und Blut zu sehen, für die sich schnell ein Handschuh finden ließ. Die gegnerischen Einheiten stellren Skelette oder andere Wesen aus der Unterwelt dar, welche zumeist gar keine Haut besitzen. Bei den "Zombies" passt der plastische Look hingegen ganz gut. Zu guter Letzt wirken die Texturen etwas schärfer als bei Dying Light (ebenfalls von Techland mit Chrome Engine 6). Das könnte daran liegen, dass die Last-Gen-Konsolen nicht mehr unterstützt werden oder uns die Augen auf der größeren Entfernung um Fernseher getäuscht haben.
Auf der Negativseite konnten wir noch einige Fehler bei der Präsentation ausfindig machen, welche vermutlich dem Alpha-Status geschuldet sind. Das sind zum einen eher banale Angelegenheiten, wie Nachladeruckler oder auch Laggs während des Spielens. Teilweise hat aber auch die Physik noch Unstimmigkeiten, indem beispielsweise die Eisbrocken von Frostzaubern durch Steine hindurchgleiten. Angriffe, die den Spieler vermeintlich gar nicht trafen, richteten trotzdem Schaden an.
Hellraid gezeigt: Vorläufiges Fazit
Insgesamt konnte uns die Präsentation von Hellraid schon überzeugen. Obwohl keine der "großen" Engines (Cryengine, Unreal Engine und Co.) zum Einsatz kommt, macht die Grafik einiges her. Die Kampf- und Skill-Systeme wirkten sehr durchdacht, sodass zahlreiche verschiedene Builds möglich sein sollten. Kann man sich also mit der Ego-Perspektive anfreunden, sollte man sich Hellraid einmal genauer ansehen. Schon im Vorfeld der Veröffentlichung, welche irgendwann im kommenden Jahr stattfinden soll, wird ein Early-Access über Steam zur Verfügung gestellt.

und die Grafik kann sich dochmal sehen lassen.