Geforce RTX 2060 im Teardown: Nvidias Founders Edition bekommt mehr Kleber und Schrauben
Gamersnexus.net hat Nvidias Founders Edition der Geforce RTX 2060 auseinander genommen, um zu sehen, wie die Grafikkarte unter der Aluminiumhaube aussieht. Im Teardown stellt sich heraus, dass Nvidia noch mehr Schrauben und Kleber verwendet als bei der RTX 2080 (Ti). Dadurch gestaltet sich jetzt zum Beispiel auch der Wechsel der Wärmeleitpaste schwierig.
Bei den Founders Editions der Geforce RTX 2080 Ti und Geforce RTX 2080 musste sich Nvidia bereits Kritik gefallen lassen. Die Kühllösungen an sich sind gelungen, solange der Nutzer nicht an das Innenleben möchte, zum Beispiel, um den Kühler zu reinigen. Die schwarze Aluminiumplatte mit dem Grafikkartennamen ist verklebt, muss für den Auseinanderbau jedoch entfernt werden. Beide Turing-Modelle teilen sich übrigens die Kühllösung. Einen Teardown zur Geforce RTX 2070 gab es bislang nicht, weil Nvidia das Modell nicht als Testmuster zur Verfügung gestellt hat und stattdessen auf die günstigeren Custom-Designs der Boardpartner setzte.
Erster Teardown der Geforce RTX 2060 FE
Die Webseite gamersnexus.net hat das Prozedere nun bei der Founders Edition der Geforce RTX 2060 nachgeholt (Video unten eingebunden). Vorab: Der Teardown beweist, dass die FE-Version der kleinsten Turing-Grafikkarte abseits des GDDR6-Speichers und des GPU-Ausbaus identisch zur Geforce RTX 2070 ist. Zum Einsatz kommt das gleiche PCB, das bei der Geforce RTX 2060 FE wegen des von 256 auf 192 Bit beschnittenen Speicher-Interfaces zwei freie RAM-Plätze aufweist und eine TU106-GPU mit 30 statt 36 Shader-Multiprozessoren nutzt - hier ein TU106-200A-KA statt eines TU106-400A. Auch die Boardpartner nutzen vorerst ein Nvidia-Referenz-PCB von der Geforce RTX 2070 (abweichend von jenem der FEs), bei dem zusätzlich nicht mehr alle VRM-Phasen verlötet werden, wie ein Nacktbild von Inno3D beweist.
Quelle: Inno3D
Referenz-PCB der Geforce RTX 2060, wie es unter anderem Inno3D nutzt
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Bei der Geforce RTX 2060 FE (und somit auch der 2070er) kommt indes ein Kühler zum Einsatz, der anstelle einer großflächigen Vapor-Chamber mehrere Heatpipes zur Wärmeverteilung nutzt. Um den ungefähren Aufbau beizubehalten, sind die Heatpipes nicht in den Kühlblock eingelassen, sondern flach am Boden angeordnet. Die Aluminiumlamellen sitzen darüber. Die Backplate kommt nunmehr ohne Wärmeleitpads am GDDR6-Speicher und den Spannungswandlern aus, kühlt also weniger.
Wartung noch schwerer gemacht
Für Erstaunen sorgt der Einsatz von zusätzlichen Schrauben und mehr Kleber. Problematisch ist das im Falle des Lüfterkabels, das vor dem Stecker auf der Basisplatte aufliegt und dort verklebt ist. Darüber sitzt zusätzlich eine verschraubte Kunststoffabdeckung. Die Kühlereinheit lässt sich deshalb nur schwierig vom PCB entfernen. Bei der Geforce RTX 2060 FE ist folglich nicht nur das Entstauben des Kühlers, sondern auch der Wechsel der Wärmeleitpaste schwierig - das wird gerne nach Jahren der Nutzung gemacht, um den Wärmeübergang zu verbessern.

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