Externe Grafikkarten: Bald auch Gehäuse von MSI und Zotac
Nach den Modellen einiger anderer Hersteller präsentieren auch MSI und Zotac externe GPU-Gehäuse auf der diesjährigen CES 2017. Während Zotacs Modell noch nicht final und im "unteren" Preisbereich angesiedelt ist, möchte MSI mit seinem "GUS" getauften Gehäuse mit Optik und Ausstattung eher beeindrucken.
MSI spricht bei seinem eGPU-Gehäuse von einem Graphics Upgrade System, kurz GUS. Das beschreibt das Konzept recht gut: Im Gehäuse wird die Grafikkarte eingesetzt und mit dem darin verbauten Netzteil verbunden, anschließend wird das Gehäuse per Thunderbolt 3 an einen Laptop oder Mini-PC angeschlossen.
Das GUS von MSI beherbergt hierbei ein 500 Watt starkes Netzteil und verfügt über 4 USB-Anschlüsse. Ein USB-3.0-Typ-A-Anschluss taugt hierbei zum Schnelladen von Smartphones und Tablets, zwei weiteren herkömmlichen USB-3.0-Slots steht noch ein Typ-C-Slot zur Seite. Wie lang die eingebaute Grafikkarte sein darf, ist noch nicht genau geklärt. Nach Hochrechnungen von Computerbase dürfte MSI hierfür 400 bis 500 Dollar abrufen. Zur Verfügbarkeit gibt es noch keine Aussagen.
Zotacs GPU-Gehäuse ist noch nicht final entwickelt und trägt deshalb auch noch keinen Namen. Im Vergleich zu MSIs extravagantem Design hält Zotac es bis jetzt eher schlicht. Grafikkarten dürfen bis zu 33cm lang und drei Slots breit sein und müssen sich mit einem 400 Watt starken Netzteil zufrieden geben. Auch hier gibt es vier USB-3.0-Anschlüsse (Typ A), einer davon beherrscht Quick Charge. Preislich geht man derzeit von circa 300 Euro aus, die man bei der angepeilten Markteinführung Ende des ersten Quartals hinblättern muss.
MSI und Zotac gesellen sich damit zu Modellvorschlägen von Powercolor, Gigabyte und Asus. Insgesamt ist zu bemerken, dass einerseits preislich noch Luft nach unten, und andererseits technisch Luft nach oben bleibt. Durch die Thunderbolt-Übertragung bleibt einige Grafikleistung auf der Strecke, dennoch kann man gerne über 500 Euro für ein eGPU-Gehäuse bezahlen.
