Samsung Galaxy Note 8.0: Hands-on-Test mit Video des iPad-Mini- und Nexus-7-Rivalen
Auf dem Mobile World Congress in Barcelona konnten wir das 8-Zoll-Tablet Galaxy Note 8.0 ausprobieren. Dank UMTS-Unterstützung, Telefonfunktion und S-Pen hebt sich das Note 8.0 von den beiden ähnlich großen Tablets iPad Mini und Nexus 7 ab und macht beim Ausprobieren eine gute Figur.
Mit seinem 8-Zoll-Display bietet das Note 8.0 etwas mehr Bildschirmfläche als das iPad Mini (7,9 Zoll). Dennoch konnten wir das 13,6 cm breite und 21,1 cm lange Tablet gut mit einer Hand halten - für die Ein-Hand-Bedienung ist es aber natürlich zu groß. Zudem ist die Auflösung mit 1.280 x 800 Pixeln (189 ppi) höher als beim Apple-Rivalen, der mit 1.024 x 768 iPad-typisch eine 4:3-Auflösung anstelle des 16:10-Formats bietet. Das Google-Tablet Nexus 7 bietet ebenfalls die Auflösung 1.280 x 800, allerdings auf sieben Zoll, weshalb die Pixeldichte etwas höher ist. Mit 338 Gramm ist das Note 8.0 in der 3G-Version zudem schwerer als das iPad Mini, aber etwa leichter als das Nexus 7 mit 3G (347 Gramm). Die 3G-Variante des Note 8.0 bietet sogar eine Telefonfunktion - ein Vorteil gegenüber iPad Mini und Nexus 7. Natürlich möchten wir uns kein 8-Zoll-Tablet ans Ohr halten; sinnvoller sind natürlich die Freisprechen-Funktion oder der Einsatz eines Bluetooth-Headsets.
Eine weitere Besonderheit ist der S Pen. Dieser kompakte Stift lässt sich einfach in die Aussparung unten rechts im Note 8.0 unterbringen. Sobald man den S Pen herauszieht wird eine App für Notizen geöffnet. Zudem bietet der Stift weitere Besonderheiten. So kann man einfach einen Bildbereich markieren und als Screenshot verschicken. Wenn man die Taste am S Pen drückt, braucht man mit der Spitze des Stifts lediglich über dem Display "schweben" um beispielsweise in Ordnern in der Galerie-App eine Vorschau der im Ordner enthaltenen Bilder zu sehen. Das funktionierte beim Ausprobieren wie vom Galaxy Note 2 gewohnt gut.
Bei der Performance ist das Note 2.0 dem Nexus 7 theoretisch überlegen. Denn hier kommen ein Quadcore-SoC mit 1,6 GHz und 2 GiByte RAM zum Einsatz; beim Nexus 7 ist es "nur" ein Tegra-3-Quadcore-Chip mit 1,2 GHz und 1 GiByte Arbeitsspeicher. Um welchen Chip es sich genau handelt, konnte Samsung uns noch nicht sagen. Da laut Datenbank die ARM-A9-Architektur zum Einsatz kommt, kann es sich allerdings nicht um den Exynos der fünften Generation oder den Octacore-Chip handeln. Wir tippen auf einen Exynos 4412 - wie bei Note 2.0 und Galaxy S3. Beim Ausprobieren gab es an der Performance erwartungsgemäß nichts auszusetzen. Bei dem Testmuster vor Ort war allerdings noch Android 4.1.2 installiert. Hier ist das Nexus 7 im Vorteil, da es als "Google-Tablet" Android-Updates sehr früh erhält.
Beim positiven Ersteindruck gab es auch einen Dämpfer: Wie von Samsung-Produkten gewohnt, ist das Gehäuse aus Kunststoff. Da das Note 8.0 deutlich größer ist als das S3 oder das Note 2, fällt die relativ günstige Haptik hier allerdings deutlicher auf. Wer mag, kann natürlich eine Hülle verwenden.
Zu Preis und Verfügbarkeit konnte sich Samsung noch nicht äußern.