AMD-Manager wechseln zu Nvidia und sollen hunderttausende Daten mitgenommen haben
Bei AMD kommt man nicht zur Ruhe. Nach Personalabgängen und Finanzknappheit scheint das Unternehmen nun von den eigenen Managern beklaut worden zu sein. Der Chiphersteller strengt ein Gerichtsverfahren gegen vier ehemalige Mitarbeiter an, die kurz vor dem Wechsel zu Nvdia hunderttausende von Daten entwendet haben sollen.
Der Vorwurf wirkt schwer: AMD wirft ehemaligen Manager vor, sie hätten vor dem Wechsel zu Nvidia rund 100.000 vertrauliche Daten kopiert und diese zu ihrem neuen Arbeitgeber mitgenommen. Besonders prekär ist die Angelegenheit, weil es sich bei Nvidia um den schärfsten Konkurrenten im Bereich dedizierte Grafikkarten handelt. Mediale Aufmerksamkeit bekommt das Vorgehen des Managers nun durch die Klage, die AMD gegen den ehemaligen Vizepräsidenten Robert Feldstein eingereicht hat.
Neben ihm wird auch den Managern Manoo Desai, Nicolas Kociuk und Richard Hagen Veruntreuung vorgeworfen. Die vier ehemaligen Mitarbeiter von AMD sollen die Informationen kurz vor dem Verlassen des Unternehmens an sich genommen haben. Es handele sich nach Angaben von AMD um besonders sensible Informationen wie etwa Daten zu neuen Technologien, Verträge zur Gewinnung von Großkunden und Unternehmensgeheimnisse. Mit einer angeschlossenen einstweiligen Verfügung gegen Feldstein, Desai, Kociuk und Hagen will AMD die weitere Verbreitung der Informationen unterbinden.
In der Klageschrift führt AMD mehrere Hinweise an, die das Treiben der vier Ex-Angestellten belegen sollen. Man habe etwa durch Recherchen ermittelt, dass im Internet nach Möglichkeiten gesucht wurde, wie man die Informationen auf einen Datenträger und aus dem Unternehmen bekommt. Ob die Daten jemals bei Nvidia angekommen sind und dort schon Einsicht genommen wurde, ist nicht geklärt. Das wird nun das Gericht klären müssen. AMD macht klar, dass man die vertraulichen Daten mit aggressiven Maßnahmen schützen wird. Ob an den Vorwürfen etwas dran ist und wie sich der nun anstehende Prozess entwickeln wird, muss abgewartet werden. Die Anklageschrift indes lässt sich bereits ausführlich studieren.
Quelle: ZDNet, The Verge, Besten Dank an Extreme-Mitglied Explosiv für den Hinweis.
Was ist mit ihm passiert: Ex-Intel-Mitarbeiter eingebuchtet - News Hartware.net
Ich frage mich nur, was AMD mit den Informationen gemacht hat?
Besser ist's so!
Sollte sich herausstellen das die entwendeten Daten zu Technologien, Verfahrensweisen o.a. in vergleichbaren Produkten, oder Firmenstrategien in der neuen Firma verwendet wurden/werden, sind rechtliche Schritte die einzige richtige Konsequenz, um das Firmeneigentum zu schützen, bzw. daraus resultierende Linzenzen zu erzwingen.
Ich würde dabei keine geringen Strafen zulassen, sondern die Firma in die gewechselt wurde, massiv ins Boot holen.
Geht natürlich erst dann, wenn entsprechende Beweise vorhanden sind!
Anders verhält sich das Ganze, wenn die beschuldigten Mitarbeiter, am geistigen/technologischen Eigentum, Anteile besitzen, die nicht komplett in die bisherige Firma übergegangen sind!
Den aktuellen CPUs nach zu urteilen: nichts