SSHD auf dem IDF: 500-GB-Hybridfestplatte schlägt beinahe SSD
Könnten die Zeiten der reinen SSDs bereits gezählt sein? Auf dem Intel Developer Forum (IDF) zeigte Hersteller Intel eine 500 Gigabyte große SSHD von Seagate, die nahezu an die Geschwindigkeit einer SSD herankam. Grund dafür ist der Einsatz von 16 Gigabyte Flash-Speicher und der Technologien "SATA-IO Hybrid Information" sowie Intels "Smart Response".
Käufer eines neuen Notebooks stehen derzeit vor einer schweren Entscheidung: Investieren sie ein paar Euro mehr und leisten sich ein Modell mit schneller und stromsparender SSD oder sparen sie sich das Geld und setzen weiterhin auf eine klassische Festplatte zum günstigen Preis mit geringerer Geschwindigkeit aber deutlich größerem Volumen? Da in den flachen Gehäusen der portablen Rechner meist nur Platz für ein Laufwerk ist, fällt die Entscheidung nicht immer leicht. Allerdings sind sich die Hardware-Hersteller dieses Dilemmas bewusst und geben dies auch an die Industrie weiter.
Die scheint in den letzten Jahren bereits auf die Beschwerden reagiert zu haben und investiert viel Forschungsarbeit und -gelder in die Entwicklung sogenannter Hybridfestplatten. Diese SSHDs sehen von außen aus wie herkömmliche Festplatten, haben aber im Inneren zu den Daten-Plattern noch zusätzlich Flash-Speicher integriert, in dem wichtige und häufig genutzte Daten nach Berechnung durch einen Algorithmus abgelegt werden. Dadurch wird im Praxisbetrieb eine Geschwindigkeit erreicht, die nahezu an die der reinen SSD-Laufwerke heranreicht.
Auf dem IDF zeigte Intel nun eine SSHD von Seagate, die dank Unterstützung von SATA-IO Hybrid Information und Smart Response sowie integrierten 16 Gigabyte Flash-Speicher gut mit der nebenan laufenden SSD mithalten konnte. Die Analyse der Nutzerdaten geschieht dabei auf Betriebssystemebene und nicht allein durch die verwendete Firmware des Laufwerks, wodurch gegenüber bisherigen Hybridfestplatten eine bis zu 30 Prozent höhere Geschwindigkeit ermöglicht wird. In den gezeigten Benchmarks musste sich die SSHD (64 Sekunden) der SSD (62 Sekunden ) nur um wenige Sekunden geschlagen geben.
Um zu diesen geringen Werten zu gelangen, musste die SSHD allerdings auch mehrere "Lerndurchläufe" absolvieren, um sich von anfangs knapp drei Minuten auf die 64 Sekunden vorzuarbeiten. Bei dem nicht genauer spezifizierten Vorführungsmodell von Seagate handelte es sich übrigens um eine Festplatte mit 5.400 U/min. Im Handel soll der Preis eines Systems mit der 500-GB-SSHD etwa 100 US-Dollar unter dem eines 250-GB-SSD-Systems liegen. Vermutlich werden erste Laufwerke zum Jahreswechsel erscheinen.
Quelle: Golem

Ich tippe eher auf die Schreib-Verbesserungen bei den Controllern. Man weiß heute genausowenig, wie früher, wie lange eine SSD hält und die Leute stehen den Herstellerangaben weiterhin kritisch gegenüber. Die Reduzierung der Zellen-Lebensdauer um ~den Faktor 10 hat das nicht gerade begünstigt. Aber die ersten MLC-SSDs hatten zusätzlich Schreibleistungen, die gegenüber jeder HDD lächerlich waren. Das hat viele davon abgehalten, einen Sinn im Umstieg zu sehen - und wurde mit neuen Controllern stark eingedämmt.
Wer eine OCZ Agility o.Ä. als Cache Platte nimmt ist auch irgendwie selber schuld wenn die nach einem Jahr den Geist aufgibt.
Ein Live-Scanner muss den Code überwachen und er muss mit allen Inhalten machen. Cachen ist viel, viel einfacher. Du kannst z.B. alle Dateien über einen bestimmten Größe komplett aussortieren, weil die Festplatte da eh keine Zugriffsnachteile hat. Du kannst (als Betriebssystem) auch z.B. alle Kopiervorgänge ausklammern, weil es unwahrscheinlich ist, dass sich diese wiederholen. Den Rest sortierst du dann z.B. nach Dateiendeungen (.exe und .dll sind gute Kandidaten, .doc muss vermutlich nicht gecached werden)
Für eine einfache, HDD-interne Implementierung würde ich z.B. einfach nur die NCQ-Queue überwachen. Alles, was da auf seine Auslesung wartet, ist offensichtlich für die HDD nicht schnell genug zu finden und wenn es nicht sinnlos groß ist, kommt gleich eine Kopie in den Cache.
In einem normalen Rechner würde es sich kosten/nutzen technisch gar nicht lohnen.
Fast alle Ultrabooks gibt es zumindest auch mit (2,5") HDD. Intel selbst favorisiert ja für günstigere Ausführungen die Kombination dieser mit mSATA-SSDs und Caching via Chipsatz.
Wenn Du wüsstest wie ALT ich schon bin
In einem normalen Rechner würde es sich kosten/nutzen technisch gar nicht lohnen.
Also es kommt defintiv billiger eine Hybridplatte zu kaufen als eine Festplatte UND eine SSD, vom Platzbedarf und eventuellen Controller/Treiberproblemen mal abgesehen
Bei Laptops praktisch aufgrund des fehlenden platzes. Jedoch für Ultrabooks zu groß.
In einem normalen Rechner würde es sich kosten/nutzen technisch gar nicht lohnen.
Wer eine OCZ Agility o.Ä. als Cache Platte nimmt ist auch irgendwie selber schuld wenn die nach einem Jahr den Geist aufgibt.
Der Vorteil von SLC liegt übrigens nicht nur in der Haltbarkeit sondern auch in den Schreibraten pro Chip. Die sind quasi genau so groß wie die Leseraten. Bei MLC ist es ein Bruchteil(auch wenn ein guter Controller das mittlerweile fast vollständig raus holen kann).