Geforce GTX Titan (7) [Quelle: Siehe Bildergalerie]Update: Wir wollen Sie daran erinnern, dass der Test der Geforce GTX Titan morgen um 15 Uhr folgt. Sofern Sie also an Spiele-Benchmarks interessiert sind, sollten Sie sich morgen nichts vornehmen für die Uhrzeit.
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Seit Wochen überschlagen sich die Gerüchte zur Geforce GTX Titan, heute verschafft Nvidia offiziell Klarheit und erlaubt es, zumindest die wesentlichen Eckdaten wie Hardware-Specs, Preis, Release-Termin und Nvidia-eigene Benchmarks zu veröffentlichen. Vorweg die Erläuterung, warum diese Grafikkarte überhaupt Titan heißt: Der verbaute GK110-Chip befeuert auch das Tesla-Modell K20X, welches in 18.688-facher Ausführung in einem Supercomputer des Oak Ridge National Laboratory stecken, der Name dieses Cray-Systems lautet Titan und ist das schnellste der Welt. Diesen Anspruch erhebt Nvidia auch mit der Geforce GTX Titan, diese soll die flotteste Grafikkarte (mit einem Chip) sein.
Geforce Titan: Hardware-Daten und Features
Geforce GTX Titan (38) [Quelle: Siehe Bildergalerie]Zu diesem Zweck steckt im Titan besagter GK110-Chip mit Kepler-Architektur. Allerdings sind nur 14 der 15 theoretisch möglichen SMX-Blöcke aktiv, was in 2.668 Shader- und 224 Textur-Einheiten resultiert. Zusammen mit dem Chiptakt von 837 MHz, welcher per Turboboost 2.0 auf mindestens 876 MHz angehoben wird, ergibt das eine Rechenleistung von 4,5 TFLOPs (Single Precision) - rund 46 Prozent mehr als bei einer Geforce GTX 680. Für DP-Berechnungen mit voller Geschwindigkeit taktet sich die Geforce GTX Titan auf 732 MHz herunter und erreicht somit 1,3 TFLOPS (dies entspricht der Tesla K20X). Mit Turbo Boost 2.0 sollen die Taktraten im Schnitt erhöht werden und auch an der Spannung wurde gefeilt.
Geforce GTX Titan (28) [Quelle: Siehe Bildergalerie]Damit genügend Daten angeliefert werden, setzt Nvidia auf 48 ROPs sowie ein 384 Bit breites Speicher-Interface mit 3.004 MHz flottem GDDR5-Speicher (stolze sechs GiByte), was in einer Speicherübertragungsrate von 288 GByte pro Sekunden resultiert - exakt 50 Prozent mehr als bei einer Geforce GTX 680. Die TDP für dieses Geschoss benennt Nvidia mit 250 Watt, dennoch soll die Titan laut Hersteller angesichts ihrer Leistung leise arbeiten - die Spannung der Karte darf übrigens angehoben werden.
Der Kühler der Geforce GTX Titan setzt auf eine Vapor Chamber, dessen Lamellen aus einer hochqualitativen Aluminiumlegierung bestehen. Zusammen mit dem Radiallüfter soll das neue Konzept eine leisere Kühlung ermöglichen - unsere Tests beweisen das (siehe Galerie).
Eigene Benchmarks können wir vorerst keine liefern und können Ihnen nur das an die Hand geben, was Nvidia in seinen Marketingfolien freigegeben hat. Nvidia vergleicht Titan in teils weniger gebräuchlichen Settings. So wurden Triple-SLI-Benchmarks angefertigt, die in 5.760 x 1.080 Pixeln laufende Spiele wiedergeben. Angesichts der hohen Kartenpreise hat das nur wenig Praxisnutzen, zumal auch Fps-Werte fehlen. Immerhin gibt es für Crysis 3 einen Wert von knapp 50 Fps gegenüber rund 35 einer Geforce GTX 680 bei 1.920 x 1.080 Pixeln. Interessant sind die Folien zur Lautstärke, bei denen Titan gegenüber den Karten aus dem eigenen Hause aber vor allem auch gegenüber der Konkurrenz Vorteile haben soll. So soll ein Triple-SLI-Set von Titan 48 dB(A) Lärm erzeugen, während AMDs Crossfire bei 61 dB(A) liegen soll. Wir werden Sie sobald wie möglich mit Benchmarks und Werten aus der Redaktion versorgen.
Neu ist übrigens das "Display Overclocking", bei dem ein Nvidia-Tool auf Wunsch die Hz-Frequenz des Monitors erhöht. So soll ein 60-Hz-Schirm nun mit 80 Hz arbeiten und somit bei aktivem Vsync auch echte 80 Bilder die Sekunde liefern, was für ein flüssigeres Spielgefühl sorgt.
Geforce Titan: Lautheit und Leistungsaufnahme
Nach unseren Messungen hat Nvidia bei der Geforce GTX Titan vor allem im 2D- und Media-Betrieb mit einer Blu-ray eine sehr gute Arbeit gemacht. Im Single-GPU-Betrieb erreicht die Karte im Windows-7-Desktop, im Zweischirmbetrieb und bei der Blu-ray-Wiedergabe (Dark Knight) nur 0,3 Sone. Damit ist sie die mit Abstand leiseste Grafikkarte im Testfeld. Alle übrigen Karten bewegen sich in diesem Szenario tendenziell Richtung 0,9 Sone. Nur bei Bad Company 2 in DX11 ist die Geforce GTX Titan mit 3,2 Sone hörbar. Sie liegt damit aber immer noch besser als eine GTX 680 oder GTX 580. Die Radeons haben unter 3D-Last in unserem Szenario das Nachsehen und sind deutlich lauter.
Ein leicht anderes Bild zeigt sich bei der Leistungsaufnahme. Die Geforce Titan zeigt sich im Single-GPU-Betrieb im Windows-7-Desktop, im Zweischirmbetrieb und bei der Blu-ray-Wiedergabe (Dark Knight) weiterhin extrem sparsam und unterbietet sogar die Geforce GTX 670. Die AMD-Riege glänzt nur im Leerlauf. Das Bild verschiebt sich etwas im 3D-Szenario. Hier kommt die Titan auf 214 Watt, was deutlich über GTX 670, GTX 680 oder auch der HD 7970 liegt. Nur die GTX 580 und die HD 7970 GHz Edition (Referenzdesign) zeigen sich stromhungriger. Nimmt man Multi-GPU-Karten als Vergleich, so schneidet die Titan in allen Kategorien wesentlich besser ab als GTX 690, GTX 590, HD 7990 oder HD 6990.
Geforce Titan: Release und Preis
Ab Ende Februar soll es soweit sein - bis dahin können Sie Ihr Sparschwein mästen, denn Nvidia lässt sich die Leistung der Geforce GTX Titan mit rund 950 Euro vergolden (800 + VAT). In Westeuropa werden Asus, Evga, Gainward, Gigabyte und Zotac die neue Grafikkarte ausliefern, allerdings nur im edlen Referenz-Design. Dieses nutzt unter anderem eine Vapor Chamber und ähnelt stark dem der Geforce GTX 690.
| GTX Titan | GTX 680 | GTX 580 | HD 7970 GE | HD 6970 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Circa-Preis Markteinführung (Euro) | 950,- | 499,- | 479,- | 499,- | 329,- |
| Codename/Direct-X-Version | GK110/11.0 | GK104/11.0 | GF110/11.0 | Tahiti XT/11.1 | Cayman XT/11.0 |
| Fertigungstechnik/Chipgröße | 28 nm/551 mm² | 28 nm/294 mm² | 40 nm/520 mm² | 28 nm/365 mm² | 40 nm/389 mm² |
| Transistoren Grafikchip (Mio.) | 7.100 | 3.540 | 3.000 | 4.313 | 2.640 |
| SP-Rechenleistung (Mrd. FLOPS) | 4.500 | 3.090 | 1.581 | 4.096 | 2.703 |
| DP-Rechenleistung (Mrd. FLOPS) | 1.300 | 129 | 198 | 1.024 | 676 |
| Dreiecksdurchsatz (Mio./s) | 5.859 | 4.024 | 3.088 | 2.000 | 1.760 |
| Pixeldurchsatz (Mrd. Pixel/s) | 33,5 | 32,2 | 24,7 | 32 | 28,2 |
| Texturleistung (Mrd. Texel/s) | 187,5 | 128,8 | 49,4 | 128 | 84,5 |
| Speicherübertragungsrate (GByte/s) | 288,4 | 192 | 192,4 | 288 | 176 |
| Takt Grafikchip/ALUs (Megahertz) | 837 | 1.006 | 772/1.544 | 1.000 | 880 |
| Takt Grafikchip Boost (Megahertz) | 876 | 1.058 | – | 1.050 | – |
| Takt Grafikspeicher (Megahertz) | 3.004 | 3.004 | 2.004 | 3.000 | 2.750 |
| Shader-/SIMD-/Textureinheiten | 2.688/14/224 | 1.536/8/128 | 512/16/64 | 2.048/32/128 | 1.536/24/96 |
| Raster-Endstufen (ROPs) | 48 | 32 | 48 | 32 | 32 |
| Speicheranbindung (parallele Bits) | 384 | 256 | 384 | 384 | 256 |
| Übliche Speichermenge (MiByte) | 6.144 | 2.048 | 1.536 | 3.072 | 2.048 |
| PCI-Express-Stromanschlüsse | 1x 6- & 1x8-polig | 2x 6-polig | 1x 6- & 1x8-polig | 1x 6- & 1x8-polig | 1x 6- & 1x8-polig |
| Nennleistung Last (TDP) | 250 Watt | 195 Watt | 244 Watt | 250 Watt | 190 Watt |
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Wer weiß. Es gibt bestimmt ein paar *ähm*, gut betuchte Freaks die sich direkt mal zwei, drei oder vier in die Kiste bauen