Radeon HD 7730 im Test: Die ideale HTPC- und Spar-Grafikkarte für Spieler? [Test der Woche]
AMD Radeon HD 7730 im Test: Die "Graphics Core Next"-Familie bekommt erneut Zuwachs - diesmal von unten. Mit der Radeon HD 7730 buhlt nun die kleinste Grafikkarte mit DirectX-11.1-Funktionen um Ihre Kaufesgunst im Einsteigerbereich. Doch zunächst muss der Winzling im Kurztest bei PC Games Hardware zeigen, was er kann.
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Anmerkung: Dieser Test erreichte die meisten Besuche in der abgelaufenen Woche. Auf diesem Grunde veröffentlichen wir ihn heute erneut.
Ohne großen Rummel gelangte AMDs kleinster Ableger der Radeon-HD-7000-Familie in den Handel. Die Radeon HD 7730 siedelt sich im Preisbereich zwischen 50 und 75 Euro an, einem Segent, das vor allem für Besitzer von Multimedia-PCs interessant ist, die fürs Spiel zwischendurch eine höhere Grafikleistung haben sollen als sie von verbreiteten IGPs erbracht wird. PC Games Hardware prüft anhand von zwei Sapphire-Grafikkarten, ob die Radeon HD 7730 etwas mehr Aufmerksamkeit verdient hat, als ihr bislang zuteil wurde. Im folgenden Video packen wir die Sapphire-Testmuster zunächst aus und sehen sie etwas genauer an:
Radeon HD 7730: Spezifikation
Die Radeon HD 7730 basiert zwar auf dem spieletauglichen "Cape Verde"-Grafikchip mit GCN-Genen, muss gegenüber seinen Geschwistern auf der Radeon HD 7750 und HD 7770 aber Federn lassen: Von den vorhandenen 640 Shader-ALUs und 40 Texturwerken, zu finden auf der HD 7770, sind nur noch 384 respektive 24 aktiv. Die Radeon HD 7730 muss ergo mit einem Viertel weniger GPU-Leistung auskommen als die auf 512/32 Einheiten beschnittene HD 7750 - die Kernfrequenz ist die gleiche (800 MHz), auch die 128 Bit breite Speicheranbindung bleibt unangetastet. Doch damit nicht genug: Die Radeon HD 7730 muss mit lediglich 8 ROPs auskommen, das bestätigte uns AMD auf Nachfrage. Damit sinkt die Pixelfüllrate signifikant, was vor allem die Leistung mit hochstufigem MSAA schmälert. Die maximale Leistungsaufnahme (TDP) der Radeon HD 7730 beträgt wie bei der HD 7750 rund 55 Watt, auch das bestätigte uns AMD.
| Modell | HD 7770 | HD 7750 | HD 7730 GD5 | HD 7730 D3 | GTX 650 | GT 640 | GTS 450 | HD 6770/5770 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Codename | Cape Verde XT | Cape Verde Pro | Cape Verde LE | Cape Verde LE | GK107 | GK107 | GF106 | Juniper XT |
| Fertigungstechnik | 28 nm | 28 nm | 28 nm | 28 nm | 28 nm | 28 nm | 40 nm | 40 nm |
| Transistoren Grafikchip (Mio.) | 1.500 | 1.500 | 1.500 | 1.500 | 1.300 | 1.300 | 1.170 | 1.040 |
| SP-Rechenleistung (GFLOPS) | 1280,0 | 819,2 | 614,4 | 614,4 | 812,5 | 692,0 | 601,0 | 1360,0 |
| Polygondurchsatz (Mio. Poly/s) | 1.000 | 800 | 800 | 800 | 1.058 | 901 | 783 | 850 |
| Pixeldurchsatz (GPix/s) | 16,0 | 12,8 | 6,4 | 6,4 | 8,5 | 7,2 | 6,3 | 13,6 |
| Texturleistung (GTex/s) | 40,0 | 25,6 | 19,2 | 19,2 | 33,9 | 28,8 | 25,1 | 34,0 |
| Speicherbandbreite (GByte/s) | 72,0 | 72,0 | 72,0 | 28,8 | 80,0 | 28,5 | 57,6 | 76,8 |
| Takt Grafikchip (MHz) | 1.000 | 800 | 800 | 800 | 1.058 | 901 | 783 | 850 |
| Takt Shadereinheiten (MHz) | 1.000 | 800 | 800 | 800 | 1.058 | 901 | 1.566 | 850 |
| Takt Grafikspeicher (MHz) | 2.250 | 2.250 | 2.250 | 900 | 2.500 | 891 | 1.800 | 2.400 |
| Shader-/Textureinheiten | 640/40 | 512/32 | 384/24 | 384/24 | 384/32 | 384/32 | 192/32 | 800/40 |
| Raster-Endstufen | 16 | 16 | 8 | 8 | 16 | 16 | 16 | 16 |
| Speicheranbindung (Bit) | 128 | 128 | 128 | 128 | 128 | 128 | 128 | 128 |
| Üblicher Speichertyp | GDDR5 | GDDR5 | GDDR5 | DDR3 | GDDR5 | DDR3 | GDDR5 | GDDR5 |
| Zusätzliche Netzteilanschlüsse | 1x 6-polig | - | - | - | - | - | 1x 6-polig | 1x 6-polig |
Vorsicht ist beim Grafikspeicher geboten, denn hier lässt AMD seinen Partnern wie bei der Radeon HD 7750 die Wahl, ob sie schnellen GDDR5 oder langsamen DDR3 installieren. Derzeit haben Sie die Wahl zwischen einer HD 7730 mit 2 GiByte DDR3 und einer rund drei Euro teureren HD 7730 mit 1 GiByte GDDR5. Die doppelte Menge schieren Speichers wird mit einem tiefen Einschnitt bei der Transferrate erkauft: Die HD 7730 D3 hat mit 900 MHz Speichertakt lediglich 28,8 GByte/s zur Verfügung, wohingegen die HD 7730 GD5 genau 72 und damit 2,5 Mal so viele Daten pro Sekunde durch den Speicher schicken kann. Dieser Engpass wird spätestens unter Verwendung von MSAA kritisch, bremst die "kleine" HD 7730 aber auch ohne diese Funktion aus. Wie stark genau, das prüfen wir in der PCGH 09/2013. Im Folgenden präsentieren wir Ihnen die Performance-Werte der Radeon HD 7730 mit GDDR5-RAM.
Radeon HD 7730: Spieleleistung
Da es sich bei der Radeon HD 7730 nebst Konkurrenz um Einsteiger-Grafikkarten weit unter 100 Euro handelt, prüfen wir ihre Spieleleistung nicht mit den sonst üblichen "Alles, was geht"-Einstellungen. Die Benchmarks finden allesamt in 1.920 x 1.080 (Full HD) statt, dem verbreitetsten Standard (nicht nur) unter unseren Lesern. Im Gegensatz zu unseren Standard-Tests für Spieler-Grafikkarten verzichten wir bei den Sparkarten auf Supersample-AA und greifen stattdessen auf spieleigene Modi wie FXAA und höchstens 4x MSAA zurück. Maximale Spieldetails kommen dennoch zum Einsatz - mit zwei Ausnahmen: In Anno 2070 setzen wir die Posteffekte zum Wohle der Bildrate auf "Mittel" und in Grid 2 verzichten wir auf die erweiterte Beleuchtung nebst Global Illumination.
Eindeutig: Die Radeon HD 7730 mit GDDR5-Speicher erreicht recht präzise das Leistungsniveau der Geforce GT 640. Die DDR3-Variante der Radeon HD 7730 wird sich voraussichtlich zwischen zehn und dreißig Prozent darunter einordnen. Die Radeon HD 7750 kann sich im Vergleich gut in Szene setzen und erkämpft sich einen bis zu 42-prozentigen Vorsprung gegenüber ihrer gleichgetakteten kleinen Schwester - der Einschnitt bei den ROPs (8 anstelle von 16) macht sich mitunter deutlich bemerkbar. Mit 8x MSAA fällt die Differenz vermutlich noch größer aus. Noch eines verraten die Zahlen deutlich: Spielen in Full High Defintion ist mit einer 65-Euro-Grafikkarte wie der Radeon HD 7730 zwar möglich, das Herabsetzen von Details ist jedoch fast unumgänglich.
Radeon HD 7730: Overclocking
Beim Übertakten von Einsteiger-Grafikkarten scheiden sich die Geister, schließlich wird aus einem Sparmodell durch Übertakten niemals ein High-End-Bolide. Gestutzten Modellen (wie die Radeon HD 7730) wohnt jedoch erfahrungsgemäß großes Potenzial inne, sodass wir passionierten Tunern ein paar Richtwerte auf den Weg geben möchten. Unsere Sapphire-Samples der Radeon HD 7730 GD5 und HD 7730 D3 verkraften die im Catalyst Control Center bzw. Overdrive-Menü angebotenen Limits ohne Murren. So stemmt die GD5 aus dem Stand 1.000/2.500 anstelle ihrer 800/2.250 MHz (+25/11 % OC), wodurch die Leistung in Spielen um gute 20 Prozent zunimmt - für die Bildraten der HD 7750 reicht's nach wie vor nicht. Die HD 7730 D3 arbeitet indessen auch mit 900/1.000 MHz (+13/11 %), wodurch die Fps linear ansteigen.
Bildergalerie
Radeon HD 7730: Fazit
Im PCGH-Preisvergleich startet AMDs Radeon HD 7730 derzeit bei 65 Euro - diese Summe wird sowohl für die DDR3- als auch für die GDDR5-Version fällig. Nvidias Geforce GT 640, welche eine vergleichbare Spieleleistung erzielt, kostet genauso viel. Unser Tipp: Wer acht Euro drauflegt, erhält eine ebenfalls mit GDDR5-RAM ausgestattete Radeon HD 7750, welche in Spielen eine deutlich bessere Leistung erzielt. Ein noch besseres Fps/Euro-Verhältnis bietet nur die Radeon HD 7770 um 90 Euro, streng genommen handelt es sich jedoch um eine völlig andere Preisklasse als bei der HD 7730. Weitere Messwerte inklusive Leistungsaufnahme finden Sie in der kommenden PCGH 09/2013.

Das kommt auf das Netzteil an, dazu solltest du aber HIER nachfragen (dort sitzen auch die ganzen Netzteil-Experten rum)
Hallo
Ich wollte fragen ob ich die Grafikkarte benutzen kann obwohl ich eine 420 Watt Netzteil habe?
Argh, zu schnell gespa... ääh, getippt. Gemeint ist natürlich die HD 6770/5770.
MfG,
Raff
Ich hätte lieber gewusst, bei welchen Details unter Full HD die Karte 60 FPS schafft. So ist der Test für mich nutzlos.
Ja meint er