In Win auf der CES 2018: Ein futuristisches Kugelgehäuse, ein Full Tower mit ausfahrbarem Deckel und ein pfiffiges Mini-ITX-Case
Drei neue Gehäuse und zwei Sonderausgaben hatte In Win auf der CES 2018 im Gepäck. Großer Hingucker war natürlich das Kugel-Case Winbot, das seine Umwelt per Kamera im Blick behält. Darüber hinaus durften Besucher das 915 als Prototyp und Sondereditionen des 909 und 101 bewundern. Mit dem A1 möchte In Win im Mini-ITX-Bereich Fuß fassen.
Auf dieser Seite
In Win ist für spektakuläre PC-Gehäuse bekannt. Auf der CES 2018 übertraf sich der Temperglas-Pionier jedoch selbst: mit dem Winbot, einem rund 4.000 Euro teuren, gut 22 Kilo schweren transparenten Kugelgehäuse, von dem weltweit nur 200 Stück hergestellt werden. Für etwas sparsamere PC-Schrauber hatte der Hersteller vier weitere Cases am Start.
Winbot: Futuristisches Kugelgehäuse für 4.000 Euro
Das Winbot-Case war der große Blickfang am In-Win-Stand. Kein Wunder, denn das Gehäuse, das in jedem Science-Fiction-Film bestens aufgehoben wäre, sieht nicht nur spektakulär aus, sondern dreht sich selbstständig immer wieder nach links und rechts. Dank einer eingebauten Kamera lässt es sich sogar mit Handgesten steuern. Außerdem erkennt es, wer sich gerade im Zimmer befindet und kann die Person(en) per Gesichtserkennung identifizieren.
Die in einem schwarz oder weiß lackierten Alurahmen montierten Plexiglaskugelhälften - ungefährer Durchmesser: 70 Zentimeter - bieten massig Platz. Etwa für eine bis zu 34 Zentimeter lange Grafikkarte, einen bis zu 17 Zentimeter hohe CPU-Lüfter, ein bis zu 21 Zentimeter langes Netzteil sowie diverse Lüfter und Radiatoren zur Kühlung. Auf der CES führte In Win stolz die brandneuen Mars-Lüfterhalterungen vor, die sich per Teleskoparm in beliebige Winkel verdrehen lassen und so ihren Luftstrom genau an die richtige Stelle pusten - in diesem Fall auf zwei herkömmliche Festplatten. Die CPU wurde per Wasserkühlung auf Linie gebracht, die GPU nutzte ausschließlich die vorinstallierte Kühllösung ohne zusätzliche Lüfter.
Wer das Winbot-Case sein Eigen nennen möchte, sollte sich beeilen und mit dem Bankmitarbeiter seines Vertrauens Kontakt aufnehmen. Das rund 4.000 Euro teure Schmuckstück gibt es weltweit nur 200 Mal - im Webstore in den USA waren zur CES nur noch 30 Exemplare verfügbar.
A1: Klein, aber oho
Auf der Computex in Taiwan hatte das Mini-ITX-Case A1 noch einen Holzdeckel. Die finale Fassung, die wir auf der CES in schwarz und weiß zu sehen bekamen, setzt stattdessen auf mattiertes Glas. Das sieht im Zusammenspiel mit der Temperglasseitenwand schick aus - nur der Kunststofffuß wirkt da etwas weniger wertig als der Rest. Ausgeliefert wird das A1 mit einem 600-Watt-In-Win-Netzteil der Serie Force Series F1, zwei Polaris-Lüftern, die den Luftstrom von der Seite ein- und dann nach hinten hinausleiten, sowie zwei Polaris-Lüftern am Boden.
Zwei PCI-Express-Steckplätze bieten bis zu 30 Zentimeter langen Grafikkarten Platz, außerdem lassen sich zwei 2,5-Zoll-Laufwerke im Gehäuse verbauen. Sehr praktisch: Auf Wunsch und gegen einen kleinen Aufpreis gibt es das A1 auch mit einem Qi-Ladesystem, das dann auf der Case-Oberfläche abgelegte Smartphones & Co. mit neuer Energie versorgt.
915-Prototyp: Ein bulliger Bolide
Alle, denen ein Mini-ITX-Gehäuse nicht genug Platz bietet, will In Win mit dem 915 ansprechen: einem wuchtigen Full-Tower, der bis zu einem Dutzend 2,5-Zoll- beziehungsweise bis zu vier 3,5-Zoll- und acht 2,5-Zoll-Laufwerken Unterschlupf bietet. Bis zu neun Gehäuselüfter beziehungsweise gleich drei Wakü-Radiatoren sorgen dafür, dass das 915 sowie die darin verbauten Komponenten nicht ins Schwitzen geraten.
Sollte dennoch besonders viel gespielt oder gerendert werden, aktiviert ein Knopfdruck einen kleinen Elektromotor, der den Gehäusedeckel einen guten Zentimeter nach oben ausfährt und zahlreiche Kühlschlitze preisgibt, durch die die Abwärme entweichen kann. Spielerei oder sinnvolle Erfindung - die Grenzen sind hier sicher fließend. Auf der CES setzte In Win eine geschlossene Wasserkühlung von EK Waterblocks ein, für den Rest des PCs zeichneten sechs In-Win-Aurora-Lüfter verantwortlich. Die auf der letzten CES gezeigten Gebläse lassen sich in Reihe hintereinanderschalten, was zu einem besonders aufgeräumten Look beiträgt.
101 TUF & 909 EKWB: Sondermodell-Duo
Alte Bekannte im neuen Design: Das 101 fertigt In Win in Zusammenarbeit mit Asus in einer Sonderedition an: dem 101 TUF. Deshalb erscheint es selbstmurmelnd auch im Tarn- beziehungsweise Militär-Look der "TUF Gaming Alliance". Mit behutsam beleuchteter Front und fescher CPU-Wasserkühlung von EKWB sieht das 101 TUF dabei gar nicht mal schlecht aus - und bietet dabei Grafikkarten von bis zu 42,1 Zentimeter Länge, vier Laufwerken und sechs Lüftern Platz.
Quelle: PC Games Hardware
909 ekwb 03
Apropos EKWB: Beim 909 EKWB zeigt das rote Logo auf der Frontseite aus gebürstetem Aluminium, was die Stunde geschlagen hat. Hinter dem transparenten Symbol sprudelt nämlich die rote Kühlflüssigkeit in einer Ausgleichsbehälter-D5-Pumpen-Kombi, die standardmäßig vorinstalliert ist und an eine Custom-Wasserkühlung angeschlossen werden kann. Im gezeigten PC sorgt ein Radiator mit drei Lüftern auf der Gehäuserückseite für die nötige Kühlung. Davon abgesehen passen bis zu zehn Festplatten beziehungsweise SSDs sowie bis zu sechs Lüfter ins Case, das sich in dieser Hinsicht nicht von seiner normalen Variante unterscheidet. Mit dem nahtlos das Gehäuse umspannenden Aluminiumrahmen bleibt es eine edle Erscheinung.
Schade, das A1 sah mit dem Holzdeckel viel besser aus.
Euer Netzteil könnt ihr auch behalten.