Sims 4 im Technik-Test mit Benchmarks

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The Sims 4 (18)
Quelle: PC Games

Mit The Sims 4 erschien jüngst der Nachfolger zu einer der beliebtesten und erfolgreichsten Spieleserien überhaupt. Und um eine möglichst große Spielerschaft und auch Besitzer schwächerer PCs anszusprechen, ist die Direct-X-9 Grafik eher zweckdienlich. Wir haben uns dennoch einmal genauer mit der Technik befasst, auch mit der Prozessorleistung, die in The Sims 4 eine etwas wichtigere Rolle als die Grafikkarte einnimmt.

The Sims 4 (18) Quelle: PC Games The Sims 4 (18) Die Sims 4 nutzt für die Darstellung der polygonarmen, doch immerhin hübsch stilisierten Optik noch Direct X 9. Die Engine, von EA schlicht "Game Engine" genannt, ist laut den Entwicklern komplett neu. Auch der Look des Spiels unterscheidet sich mit seiner stilisierten Comic-Grafik von den Vorgängern. Neu im Programm ist die sogenannte Smart-Sim-Technologie, die es den Sims erlauben soll, lebensechte Emotionen in Gesprächen und Reaktionen zu zeigen. Was bei unserem Anspielen auch einen guten Eindruck hinterließ und unsere Sims sehr unterhaltsam miteinander interagieren ließ - doch leider gibt es auch einige Dinge, die uns nicht gefallen haben.

Die Sims 4 - Die Grafik

Technisch wirkt The Sims 4 leider trotz einigen charmanten Momenten etwas angestaubt. Die Figuren sind recht ansehnlich und haben putzige Animationen und auch das Zeigen der von EA so deutlich in den Vordergrund gestellten Emotionen funktioniert gut. Spieler bekommen einen ordentlichen Eindruck, wie es den einzelnen Sims geht und wie sie auf äußere Einflüsse reagieren - wobei diese Reaktionen karikaturenhaft überzeichnet sind - und durchaus für gute Laune beim Spielen sorgen können. Nicht so gut gefallen hat uns die restliche Optik. Die Texturen sind nicht sonderlich detailreich und wirken flach, die extrem niedrig aufgelösten Schatten flimmern genau wie die unsauber wirkende Umgebungsverdeckung. Alle Objekte in der Spielewelt bestehen zudem aus nur wenigen Polygonen. In nochmals besonderes auffälligerem Maße können Sie dies an der sehr primitiv dargestellten Vegetation erkennen, deren Alpha-Texturen zudem Fehler bei der Darstellung der Echtzeitschatten verursacht. Die Kantenglättung funktioniert mittels einem Post-FX-AA sowie in Ultra-Settings mit zusätzlichem Multisampling und glättet immerhin zufriedenstellend. Und bevor hier Missverständnisse auftreten: Wir sprechen natürlich von den "Ultra"-Settings. Stellen wir die Grafik weiter herunter, verschwinden immer mehr Details, die Schatten flimmern noch stärker und verschwinden dann ganz und auf der niedrigsten Stufe verhüllt Nebel ähnlich eines "Fog-of-War" große Teile des Bildschirms. Die Regelung der Einstellung können Sie von Hand auswählen oder eine der Voreinstellungen wählen, die Sie in unserem Video vergleichen können:
Sims-Fans wird die eher zweckmäßige, aber immerhin hübsch bunte Optik wohl nicht zu sehr stören - sie werden sich vielmehr an den kauzigen Animationen und den Interaktionen ihrer Schützlinge und der butterweichen Darstellung erfreuen. Uns entlockte dieser wohl gelungenste Teil der Präsentation während der Benchmarks und der Technik-Analyse den einen oder anderen herzlichen Lacher. Trotzdem könnte die Grafik besser nach oben skalieren und mehr Details zeigen - auf schwächeren Grafikkarten stehen noch reichlich Ressourcen zur Verfügung: Mit Ultra-Settings langweilt sich selbst die untere Mittelklasse in 1080p.

Low
Medium
High
Ultra

Und selbst deutlich höhere Auflösungen bis einschließlich Ultra-HD sind für die meisten Grafikkarten kein Problem. Leider bleibt auch das Editieren der Konfigurationsdateien praktisch ergebnislos, dort sind für die Einstellungen nur feste Stufen definiert - lediglich das 200-Fps-Lock lässt sich aufheben oder auf einen anderen Wert festlegen sowie die Tutorials deaktivieren, nicht jedoch Details wie die Schattenauflösung über die Ultra-Settings hinausgehend erhöhen.

Leider macht die UHD-Auflösung unseren Geforce-Grafikkarten zu schaffen, im Vollbild-Modus flimmert der Bildschirm nur, bis die Einstellung mit der Escape-Taste rückgängig gemacht wird oder der Timer beim Bestätigungsfenster abläuft (Auflösungen bis einschließlich 1600p funktionieren hingegen). Im Borderless Window funktioniert Ultra-HD allerdings einwandfrei - weswegen wir für unsere UHD-Benchmarks diesen Modus verwenden. Kurios: Bei einem Versuch, mittels GeDoSaTo (Beta 0.13.1400 "Cross Again") Downsampling zu nutzen, funktionierte dies auch im Vollbild ohne Darstellungsfehler - allerdings funktionierte die Mausabfrage nicht korrekt, die hierfür benötigte Option "interceptWindowproc" lässt das Spiel abstürzen, sobald sie aktiviert wird. Da Durante, der Entwickler dieses wundervollen Downsampling-Tools, aber sehr fleißig ist, gehen wir davon aus, dass dieses Problem bald beseitigt ist.

Setting per Mausklick auswählen
The Sims 4 - Benchmarks 1080p
The Sims 4 - Benchmarks 1080p The Sims 4 - Benchmarks UHD The Sims 4 - Benchmarks CPU

The Sims 4 - CPU-Auslastung Quelle: PC Games Hardware The Sims 4 - CPU-Auslastung Wir haben für unsere Benchmarks vier neue Sims kreiert, deren grundverschiedene Persönlichkeiten für regelmäßigen Zwist in unserer Chaos-WG sorgen. Um neben der Berechnung dieser Charakter-Interaktionen die Last für unser Testsystem weiter zu erhöhen, zoomen wir weitest möglich heraus, damit wir einen großen Ausschnitt der kleinen Nachbarschaft mitsamt deren Bewohner im Bild haben. Am stärksten wird die CPU belastet, erfreulicherweise nutzt The Sims 4 aber alle der acht Threads des auf 4,6 GHz übertakteten Intel Core i7-3770K. Die Grafiklast bleibt dabei gering, selbst in Ultra-HD schaffen die potentesten GPUs noch deutlich über 60 Fps in Ultra-Einstellungen. Aber auch schwäche CPUs werden mit The Sims 4 keine größeren Probleme haben. Auch ein simulierter Zweikerner mit nur 2 GHz Takt lieferte in "Ultra"-Settings noch spielbare Bildraten - man mag sich an dieser Stelle fragen, warum es überhaupt niedrigere Einstellungen gibt.

The Sims 4 - Eingedampfte Core-Features

Viele Spieler werden sich wohl an den gegenüber den Vorgängern stark eingeschränkten Features reiben, wie beispielsweise dem Wegfall der offenen Nachbarschaft, stattdessen werden kleine Areale aneinandergereiht, ein Wechsel in ein anderes Gebiet präsentiert dem Spieler nun außerdem einen lästigen Ladebildschirm. Fahrzeuge für die Sims haben damit ihren Sinn verloren und fehlen im Spiel beziehungsweise fahren lediglich als Dekoration über die kurzen Sträßchen der kleinen Gebiete. Die Welt ist außerdem wesentlich kleiner als noch in The Sims 3. So stehen nur noch etwa 25 % der Plätze für Gebäude zur Verfügung, verteilt auf kleine Nachbarschaften mit Raum für jeweils eine Hand voll Häuser. Pools und Keller wurden ebenfalls gestrichen.

The Sims 4 - Probleme mit Origin

Es ist ja leider schon fast Tradition, dass die DRM-Plattform Origin beim Release von praktisch jedem beliebteren Spiel Probleme macht - so auch dieses Mal. Zuerst verweigerte The Sims 4 den Start komplett, weil benötigte Dateien in Form von der Microsoft Visual C++ 2013 Redistributable nicht korrekt mit dem Spiel installiert wurden. Und dass, obwohl die Dateien mit dem Spiel ausgeliefert wurden. Sie können die Installation von Hand ausführen, das Setup findet sich in dem Unterverzeichnis
The Sims4\__Installer\vc\vc2013\
Dort liegen zwei Versionen, einmal x64 und einmal x86. Beide werden benötigt, damit The Sims 4 fehlerfrei läuft.

Nachdem wir ein paar Benchmarks und Grafikvergleiche angefertigt hatten, kam es zu einem Verbindungsabbruch, der unsere Arbeit für den Rest des Tages unterbrach. Theoretisch kann The Sims 4 zwar auch offline gespielt werden, durch den Verbindungsausfall konnte Origin unsere Version allerdings nicht als legitim registrieren und verweigerte konsequent den Start. Nachdem wir uns die halbe Nacht mit Fehlermeldungen amüsiert hatten und Origin auch in den frühen Morgenstunden den Dienst versagte, hatten wir schlussendlich die Faxen dicke und aktivierten einen weiteren der freundlicherweise von EA in ausreichenden Mengen zur Verfügung gestellten Keys auf einem zweiten Account - und siehe da, das Spiel funktionierte. Für ungefähr 45 Minuten, dann trat das gleiche Problem auch mit dem zweiten Account auf. Doch glücklicherweise konnten wir nun wieder mit dem ersten arbeiten. Was genau hier vorgeht, bleibt rätselhaft - eventuell vermutet Origin hinter den häufigen und schnell aufeinanderfolgenden Spielestarts einen Hack-Versuch.

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    • Kommentare (32)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Insider Freizeitschrauber(in)
        Gefällt mir besser als Die Sims 3, aber es läuft bei Freunden nicht mit der AMD HD 5850 1 GB und der AMD HD 6950 2 GB. Es kommt die Fehlermeldung beim Starten, das diese Grafikkarten nicht unterstützt werden und neuester AMD Grafiktreiber hilft auch nicht.
        Bei meinem alten Gamer PC mit der AMD HD 6970 2GB läuft es einwandfrei.
        Gibt es Lösung für die AMD HD 5850 1 GB und der AMD HD 6950 2 GB Karte?
      • Von Insider Freizeitschrauber(in)
        Gefällt mir besser als Die Sims 3, aber es läuft bei Freunden nicht mit der AMD HD 5850 1 GB und der AMD HD 6950 2 GB. Es kommt die Fehlermeldung beim Starten, das diese Grafikkarten nicht unterstützt werden und neuester AMD Grafiktreiber hilft auch nicht.
        Bei meinem alten Gamer PC mit der AMD HD 6970 2GB läuft es einwandfrei.
        Gibt es Lösung für die AMD HD 5850 1 GB und der AMD HD 6950 2 GB Karte?
      • Von BennoWendt Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Das Userinterface ist schon besser ... aber das wars dann auch
      • Von Two-Face Lötkolbengott/-göttin
        Hab' ja nicht gesagt, dass sie schlecht ist, nur dass ich da zwischen Sims 2, 3 und 4 grafisch kaum Unterschiede feststellen kann.

        Oder kann mir vielleicht jemand sagen, was konkret besser aussieht?
      • Von Schaffe89
        Ja da täuschst du dich schon erheblich. Ich find die Grafik für so ein Simulationsspiel gar nicht mal so schlecht.
      • Von Two-Face Lötkolbengott/-göttin
        Das Spiel sieht exakt so aus die Die Sims 2 von vor 10 Jahren.

        Oder täusche ich mich da?
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