Overclocking und Fazit
Mit dem Phenom X4 9850 schickt AMD sein neues Top-Modell ins Rennen, welches ohne TLB-Bug und mit 2,5 GHz Takt auf den Markt kommt. Wir machen den Test, was diese CPU leistet.
Übertaktbarkeit Phenom 9850
AMD Phenom 9850 BE: Ohne TLB-Bug
Als Modell der elitären "Black Edition"-Reihe bietet der Phenom X4 9850 BE einen nach oben offenen Multiplikator, der standardmäßig bei 12,5 liegt. Damit Speicher und Chipsatz innerhalb der Spezifikation laufen, bietet es sich daher an, zum Übertakten den Referenztakt bei 200 Megahertz zu belassen und stattdessen den Multiplikator zu erhöhen. Mit der Standardspannung von 1,3 Volt konnten wir den Phenom stabil mit bis zu 3 GHz betreiben. Eine Erhöhung der Kernspannung auf 1,45 Volt und der alternative Weg über den Referenztakt brachten kein besseres Ergebnis. Ob nun der Prozessor oder der AMD-Chipsatz 790FX die Schuld an dieser spannungsunabhängigen Taktgrenze trägt, lässt sich noch nicht sagen.
Fazit: Phenom 9850
AMD Phenom 9850 BE: Passend für den Sockel AM2+
Mit dem Phenom X4 9850 Black Edition gibt es für rund 230 Euro den derzeit schnellsten Phenom, der zudem nicht vom TLB-Bug beeinträchtigt wird. Doch die Konkurrenz aus dem Intel-Lager liegt in Sachen Leistung immer noch vorne: erst der auf 3 Gigahertz übertaktete Phenom kann dem Intel Q9300 Paroli bieten - bei Taktgleichstand liegt die Intel CPU zum Teil deutlich vorne.
Das plötzliche Ende der Overclocking-Möglichkeiten bei 3 Gigahertz lässt auf ein Problem außerhalb der CPU schließen: auch mit deutlich erhöhter Spannung war kein höherer Takt zu erreichen. Ob da kommende Steppings der CPU oder andere Chipsätze Abhilfe schaffen können, ist noch unklar.
