Nvidia Turing: Erster Hinweis auf TU106-GPU - für RTX/GTX 2060?
Die Auslese-Tools Hwinfo64 und Hwinfo32 unterstützen mit dem Update auf Version v5.88 Nvidias Turing-GPUs TU102 sowie TU104 und damit mindestens die beiden Geforce-Grafikkarten RTX 2080 Ti und RTX 2080. Für Aufsehen sorgt die Anmerkung, dass die nächste Version Nvidias TU106-GPU unterstützen soll. Die könnte bei der RTX 2070 oder auch erst bei der RTX beziehungsweise GTX 2060 zum Einsatz kommen.
Bisher hat Nvidia offiziell die Existenz von zwei Grafikchips aus der Turing-Generation bestätigt. Die Geforce RTX 2080 Ti nutzt direkt zum Start die 754 mm² große TU102-GPU, die Geforce RTX 2080 den "Performance"-Ableger TU104, der es immer noch auf stolze 550 mm² (Schätzung) bringt. Wie es weiter darunter aussieht, kommt darauf an, wie Nvidia sein Produktportfolio fortführen möchte. Normalerweise gibt es bei neuen Generationen noch 106er-, 107er- und teilweise 108er-GPUs, der Chiphersteller könnte aber auch die Pascal-Grafikkarten bis zur gehobenen Mittelklasse weiterverkaufen.
Die dritte Turing-GPU: TU106
Das Auslese-Tool Hwinfo liefert nun den ersten Hinweis, dass es mindestens noch einen TU106-Grafikchip geben könnte. Im Changelog zur Version v5.88, welche die beiden größeren Ableger TU102 und TU104 unterstützt, steht, dass das nächste Update mit einem Support für den TU106-Chip erscheinen soll. An dieser Stelle wirft das 3DCenter noch einmal die Frage auf, ob die Geforce RTX 2070 die TU106-GPU nutzt oder Nvidia damit in Zukunft ein 2060er-Modell auflegen wird.
Wir schrieben bereits, dass wir ersteren Fall für unwahrscheinlich halten: Für 25 Prozent weniger Shader, einer etwas schwächeren Raytracing-Leistung (6 vs 8 Gigarays/s) und gegebenenfalls weniger Tensor-Kernen, also Pi mal Daumen einer um ein Viertel reduzierten Chipfläche, dürfte sich der Kostenvorteil durch eine eigene GPU in Grenzen halten. Zumal das Speicherinterface mit 256 Bit identisch groß zur RTX 2080 ausfällt. Mit einer Chipfläche von gut 550 mm² sollten hingegen genügend teildefekte TU104-GPUs übrig bleiben, um damit die RTX 2070 zu rechtfertigen.
Mehr zu Turing: Nvidia kündigt Geforce RTX 2080 Ti, RTX 2080 & RTX 2070 an - Preise, Spezifikationen & Verfügbarkeit
Im Falle der TU106-GPU könnte sich Nvidia dafür entscheiden, die Raytracing-Einheiten und Tensor-Kerne komplett wegzulassen und damit eine Geforce GTX 2060, nicht RTX 2060 aufzulegen. Die bisher gezeigten Raytracing-Demos haben die 10 Gigarays/s der RTX 2080 Ti vorausgesetzt. Die 6 Gigarays/s der RTX 2070 könnten das Minimum für eine zufriedenstellende Performance darstellen, sodass Nvidia die Features bei einer GTX 2060 schlichtweg einsparen und dafür den TU106 kleiner gestalten könnte.


Der Sprung dass GTX x80/70 nicht mehr der High End Chip ist sondern nur die Mittelklasse hat ja bei GTX580 (GF102) zu GTX680 (GK104) schon super geklappt. Mittelklassechip zum Highendpreis.
Nachdem man das jetzt einige Generationen durchgezogen hat und erstens die Leute daran gewöhnt wurden und zweitens die Konkurrenz es mal wieder verkackt hat wäre doch die Zeit reif, jetzt den Einsteigerchip mit der 6 hinten in den Oberklassepreisbereich zu hieven und die 2070er mit nem 106er Chip auszustatten? Dann könnte man endlich nen Chip einer damals 80€-Karte für 500 verkaufen genau wie man seit Jahren die 104er Chips die mal 200€-Bereich waren für 500-800 verkauft.
Wie sonst könnte man den Aktienpreis von NVidia und dessen Entwicklung rechtfertigen? Für sowas musste Margen haben ohne Gnade. Den Firmenwert in ein paar Monaten verdoppeln machste nur wenn du mehrere 100% Gewinn auf den Produkten hast.
Also der verdammt hohe Preisanstieg liegt nicht wirklich in den Unkosten begründet.
Man macht es also nur, weil man es kann.
Die Leute ignorieren immer das aktuelle Gegenbeispiel mit AMDs Ryzen.
Davor wurden die Minischrittchen von Intel, die immer weiter steigenden Preise, und auch dass Intel über so viele Jahre hinweg 4 Kerner im Mainstream gehalten hat, wieder und wieder verteidigt.
Technischer Fortschritt heißt das der Fertigungsvorteil auch mit den Endkunden geteilt wird, und nicht automatisch mehr Leistung auch mehr Geld kostet, oder Nvidia die Preisgrenze nach Oben immer weiter austestet.
AMD verhungert nicht trotz deutlich gesunkener CPU-Preise, auch Intel nicht.
Im Gegenteil, der Markt wurde wieder belebt durch AMD, Intel macht so viel Gewinn wie schon lange nicht mehr, und auch AMD.
Das nennt sich eine Win-Win-Situation, wenn Konzerne und Kunden profitieren, was bei Nvidias Preispolitik absolut nicht der Fall ist.
Warum sollte man nicht für das schnellste Produkt, High-End Preise nehmen?
Technisch gesehen hast du natürlich Recht, das Problem ist dass der Markt bzw. die Nachfrage sich nicht nach sowas richtet (da die allermeisten Käufer davon keine Ahnung haben).
Das ist in allen Marktsegmenten so. Es gibt auch keinen nachvollziehbaren Grund warum ein neuer Golf oder Passat hier 40K kosten muss. Woanders kostet genau das gleiche Produkt die Hälfte (in den USA beispielsweise). Der Preis richtet sich rein nach dem, was die leute bereit sind zu zahlen - und der deutsche Michel ist eben bereit fürn Golf 40000 hinzulegen, der Ami nicht.
Bestes Beispiel ist der CPU Markt, in dem Jahre lang Intel sehr dominant war! Doch dadurch das Ryzen nun mehr als überzeugend war, konnten sie sich gut durchsetzen und haben einiges in dem Segment bewegt.
Im GPU Markt allerdings ist das bisher nicht drin, weil AMD Karten einfach "nur" passable aber keine überragende Leistung abliefern.
Und dem Normal-Verbraucher der nicht in Foren diskutiert und einfach nur eine Grafikkarte haben möchte (also niedrig geschätzt mindestens 90% der Käufer da draußen) sind irgendwelche Debatten und Fanboy-Kriege völlig egal.
Die kaufen einfach die Marke welche sich bewehrt hat und bei der sie Wissen das sie rundum verlässliche Leistung bietet. Und das ist eben im GPU-Markt derzeit einfach Nvidia.
Man muss, wenn man erfolgreich sein will mit einem Groß-Volumen Produkt, den Normal-Käufer überzeugen, und nicht den Hardcore-Anhänger.