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  • Thermaltake Suppressor F51 im Test: Ernsthafte Konkurrenz für Fractal Designs Define R5?

    Beim Suppressor F51, Thermaltakes brandneuen, voll gedämmten Midi-Tower, kann man die Ähnlichkeit zu Fractal Designs Define R5 wirklich nicht leugnen. Das Thermaltake Suppressor F51 ist zwar insgesamt etwas größer, bietet aber einige Ausstattungs-Features des ungewollten Vorbilds. Doch wie sieht es bei der Kühlung und Geräuschkulisse aus? Kann man hier den Konkurrenten sogar schlagen?

    Die Tatsache, dass Thermaltake bei der Entwicklung des Suppressor F51 auch einmal einen intensiven Blick auf das gerade bei Spieler beliebten und von uns mit einer 1,99 bewertete Fractal Design Define R5 geworfen hat ist nicht von der Hand zu weisen. Das wird schon bei der Gestaltung der Front deutlich, die mit ihrer gedämmten Tür und den seitlich angeordneten Lufteinlassschlitzen dem direkten Konkurrenten schon sehr ähnlich ist. Gleiches gilt auch für die grundlegende Deckelkonstruktion des Thermaltake Suppressor F51. Wie an der Oberseite des Fractal Design Define R5 findet man auch beim Suppressor F51 herausnehmbaren Dämmelementen, die für eine bessere Kühlung gegen Gehäuselüfter ausgetauscht werden können. Hier lässt sich aber schon der erste Unterschied ausmachen: Der Demontagevorgang der Dämmung geht beim Suppressor F51 von Thermaltake nicht nur besser von Statten als beim Anfang Juni als PCGH-Edition erhältlichen Fractal Design Define R5. Der Deckel, ob nun mit Dämmung oder Lüftern bestückt, verfügt über einen magnetischen Staubschutz, der äußerst einfach abgenommen und gereinigt werden kann. Einen weiteren dieser magnetisch haftenden Staubfänger findet man auch am vorderen Seitenteil des Suppressor F51, beim Konkurrenten fehlt dieses Extra. Dazu kommen weitere Dinge wie die vierstufige Lüftersteuerung oder Ausgänge für WaKü-Schläuche, die Fractal Designs Hardware-Behausung nicht auf Lager hat. Schlecht kopiert hat Thermaltake auf jeden Fall nicht auch wenn man beim Suppressor einiges ähnlich macht. Die wohl wichtigste Frage jedoch ist, ob Thermaltakes gedämmtes Gehäuse bei den geringen Temperaturen der Hardware im Gehäuseinneren sowie der geräuscharmen Arbeitsweise der Lüfter mithalten oder das inspirierende Vorbild sogar noch schlagen kann? Das wird sich am Schluss des folgenden Tests zeigen.

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    Thermaltake Suppressor F51: Der Konkurrent für das Fractal Design Define R5?

    Thermaltake Suppressor F51: Laufwerks- und Lüfterplätze en Masse

          

    Thermaltake Suppressor F51 im Test: Ernsthafte Konkurrenz für Fractal Designs Define R5? (3) Thermaltake Suppressor F51 im Test: Ernsthafte Konkurrenz für Fractal Designs Define R5? (3) Quelle: PC Games hardware Mit zwei Montageplätzen für 5,25-Zoll-Laufwerke, die alternativ auch mit je zwei 2,5-Zoll- oder einem 3,5-Zoll-Modell bestückt werden können sowie sechs 3,5-2,5-Zoll-Kombi-Laufwerkschächten hält das Thermaltake Suppressor eine Menge Platz für HDDs/SSDs bereit. Bei Bedarf kann man sogar beide Laukwerkskäfige ausbauen (mehr dazu später) und zwei 3,5/2,5-Zoll-Festplatten mithilfe der Kombi-Einbaurahmen an des Rückseite der Laufwerkskäfighalterung anbringen. Doch nicht nur die Montagemöglichkeiten für Speichermedien fallen beim Themaltake Suppressor F51 großzügig aus. Auch bei der Zahl der Lüfterplätze lässt man sich nicht lumpen: Kommt im dem voll gedämmten Gehäuse keine Wasserkühlung zum Einsatz, können ein 200-mm-, zwei 140-mm oder drei 120-mmLüfter an der mit einen abnehmbaren Staubfilter bestückten Front angebracht werden. Im Heck und im mit Magnet-Staubschutz versehenen Seitenteil ist Platz für wahlweise einen 140-mm oder 120-mm-Propeller. Wer will, kann zusätzlich am Boden zwei weitere 120-mm-Luftverwirbler anschrauben, oder die Dammüng im Deckel für weitere Montageplätze enfernen. Das schafft Platz für zwei 200-mm-Lüfter respektive drei Modelle mit 140/120 mm Größe.

    Thermaltake Suppressor: Inneraum im Detail

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    Auch die restliche Ausstattung entspricht dem, was der Käufer von einem wertig gefertigten und gedämmten Midi-Tower mit einem Preis von ca. 115,- Euro erwartet. Am Boden, Front und Deckel ist ein zur Reinigung leicht entfernbarer Staubschutz vorhanden. Am Heck befindet sich neben acht PCI-Steckplätzen sowie drei WaKü-Schlauchausgänge noch ein Kabelschloss für Eingabegeräte. Für den Einbau der 3,5-Zoll-Laufwerke wird kein Werkzeug benötigt und von der vierstufigen Lüftersteuerung lassen sich bis zu vier Gehäuselüfter regeln Dazu kommen die obligatorischen zwei USB-2.0- sowie -3.0-Ports und Audioanschlüsse, die Aussparung in der Mainboard-Halterung, die Dämmung für den Deckel, die Fronttür und die beiden Seitenteile sowie eine Entkopplung für das Netzteil. Extras wie ein externes HDD-Dock, ein Kabelmanagement mit Klettverschluss, eine beleuchtete Front oder Ähnliches hat das Thermaltake Suppressor F51 nicht im Angebot.

    Thermaltake Suppressor F51: Die Front im Detail

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    Thermaltake Suppressor F51: Viel Platz und flexible Dämmung

          

    Für einen Midi-Tower bietet das Thermaltake Suppressor F51 sehr viel Platz, das macht den Einbau von Komponenten sehr einfach. Probleme mit Mainboard-Größen gibt es nicht, selbst XL-ATX-Platinen passen hinein. CPU-Kühler dürfen eine Höhe von bis zu 185 mm haben und die Maximallänge für Grafikkarten bei Ausbau eines Festplattenkäfigs liegt bei großzügigen 465 Millimetern. Auch die Kabeldurchlässe sich sinnvoll platziert und erlauben eine Verlegung die einen aufgeräumten Innenraum mit hinter dem Mainboard-Tray verlegten Strippen garantiert.

    Thermaltake Suppressor F51: Einbau Laufwerke

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    Das im direkten Vergleich mit dem Fractal Design Define R5 größere Innenraumvolumen des Suppressor F51 kommt aber auch WaKü-Enthusiasten sehr entgegen - auch hier scheint sich Thermaltake in puncto WaKü-Freundlichkeit beim heimlichen Vorbild einiges abgeschaut zu haben. Wer auf eine Luftkühlung im Suppressor F51 verzichtet, hat schon ohne Umbauten die Möglichkeit einen Radiator im Heck (1x 120 mm), einen Wärmetauscher am Boden (1x/2x 120 mm) sowie ein drittes Modell (3x 120/3x 140 mm) an der Front einzubauen. Entfernt man die Dämmmatten im Deckel passt dort weitere Radiator variabler Größe (1x/2x/3x 120 mm oder 140 mm) hinein. Das besondere beim Suppressor F51 ist, wie übrigens auch beim Define R5, die modulare Bauweise der Dämmung im Deckel. Sie besteht aus drei gleich großen Teilen, sodass theoretisch auch der Einbau nur eines 120/140-mm-Lüfters/Radiators möglich wäre, wobei die restlichen Dämmmatten weiterhin die Geräuschemission aus dem Inneren eindämmen. Bei Einbau einer Wasserkühlung an der Front stellt es sich aber auch als positiv heraus, dass alle Laufwerkskäfige, inklusive der beiden oberen 5,25-Zoll-Modelle entfernt werden können.

    Volumenvergelich: Themaltake Suppressor F51 vs Fractal Design Define R5

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    Thermaltake Suppressor F51: Gelungene Synthese aus guter Kühlung und ohrenfreundlicher Lautheit

          

    Bei der Ausstattung und dem Raumangebot steht das Thermaltake Suppressor F51 schon einmal gut da und vor allem dem Fractal Design Define R5 in nichts nach. Doch wie sieht das bei der Leistung respektive Kühlung und Lautheit aus? Um das zu überprüfen, bauen wir unser Testsystem (Core i7-920 @ 3,2 GHz bei 1,2 Volt, Radeon R9 290 @ 55 % Lüfterdrehzahl, 3 x 2.048 MiByte DDR3-1280-RAM, Deep Cool Ice Matrix 400 @ 12 Volt mit 1.600 U/Min. sowie Enermax Digifanless 550 Watt) in das gedämmte Gehäuse ein und heizen dessen Inneres bei 24 Grad Raumtemperatur mir Crysis 3 fast zwei Stunden richtig auf. Die Temperaturen, die wir danach am Prozessor, der Grafikkarte, der Northbridge sowie den Spannungswandlern und der HDD ablesen, zeigen, dass die Hardware im Suppressor F51 ordentlich gekühlt wird (Werte siehe auch Testtabelle). Eine CPU-Temperatur von 80 °C ist genauso unbedenklich wie ein Grafikchip, der 87 °C warm wird. 68 °C an der Northbridge und gemittelte 74 °C an den Spannungswandlern sind ebenfalls gute Messwerte, die auf eine ordentliche Kühlung hindeuten. Zum Vergleich, die CPU wurde im Fractal Design R5 85 °C, der die GPU sogar 89 °C warm (NB/Spannungswandler: 68 °C/60 °C).

    Thermaltake Suppressor F51 im Test: Ernsthafte Konkurrenz für Fractal Designs Define R5? (5) Thermaltake Suppressor F51 im Test: Ernsthafte Konkurrenz für Fractal Designs Define R5? (5) Quelle: PC Games hardware Wie die abschließende Lautheitsmessung demonstriert, wird die ermittelte Kühlleistung auch nicht durch eine hohe Geräuschkulisse erkauft. Da in Thermaltakes Gehäuse eine Lüftersteuerung vorhanden ist, messen wir die Lautheit in einem Abstand von 50 cm (frontal/45-Grad-Winkel) mit maximaler und minimaler Lüfterdrehzahl. Bereits bei voller Propellerrotation (vermutlich 12 Volt Lüfterspannung) dringen nur 2,6/2,8 Sone aus dem Gehäuse. Das ist zwar keine unüberhörbare, jedoch erträgliche Geräuschkulisse. Bei Minimaldrehzahl sind dann nur noch 2,2/2,6 Sone zu hören, das kann durchaus als leise bezeichnet werden. Auch hier stehen uns Vergleichswerte mit dem Fractal Design Define R5 zur Verfügung, die mit 2,5/2,7 Sone (frontal) und 2,4/2,6 Sone (45-Grad-Winkel) ähnlich ausfallen. Das spricht auf jeden Fall dafür, dass auch Thermaltakes hauseigene Lüfter ähnlich geräuscharm zu Werke gehen sind wie Fractal Designs Modelle.

    Vergleich: Front und Höhe

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    Thermaltake Suppressor F51: Dem unfreiwilligen Vorbild ebenbürtig aber nicht besser

          

    Unsere Gesamtwertung von 1,95 deutet es bereits an, dass Thermaltakes Suppressor F51 ein gutes Gehäuse ist. Die Ausstattung stimmt und lässt wenige Wünsche of fen. Die umfangreichen Einbaumöglichkeiten für Laufwerke, Lüfter aber auch Radiatoren gefallen uns sehr gut und funktionale Extras wie die komplett demontierbaren Laufwerkskäfige oder die modulare Dämmung im Deckel runden den stimmigen Gesamteindruck ab. Dazu kommt eine gelungene und damit ebenfalls mit gut zu bewertende Synthese aus Kühlung und akzeptabler, nicht nerviger Geräuschentwicklung. Besser als das vielleicht doch nicht ganz so unbewusst gewählte Vorbild ist das Thermaltake Suppressor F51 jedoch nicht, liegt mit dem Fractal Design Define R5 aber definitiv gleichauf. Das macht beide Gehäuse empfehlenswert für Spieler, die auf der Suche nach einen leisen und trotzdem gut kühlenden Behausung für ihre Hochleistungs-Hardware sind.

    PCGH-Wertung
    1,95
    Leserwertung:
     
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    Testtabelle Thermaltake Suppressor F51 (Auszug aus 39 Wertungkriterien)
     
    GehäuseSuppressor F51
    Hersteller (Webseite)Thermaltake (www.thermaltake.com)
    Link zum PCGH-Preisvergleichwww.pcgh.de/preis/1273311
    Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis (getestete Version)Ca. € 115,- (mit Dämmung)
    Version mit SeitenfensterCa. € 115,- 
    Version mit Dämmung-
    Version ohne LüfterNicht verfügbar
    Note Ausstattung (20 %)1,55
    Plätze für Laufwerke6 x 3,5/2,5 Zoll oder 2 x 3,5 Zoll, 2 x 5,25 Zoll oder 4 x 2.5 Zoll
    Erweiterungs-Slots (Blende)Acht
    HandbuchNormal
    LüfterplätzeDeckel: 2 x 200/3 x 140/120 mm (bei Ausbau der dreigetielten Dämmung),  Front: 1 x 200/2 x 140 mm oder 3 x 120 mm/Heck: 140/120 mm, Seite: 1 x 140/120, Boden: 2 x 120 mm
    Vorhandene Lüfter1 x 200 mm, 1 x 140 mm
    Frontanschlüsse2 x USB 2.0, 2 x USB 3.0, Audio
    BesonderheitenDämmung enthalten, WaKü-Schlauchausgänge, Werkzeuglose Laufwerksbefestigung, magnetischer Staubschutz für den Deckel und das Seitenteil, WaKü-Schlauchausgänge, werkzeuglose Laufwerksbefestigung, Staubschutz an Front (Druckmechanismus) und Boden, Kabelschloss für Eingabegeräte  
    Note Eigenschaften (20 %)1,30
    Material (nicht gewertet)Stahl, Kunststoff
    Gewicht (ohne Lüfter)9,3 kg
    Abmessungen (H x B x T)52,5 x 23,0 x 57,7 cm
    Platz für Grafikkarte/CPU-Kühler46,5/18,5 cm
    Verarbeitung allgemein/Schnittkanten
    /Verwindungssteifheit
    Gut/sehr gut/gut
    Zusammenbau *Sehr gut
    Besonderheiten beim ZusammenbauFestplattenkäfig herausnehmbar, Aussparung hinter dem Sockel, Aussparung für Kabeldurchführungen, vierstufige Lüftersteuerung, sehr gute Entkoppelung der HDDs 
    PraxisproblemeKeine
    KompatibilitätstestKeine Probleme
    Note Leistung (60 %)2,30
    Temperatur CPU/GPU80,0/87,0 Grad Celsius
    Temperatur HDD/Mainboard-
    Northbridge/CPU-Spannungswandler
    35,0/68,3/73,9 Grad Celsius
    Lautheit der Lüfter bei Lüftersteuerung max. frontal/schräg vorne (45-Grad-Winkel)2,6/2,8 Sone
    Lautheit der Lüfter bei Lüftersteuerung min. frontal/schräg vorne (45-Grad-Winkel)2,2/2,6 Sone
    FAZIT (Gesamtnote)1,95
      
    Wichtige Bewertungspunkte+ Ausstatttung (Lüfter- und Laufwerksplätze)
     + Temparatur CPU/GPU
     + Erträgliche Geräuschkulisse bei 12 Volt (2,6/2,8 Sone)
    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    PC-Gehäuse: Test, Kaufberatung und Bestenliste (Update: September 2016)
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Thermaltake Suppressor F51 im Test: Ernsthafte Konkurrenz für Fractal Designs Define R5?
Beim Suppressor F51, Thermaltakes brandneuen, voll gedämmten Midi-Tower, kann man die Ähnlichkeit zu Fractal Designs Define R5 wirklich nicht leugnen. Das Thermaltake Suppressor F51 ist zwar insgesamt etwas größer, bietet aber einige Ausstattungs-Features des ungewollten Vorbilds. Doch wie sieht es bei der Kühlung und Geräuschkulisse aus? Kann man hier den Konkurrenten sogar schlagen?
http://www.pcgameshardware.de/Gehaeuse-Hardware-213436/Tests/Thermaltake-Suppressor-F51-Test-1160160/
03.06.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/05/thermaltake_suppressor_f51_2-pcgh_b2teaser_169.jpg
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