[Video-Update] Command & Conquer angespielt: KI noch auf Sammler-Niveau, Grafik und Physik machen Laune
Wir spielen auf der E3 eine Mission aus der Kampagne des seit 2011 von Victory Games entwickelten Nachfolgers von Command & Conquer: Generals.
Zeit wurde es, dass es etwas Neues von Command & Conquer zu sehen gibt: Electronic Arts' internes Studio Victory Games arbeitet schließlich bereits seit 2011 am Nachfolger von Command & Conquer: Generals. Allerdings wird der zweite Teil kein "reguläres" Spiel mehr sein, sondern ein "Live Service" - so die Worte von Design Director Tim Morten, der uns auf der E3 ein paar Takte zum Titel verriet, bevor wir Tastatur und Maus in die Hand nehmen durften.
Drei Fraktionen kämpfen in Command & Conquer gegeneinander: die EU, die Global Liberation Army (GLA) und die Asian-Pacific Alliance (APA). Je fünf Generäle soll jede Fraktion erhalten, die alle mit eigenen Fähigkeiten, Fahrzeugen und Persönlichkeiten um die Gunst der Spieler wetteifern. Dabei beschränken sich die Mitgliedsländer der GLA jetzt nicht nur auf den Mittleren Osten: "Darüber haben sich etliche Leute beschwert", erklärt Tim Morten und fügt lachend hinzu: "Jetzt kommen sie aus allen Ländern der Welt, damit wir jedem gleich stark auf die Füße treten."
Command & Conquer angespielt: Pre-Alpha des Einzelspielermodus und doch verloren
Zum Spielstart sind jedoch noch nicht alle Generäle verfügbar, erst im Laufe der Zeit sollen häppchenweise immer mehr dazukommen. In der Pre-Alpha-Version, die wir im Einzelspielermodus ausprobieren durften, gab es je zwei Befehlshaber. Wir entscheiden uns für Ghost, einen "Recon General", der ein Scharfschützenteam, das Fuchs-Spürfahrzeug und die Fähigkeit "Bollwerk" mit sich bringt. Dahinter verbirgt sich ein Schutzschirm, der feindliche Angriffe vorübergehend abschwächt. Steigt unser General mit gesammelter Erfahrung in höhere Stufen auf, verbessern sich auch dessen Fähigkeiten. Das Bollwerk bleibt länger aktiv und kann in der höchsten Ausbaustufe sogar eingehenden Schaden zurück auf die Angreifer lenken.
Quelle: EA/Victory Games
Command & Conquer angespielt: KI noch auf Sammler-Niveau, Grafik und Physik machen Laune (20)
Während wir noch die Gebäude und die Technologiebäume studieren, rollen bereits die ersten Gegner an. Da uns dummerweise entfallen ist, eine Kaserne zu bauen - hey, das war unser erster Termin des Tages -, überrollt uns der PC-Gegner verhältnismäßig flink. Game Over. So geht es nicht weiter - wir verlangen eine Revanche. Diesmal gehen wir besonnener vor: Wir bauen neben einem Ressourcenverwertungszentrum, das von Harvester-Hubschraubern angelieferte Materialien umwandelt, hurtig ein paar Kasernen, ein Technologiezentrum, ein Kraftwerk und dann etliche Soldaten, Spähfahrzeuge und Panzer. Einer der Tanks verfängt sich noch zwischen unseren Gebäuden und lässt sich nur zum Einsatz bewegen, indem wir eine unserer Kasernen dem Erdboden gleich machen.
Unser Gegner probiert derweil erneut einen Angriff, doch diesmal zerlegen wir seine Vorhut und machen uns selbst auf, die Karte zu erkunden. Viel ist dort noch nicht zu sehen, und so stationieren wir einige Fußtruppen in einem Bunker, um gut geschützt unsere Basis zu verteidigen. Währenddessen rücken unsere Panzer und ein Bulldozer zum Bau neuer Gebäude weiter nach Norden. Wir entdecken ein weiteres Rohstofflager, errichten daneben ein Ressourcenverwertungszentrum und beordern einen zusätzlichen Harvester aus unserer Basis dorthin, um dem dort einsam hin- und her pendelnden Helikopter zur Seite zu stehen. Eine Ölpumpe auf eine Ölquelle gesetzt - schon steigt neben unserem Rohstoff Gold auch der Ölvorrat, der uns den Bau neuer Einheiten und Gebäude erlaubt.
Command & Conquer angespielt: Die KI erinnert noch an die legendären Sammler
Vom Feind ist immer noch nichts zu sehen. Wir fahren weiter nach Osten, dann nach Süden und stoßen schließlich auf dessen Basis. Scheinbar nur spärlich bewacht - ob er dabei ist, uns eine weitere Angriffswelle auf den Hals zu hetzen? Während unsere Spürwagen von seinen Verteidigungseinheiten aufs Korn genommen werden, ziehen wir unsere Panzerverbände nach und zerlegen dann genüsslich ein Gebäude des Gegners nach dem anderen, ein Auge immer auf unserer eigenen Basis. Dort bleibt alles ruhig - es scheint, als seien wir dem Feind zuvorgekommen. Diesmal prangt das Wort "Victory" in Großbuchstaben auf dem Bildschirm. Etwas schal fühlt der Sieg sich schon an, doch einer der Entwickler erklärt, dass es sich schließlich noch um eine Alphaverson handele, in der die KI noch nicht komplett auf der Höhe ist. Für einen Test des Mehrspielermodus' fehlt leider die Zeit, schon drängt die nächste Gruppe in den Vorführraum.
Command & Conquer angespielt: E3-Fazit
Command & Conquer hat mit dem 18 Jahre alten Urahnen nicht mehr viel gemein. Ulkige gefilmte Zwischensequenzen gibt es keine mehr, die Generäle halten sich derzeit noch etwas zurück und es gab in unserem Hands-on noch keinen Grund, deren Spezialfähigkeiten einzusetzen. Dafür sieht das Spiel durch die verwendete Frostbite-3-Engine lecker aus: DirectX-11-Optik, eine dynamisch zerstörbare Umgebung mit realistischer Physik-Engine sind ein gutes Fundament. Doch wie Command & Conquer letztendlich als dauerhaftes Online-Angebot aussehen wird, welche Elemente entweder gegen Bargeld oder durch langes Spielen freigeschaltet werden können und wie sich all das auf die Kampagne und die Mehrspieler-Balance auswirkt, wissen wir nach unserer halben Stunde mit dem Spiel noch nicht. Mal sehen, was uns Victory Games zur Games Convention präsentieren wird.

Die Fähigkeit "Bollwerk" gehört im Übrigen nicht zum "Ghost"-General, sondern zum "Mercury"-General (Video 1:26).
Ein wenig lau recherchiert, Herr Redakteur.
Wartet doch mal ab, also ich finde das mit dem DLC gar nicht so übel. Zocken immer noch häufig Generals im MP und hätten ehrlich gesagt nichts dagegen gehabt, wenn da in den Jahren nach Zero Hour noch weitere Expansion Packs mit neuen Generälen gekommen wären. Dafür hätten wir gern noch bissle was hingeblättert. Wenn die wirklich (im Gegensatz zu den 3 Generälen im Original) bereits jetzt in der Alpha schon 6 zur Auswahl haben und das ganze auch noch kostenlos ist versteh ich die Aufregung nicht. Und die KI war bei Generals auch im endgültigen Spiel miserabel, deshalb mussten die übel cheaten.
Im Multiplayer gewinnt doch da eh derjenige, der am meisten Kohle für Ingame-Content ausgegeben hat. Echt traurig, wie EA die Serie über die Jahre an die Wand gefahren hat...
Keiner braucht das, weil es Starcraft gibt.
Also ich hab immer noch Generals in meinem Regal zur Not wird das halt wieder installiert ...