Coffee Lake im Test: Benchmarks
Wie gut schneiden Core i7-8700K, Core i5-8600K und Core i5-8400 in Spiele- und Anwendungs-Benchmarks ab? PC Games Hardware zeigt es auf dieser Seite und zieht auch ein Fazit.
In diesem Artikel
- Seite 1 Coffee Lake im Test: Modelle, Preise, Verfügbarkeit
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Coffee Lake im Test: Benchmarks
- 2.1 Intel Coffee Lake: Spielebenchmarks (720p)
- 2.2 Intel Coffee Lake: Spielebenchmarks mit Auflösungsskalierung
- 2.3 Intel Coffee Lake: Spielebenchmarks mit Frametimes
- 2.4 Intel Coffee Lake: Anwendungsbenchmarks
- 2.5 Intel Coffee Lake: Anwendungsbenchmarks (neue Programmversionen)
- 2.6 Intel Coffee Lake: Fazit
- Seite 3 Bildergalerie
Intel Coffee Lake: Spielebenchmarks (720p)
Den Anfang der Leistungstests macht ein Auszug aus unserem Standard-Parcours. Dieser umfasst acht Spiele, welche "ausgepatcht" sind, sprich, bei denen es nicht alle naslang teils gravierende Verschiebungen gibt, was für ein mittelfristiges Ranking wichtig ist. Wir testen nach wie vor in 1.280 × 720 bei prinzipiell maximalen Details - Ausnahmen bilden rein die Grafikkarte belastende Effekte wie Kantenglättung, anisotrope Filterung, Post-Processing oder Ambient Occlusion. Denn wir wollen die CPU-Leistung ermitteln und nicht, wie stark eine Grafikkarte Prozessoren bremsen kann. Übrigens: Damit lässt sich natürlich nicht die Eignung für künftige Engines und Spiele simulieren, das ist uns durchaus bewusst, sondern nur eine schnellere Grafikkarte in den getesteten Spielen. Im nächsten Abschnitt gehen wir zusätzlich auf die Auflösungsskalierung ein.
Intel Coffee Lake: Spielebenchmarks mit Auflösungsskalierung
Natürlich bremst die verfügbare Grafikleistung die CPU-Leistung ein. Je mehr die Grafikkarte zu tun hat, desto eher wird sie zum entscheidenden Faktor für die Leistungsentfaltung. Wir haben mittels einer Nvidia Titan X (Pascal) mit 120 % Power-Target und 90 °C Temperatur-Target verschiedene Spiele in vier Auflösungen getestet, um die Skalierung zu prüfen. Während die Unterschiede zwischen 720p und dem verbreiteten 1080p (Full HD) meist marginal ausfallen, beginnen manche Titel, in 1440p bereits deutliche, der Grafikleistung geschuldete Fps-Einbußen zu zeigen. In 2160p (Ultra HD) bremst trotz Verzichts auf Anti-Aliasing, Post-Processing und Ambient Occlusion die Grafikkarten auf nahezu dasselbe Fps-Niveau zusammen und am Ende entscheidet eher die Messtoleranz als die CPU-Leistung über die Platzierung. Überraschung. Pro-Tipp: Dasselbe geht auch schon in Full-HD-Auflösung, sofern Sie eine ausreichend langsame Grafikkarte verwenden.
Intel Coffee Lake: Spielebenchmarks mit Frametimes
Einen kleinen Vorgeschmack auf die Frametimes der Prozessoren wollen wir Ihnen an dieser Stelle ebenfalls nicht vorenthalten.
Zunächst The Witcher 3. Die i7-Modelle und der Ryzen 7 variieren in den Bildlaufzeiten unabhängig von der absoluten Leistung am wenigsten, etwas unrunder laufen die i5-Modelle, speziell der i5-7600K.
Zudem Rise of the Tomb Raider, "frisch" gepatcht für maximale Ryzen-Ausnutzung, aber erstmal noch im DX11-Modus. Hier ist weder für den Ryzen 7-1800X noch für den Core i5-7600K ein Blumentopf zu gewinnen. Aber es gibt ja noch den DX12-Modus.
Und hier im DX12-Modus, in dem besonders der Ryzen 7 1800X glänzen kann. Zwar nicht durch die absolute Leistung, welche zwar deutlich hinter Intels vergleichbaren Modellen liegt, aber durch seine sehr ruhige Frameverteilung, welche die reichlich 120 Fps sehr angenehm wirken lassen. Die beiden charakteristischen Spitzen (schlechte Frametimes) teilt er indes mit den anderen CPUs. Bei Intel sind die Frametimes bei den i5-Modellen deutlich unrunder.
Kurios: In DX12 mit UHD-Auflösung sinkt die Leistung gegenüber DX11 bei den Intel-CPUs wieder.
Intel Coffee Lake: Anwendungsbenchmarks
Nicht nur Spiele, sondern auch Anwendungen soll der Prozessor zügig abarbeiten. Entweder, um schneller wieder zocken zu können, um Geld damit zu verdienen oder damit der laufende PC möglichst schnell wieder in den Stromsparmodus wechseln kann. Unser Parcours umfasst acht verschiedene Programme, welche im Leistungs-Index nur mit 40 Prozent gewichtet werden, sodass trotz gleicher Anzahl einfließender Werte die acht Spiele den größeren Teil (60%) des Indexwertes ausmachen.
Intel Coffee Lake: Anwendungsbenchmarks (neue Programmversionen)
Von einigen Anwendungen sind in der Zwischenzeit neue Versionen erschienen. Anhand des stetig weiter optimierten y-Cruncher, der aktuellen Version des x264-Transcoders und einer neuen Version von Blender prüfen wir, inwieweit sich das Bild verschiebt. Übrigens: Quervergleiche mit aktuellen 7-Zip-Versionen zeigen eine gleichbleibende Performance und auch die weiter bestehende Beschränkung auf 32 Threads.
Intel Coffee Lake: Fazit
Quelle: PC Games Hardware
CPU-z: Intel Core i7 8700K mit dem ultra-kurzzeitigen Maximal-Turbo von 4,7 GHz
Intel hat auf AMDs Herausforderung geantwortet - und zwar in etwa so, wie man es erwarten konnte: Mit aus Firmensicht wirtschaftlichem Minimalaufwand, ein wenig hastig und deutlich außerhalb der Komfortzone, mit denen man in den vergangenen Jahren eine mühelose, aber erfolgreiche Tröpfelpolitik fuhr. Ärgerlich und von außen betrachtet unnötig, dass man ein neues Mainboard für die Core-i-8000-CPUs braucht, ohne neue Features zu bekommen, die erst im kommenden Jahr mit Z390 Einzug halten sollen. Übertakter freuen sich zudem sicherlich nicht, dass abermals ein im Vergleich zu Lot schlechteres Wärmeleitmittel zwischen Chip und Heatspreader zum Einsatz kommt und sie zu Delidding-Tools wie dem DieMate von der8auer greifen müssen.
Abseits firmenpolitischen Gebahrens betrachtet treffen die drei getesteten Coffee-Lake-Modelle Core i7-8700K, Core i5-8600k und Core i5-8400 aber durchaus das Ziel. Für Spieler bringen acht und mehr Kerne nur in Ausnahmefällen deutliche Leistungsgewinne und pro Megahertz (IPC) kann den Coffee-Lake-CPUs mit ihrer bewährten Architektur derzeit keiner das Wasser reichen. Die Kombination aus dieser IPC-Stärke und des Schrittes von vier auf sechs Kerne bringt dem Core i7-8700K knapp die Leistungskrone in Spielen ein, während er in Anwendungen rund zwei Drittel des sich derzeit noch im Test befindlichen Core i9-7980XE erbringt. Der i5-8600K liegt in Spielen nur wenig zurück (-5,4 Indexpunkte) - bei sechs Kernen bringt SMT im Vergleich weniger Zuwachs als bei den Quadcores der vorigen Generationen. In Anwendungen ist der Rückstand mit 12,9 Indexpunkten erwartungsgemäß deutlicher. Doch der eigentliche Star könnte der i5-8400 sein, sofern er zu vergleichbaren Preisen im Markt landet, wie sein UVP-Kollege, der i5-7400, den es derzeit für knapp 160 Euro gibt: Der i5-8400 liegt in Spielen tatsächlich über dem Niveau des Achtkerners i7-7820X und nur um Haaresbreite hinter dem i7-7700K. Sein Manko ist natürlich, dass er sich nicht übertakten lässt, obwohl er mit vergleichsweise geringem Basistakt die größten Reserven böte. Die Effizienz der drei neuen liegt auf sehr hohem Niveau und mit einem Rückstand von 0,3 (i5-8400) bis 4,2 Indexpunkten (i5-8600K) nur marginal hinter dem Spitzenreiter.
Damit bleiben zwei zentrale Fragen: Wie viele Nutzer kann Intel zum Umstieg bewegen, wo viele noch mit ihren Vierkernern gut bedient sind und es auch in Sachen Plattform eigentlich nichts Neues gibt? Und vor allem: Wie wird es mit Verfügbarkeit und Preisen aussehen? Wird etwa der i5-8400 unter 180 Euro landen? Obwohl für ihn ein Z370-Board mangels OC-Möglichkeiten der CPU eigentlich überdimensioniert ist, wäre er damit ein sehr attraktives Einstiegsmodell in den Sechskernbereich - wenn auch ohne SMT, wie AMDs Ryzen 5 es bietet.

AMD Ryzen & Intel Core i: DDR4-3200 bringt in Spielen teils mehr als eine teurere CPU - ComputerBase
Intel i7-8700K Coffee Lake Memory Benchmark Analysis | TechPowerUp
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