Corsair Obsidian 900D im Test mit i7-4770K OC und Titan-SLI: Das Größte, was Ihrer Hardware passieren kann? [Test der Woche]
Für das das Obsidian 900D sind mehrere extralange High-End-Grafikkarten, E-ATX- oder XL-ATX-Mainboards und eine umfangreiche Wasserkühlung kein Problem. Damit eignet sich Corsairs neues Topmodell für anspruchsvolle Bastler und absolute High-End-Systeme. Im Test zeigten sich aber auch Praxisschwächen.
Anmerkung: Dieser Artikel hatte die meisten Seitenaufrufe diese Woche. Aus diesem Grund veröffentlichen wir ihn heute erneut.
Quelle: PC Games Hardware
Corsair Obsidian 900D (12)
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Vor rund zwei Wochen hatten wir bereits Corsairs extrabreites, auf einen guten Luftstrom optimiertes Gehäuse Carbide Air 540 im Test. Das neue 900D aus der Luxus-Serie Obsidian ist zwar nicht so breit, wie das Carbide Air 540, aber dafür deutlich höher. Tatsächlich ist das Obsidian 900D so groß, dass Micro-ATX-Gehäuse fast komplett darin verschwinden könnten. Wie es mit Komfortfunktionen, Lautstärke und Temperaturentwicklung im Praxiseinsatz mit einem übertakteten Core i7-4770K und zwei GTX Titan im SLI-Verbund aussieht, zeigt unser Test.
Corsair Obsidian 900D: Aufbau
Das Obsidian 900D hat sich den Namen "Big Tower" wirklich verdient. Zum Vergleich: Ein übliches Midi-Gehäuse wie das Shinobi von Bitfenix misst 20,5 x 46 x 49 cm (Breite x Höhe x Tiefe) und selbst der bereits wuchtige Vorgänger Obsidian 800D ist "nur" 22,9 x 60,9 x 60,9 cm groß. Beim neuen Obsidian 900D sind es hingegen 25,1 x 65,5 x 69,4 cm - damit ist Corsairs Gehäuse-Goliath rund ein Drittel größer als sein Vorgänger.
Der Aufbau des Gehäuses ist klassisch, allerdings fällt alles etwas größer aus: So sitzt das Netzteil auch hier unten im Heck, jedoch wird es so montiert, dass der Netzteillüfter nicht nach unten oder oben zeigt, sondern zur Seite. Das Netzteil steht quasi aufrecht. Das hat den Vorteil, dass gleich zwei Netzteile eingebaut werden können, damit sich selbst die gierigsten SLI- oder Crossfire-Systeme versorgen lassen. Festplatten und SSDs sitzen unten an der Front und werden mit Schubladen befestigt, dabei lassen sich im 900D gleich neun HDDs/SSDs einbauen. Wer mag, kann zudem vier 5,25-Zoll-Laufwerke (schraubenlos) befestigen. Rund um das Mainboard und hinter der Zwischenwand steht viel Platz zur Verfügung, sodass sich Kabel gut verstecken lassen.
Für Nutzer einer Wasserkühlung ist das Obsidian 900D prädestiniert: So lässt im Deckel ein Triple-Radiator unterbringen. Im unteren Bereich findet sogar ein Radiator mit vier Lüftern Platz.Eine kleine Enttäuschung ist jedoch, dass in der Front zwar drei Lüfter sitzen, diese aber nur einen Durchmesser von 12 cm haben. Immerhin sitzt im im Heck ein 140-mm-Modell im Heck und war mag, kann insgesamt 15 Lüfter im 900D anbringen.
Corsair Obsidian 900D: Zusammenbau
Das Mainboard samt großem Kühler lässt sich einfach anbringen. Zudem steht natürlich genug Platz zur Verfügung, um Kabel zu verstauen. Probleme zeigen sich erst im Detail: So ist es nicht möglich, die Schrauben bei den Slots für Steckkarten mit einem Schraubendreher zu entfernen, weil diese von einer nicht abnehmbaren Abdeckung blockiert werden. Stattdessen müssen die Schrauben per Hand befestigt werden.
Auch die Halterungen für HDDs und SSDs finden wir nicht optimal, da sie aus sehr weichem Plastik bestehen und sich einfach verbiegen. So war es schwierig, Laufwerke die in einem der drei Schächte, die über Hot-Swap-Anschlüsse verfügen, herauszuziehen, weil das Plastik so weich ist. Zudem löste sich im Test die Arretierung bei einer Halterung. Wir würden uns wünschen, dass die Laufwerksschubladen deutlicher im Festplattenkäfig einrasten. Die Staubfilter im unteren Bereich des Gehäuses sind zwar sinnvoll und lassen sich zur Reinigung einfach entfernen. Allerdings werden die Filter nur von schwachen Magneten gehalten und verrutschen daher bereits bei leichter Berührung. Ärgerlich für Einsteiger ist zudem, dass eine Anleitung fehlt - es wird lediglich eine Explosionszeichnung mitgeliefert. Allerdings richtet sich das Obsidian 900D ohnehin klar an Fortgeschrittene und Profis.
Corsair Obsidian 900D: Praxistest
Wie das zuvor getestete Gehäuse Carbide Air 540 haben wir das Obsidian 900D mit einem übertakteten Core i7-4770K samt dem Turmkühler Scythe Mugen 4 und zwei Geforce GTX Titan getestet. Beide Karten wurden von Crysis 3 ausgelastet. Dabei wurden die GPUs maximal 81 Grad Celsius warm, während die Lüfterdrehzahlen bei rund 60 Prozent lagen. Damit liegt das Obisidian 900D praktisch gleichauf mit dem auf einen guten Luftstrom optimierten Air 540. Die CPU-Temperatur war mit maximal 54 Grad sogar noch ein paar Grad kälter als beim anderen Corsair-Gehäuse. Dabei war das System mit 3,3 Sone statt 5,6 Sone deutlich leiser, obwohl das 900D nicht über eine integrierte Dämmung verfügt.
Corsair Obsidian 900D: Fazit
Wer eine Wasserkühlung mit mehreren Radiatoren und mehrere Grafikkarten nutzen will, bekommt mit dem Obsidian 900D ein praktisches Gehäuse, das Raum für nahezu alle Bastelideen bietet. Beim Einbau sind uns jedoch ein paar Problemchen aufgefallen, die man bei einem Mittelklasse-Gehäuse verschmerzen könnte, für einen Preis von rund 320 Euro hätten wir hier aber mehr erwartet. Im Praxistest leistet sich das 900D bei Temperatur und Lautheit hingegen keine Schwächen.
Eine Alternative ist das Cooler Master Cosmos II für rund 300 Euro ein Gehäuse, das sogar noch etwas größer ist als das Obsidian 900D.

ich hab kein Problem über 300 Euro für ein Gehäuse auszugeben. hab selbst ein Lian Li 343B für 329.
aber so viel für Blech und Plastik ist einfach nur dämlich.
Genauso gut könnte man argumentieren, dass keiner bei Verstand so viel für ein Leichtmetallgehäuse ausgibt, wo die Seitenwand bei hohen Lüfterumdrehungen schon verbiegt...
Ernsthaft, das Gehäuse hat Vorzüge, wie sie andere halt auch haben. Jedem das Seine. Leider gibts kein Gehäuse, das alle Wünsche abdecken kann. Kein Grund, andere gleich als Deppen darzustellen.
Wenn man sich dagegen bei jedem PC-Upgrade ein neues Case holt, ist zwar für Abwechslung gesorgt, man hat aber nie wirklich das Gefühl, mal was gutes zu haben (dünnes Stahlblech; viel Plastik; irgendwas klappert; irgendwas bricht ab; schlechter Airflow etc.) und gibt ständig kleines Geld für schlechte Gehäuse aus, anstatt einmal großes Geld für ein ordentliches Gehäuse auszugeben. Genau so ist es auch mit den Netzteilen.
Das Corsair 900D sieht auf dem ersten Blick gelungen aus, aber ihr habt die Schwächen eigentlich ganz gut aufgedeckt. Plastik (bei den HDD-Einschüben? Ich bitte euch Corsair...) und scharfe Kanten möchte ich bei einem 320€ Gehäuse nicht sehen, genauso wie die behindernde Kante bei den PCIe Slots. Und der wackelige, magnetische Staubfilter ist auch nur ein Witz. Lieber irgendwas zum Schieben / Schrauben, das wäre besser gewesen. Allgemein sollte bei einem High-End Gehäuse die Möglichkeit bestehen, optional alles Niet- und Nagelfest verschrauben zu dürfen (siehe Seitenteile).
Ich nehme das Corsair allerdings nicht übel, da es aus Wasserkühlungs-technischer einfach nur ein Top-Gehäuse ist, wo man ohne viel zu basteln alles intern installieren und verstauen kann und was auch noch richtig gut aussieht. 320€ ist für meinen Geschmack für das derzeit gebotene trotzdem etwas salzig; die Konkurrenz ist in dieser Liga ebenfalls sehr stark, z.T. sogar stärker. Da muss Corsair entweder etwas nachlegen (z.B. HDD Swaps aus Aluminium statt aus Plastik) oder den Preis neu überdenken.
Das Aussehen und die Funktionalität ist echt klasse, aber wenn ich lese dass recht viel Plastik zum Einsatz kommt und die Front nur mit Folie beklebt ist....
Da muss man wohl doch zu CaseLabs greifen
ich hatte das Gehäuse auch schon auf meiner Einkaufsliste, aber nachdem ich ein bisschen geforscht habe hab ich's wieder gestrichen.
Ich hoffe dass da noch etwas nachgebessert wird. Zum Beispiel die billige Optik in der Front ist echt nix für mich. Da bleib ich echt lieber weiter bei meinem ATCS-840 (schon wegen dem ALU und dem Silber). In dem habe ich auch 3 Radis drin und darunter sogar ein 400er