Roccat Skeltr und Nyth: Hands-on-Test auf der Gamescom
PC Games Hardware hat auf der Gamescom Roccat einen Besuch abgestattet, wo man uns neben einigen bereits erhältlichen beziehungsweise vorgestellten Eingabegeräten auch Prototypen der Skeltr und Nyth zeigte. Wie sich die Neuausrichtung der Designphilosophie macht, erfahren Sie hier.
Auf dieser Seite
- 1 Roccat Nyth: MMO-Maus mit modularen Seitenteilen
- 2 Roccat Nyth: Guter Ansatz mit kleineren Kinderkrankheiten
- 3 Roccat Nyth: Vorläufiges Fazit
- 4 Roccat Skeltr: Tastatur mit vollständiger Smartphone-Integration
- 5 Roccat Skeltr: Stimmige Verarbeitung trotz Prototyp-Status
- 6 Roccat Skeltr: Vorläufiges Fazit
Quelle: PC Games Hardware
Roccat Skeltr und Nyth: Hands-on-Test auf der Gamescom (1)
Schon im Vorfeld der Gamescom hat Roccat angekündigt, zwei neue Eingabegeräte auf den Markt zu bringen, wie man sie bisher noch nicht gesehen habe. Dabei handelt es sich um die Tastatur Skeltr sowie die Nyth. Während Letztere noch relativ einfach ist auszuprechen, fällt es bei Ersterer deutlich schwieriger. Sebastian Vree, PR-Manager bei Roccat, verriet uns, dass Skeltr "Skeltor" ausgesprochen wird, intern benutze man auch oft den Namen "Skeletor".
Roccat Nyth: MMO-Maus mit modularen Seitenteilen
Quelle: PC Games Hardware
Roccat Skeltr und Nyth: Hands-on-Test auf der Gamescom (2)
Schon mehrere Mitbewerber haben Spielermäuse auf den Markt gebracht, welche sich durch zahlreiche programmierbare Zusatztasten besonders für Rollenspiele, gemeinhin MMOs genannt, eignen sollen. Diesen Markt will nun auch Roccat mit der Nyth bedienen, welche uns als früher Protoyp in den Hinterzimmern der Gamescom zur Verfügung stand. Insgesamt bis zu 12 Tasten lassen sich auf der linken Seite anbringen - eine Linkshänder-Version existiert zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Benötigt man weniger Tasten, lässt sich auch eine schmale Blende einsetzen. Ebenso sind Tasten in verschiedenen Größen vorhanden, sodass beispielsweise eine komplette Reihe (eigentlich vier Tasten) durch eine einzelne Taste besetzt werden kann. Darüber hinaus lässt sich auch das rechte Seitenteil abnehmen, sodass sich die Ergonomie an die persönlichen Vorlieben anpassen lässt. Auf der Gamescom standen uns zwei Modelle zur Verfügung, weitere sind bis zum Marktstart aber noch denkbar. Freunde von Logitechs G9 dürfen sich übrigens freuen: Das breitere Seitenteil fühlt sich in der Hand sehr ähnlich an.
Roccat Nyth: Guter Ansatz mit kleineren Kinderkrankheiten
Rocca betonte uns gegenüber deutlich, dass es sich noch um einen frühen Prototyp handelt, sodass das Konzept noch einige Kinderkrankheiten mit sich bringt. Da wäre zum Beispiel das Halterungssystem für die zhlreichen Zusatztasten zu nennen: Über einen Schalter werden diese freigegeben und lassen sich dementsprechend entfernen - allerdings alle auf einmal. Will man also nur eine Handvoll auswechseln, müssen trotzdem alle nochmals eingesetzt werden. Darüber hinaus kann die Haptik vor allem in Form der Spaltmasse noch deutlich verbessert werden - für inen Prototyp völlig normal.
Roccat Nyth: Vorläufiges Fazit
MMO-Spieler, welche ihre Skills und Kombos gerne auf die Maus verlegen, dürften mit der Nyth letztendlich ihre Freude haben. Insgesamt wirkt das Gerät nicht überladen, wobei solche Individualisierungsmöglichkeiten bei anderen Modellen vergebens gesucht werden. Sofern zum Marktstart genügend alternative Zusatztasten und Seitenteile für einen akzeptablen Preis angeboten werden sollten, sehen wir keinen Grund, warum die Nyth kein Erfolg werden sollte. Natürlich muss auch die zugrunde liegende Technik (Stichwort Sensor) beim finalen Design stimmen. Beim Prototyp soll es sich bloß um ein (nicht weiter benanntes) Übergangsmodell handeln.
Roccat Skeltr: Tastatur mit vollständiger Smartphone-Integration
Quelle: PC Games Hardware
Roccat Skeltr und Nyth: Hands-on-Test auf der Gamescom (7)
Roccats deklariertes Hauptziel bei der Skeltr war es, Smartphones komplett in das Design zu integrieren. Dazu ist am oberen Rand eine Universalhalterung vorhanden, welche in so ziemlich jede denkbare Position gebracht werden kann. Selbst das eher klobrige Lumia 920 des Autors dieser Zeilen machte keine Probleme.
Wie auch bei Logitechs G15 bezeihungsweise G19 wird der Hauptmonitor so durch einen "Second Screen" erweitert, der hier allerdings deutlich mehr Funktionen parat hat. Eine hauseigene App erkennt die aktuell gestartete Anwendung und stellt auf dem Smartphone entsprechende Funktionen zur Verfügung. In unserem Fall stand unter anderem Microsoft Word zur Verfügung, wobei man über das Smartphone das Schriftbild ändern oder auch das Dokument speichern konnte.
Darüber hinaus ist am oberen linken Rad eine Zusatzfunktion vorhanden, um Anrufe zu starten beziehungsweise entgegen zu nehmen. Dabei soll die Steuerung komplett über Tastatur und Headset vonstattengehen - auf der Gamescom stand uns diese Funktion aber leider noch nicht zur Verfügung.
Roccat Skeltr: Stimmige Verarbeitung trotz Prototyp-Status
Auch bei der Skeltr handelte es sich noch um einen Protyp, welcher uns zur Vergüung gestellt wurde. Das Konzpt wirkte hier allerdings schon deutlich weiter, einer baldigen Markteinführung scheint also nicht mehr viel im Weg zu stehen. Der Kostenpunkt soll vergleichsweise niedrig gehalten werden, wobei das trotzdem seinen Preis hat. Da hier Rubberdome-Schalter zum Einsatz kommen, dürfte die Skeltr für Freunde von mechanischen Tastaturen nicht in Frage kommen.
Roccat Skeltr: Vorläufiges Fazit
Wer auch schon mit Logitechs G15/G19 zufrieden war, dürfte mit Roccats Skeltr erst recht glücklich werden. Sofern man ein Smartphone sein Eigen nennt, weiß das Konzept auf den ersten Blick durchaus zu gefallen. Vielen dürfte das Konzept aber zu viel des Guten sein - Roccat bedient hier unserer Meinung nach einen sehr speziellen Nischen-Markt.
Mal ehrlich, bei dem Thumbnail sehe ich immer nur solche Belüftungsschlitze, welche man in Autos findet....
Hier mache ich das nicht mehr mit - mal davon abgesehen, dass ich das, was in solchen Werbevideos beworbenen wird schon aus Prinzip nicht kaufe -.-
Nein Spaß bei Seite, Ferrari baut für mich ja auch keinen Supersportwagen für den schmalen Geldbeutel, weil ich nicht mehr Geld zur Verfügung habe.
Ok ist ein dummer Vergleich, aber der Markt an Linkshändern ist nunmal nicht attraktiv, da es so wenige sind und für die, die es sind, gibts bereits genug Mäuse (auch wenn es keine MMO Mäuse sind). FK1, AM, Sensei, G300, etc.
Oder ihr hättet direkt anfangen müssen, die Maus mit Rechts zu führen. Ich kenne viele Linkshänder, die das erfolgreich so gemacht haben.
Zu der Roccat Peripherie: Beides wird eine Stange Geld kosten. Roccat-typisch eben. Bei der Maus gibt es genug Alternativen (z.B. [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] oder Bloody ML16), auch wenn man die Daumentasten nicht anpassen kann, dafür wird man sich mehr als die Hälfte einsparen.
Bei der Tastatur wird man fürs gleiche Geld eine Mecha + Smartphonehalterung bekommen. Mit Roccat Power-Grid hat man so ziemlich das selbe Ergebnis wie mit der Skeltr, nur mit einer weitaus besseren Tastatur.