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  • CPU

    Bulldozer passt per BIOS-Update doch auf AM3 - aber mit eingeschränkten Features

    AMDs Bulldozer ist mechanisch kompatibel zu aktuellen AM3-Boards. Diese benötigen ein BIOS-Update sowie eine bestimmte Spannungsversorgung, damit der kommende Modul-Chip läuft. Der Kombination aus Bulldozer und AM3 unterliegt zudem Einschränkungen wie einem nur bedingt funktionierenden Energiesparmodus.

    Vor, während und nach der Cebit 2011 häuften sich die Aussagen zur Kompatibilität zwischen Bulldozer und AMDs aktuellem Sockel AM3. MSI gab uns gegenüber an, der Bulldozer sei kompatibel, Asrock verneinte und AMDs John Fruehe postete bei Xtremesystems, der Chip würde nicht unterstützt bei AM3. Letztere Aussage ist treffend, denn der Bulldozer passt in den Sockel AM3 - sofern ein 8er- oder 9er-Chipsatz zum Einsatz kommt (wobei letzterer schlicht ein umbenannter 8er ist).

    Kombinieren Sie Bulldozer und AM3, müssen Sie einige eventuell nicht zu verachtende Nachteile in Kauf nehmen. Nach Rücksprache mit Herstellern und AMD lautet der aktuelle Stand wie folgt: Der Bulldozer ist mechanisch kompatibel zu aktuellen AM3-Boards mit 8er- oder 9er-Chipsatz. Allerdings benötigen die High-End-Version in der Spitze mehr Strom, die Spannungswandler müssen dafür gerüstet sein. Auf der anderen Seite bietet der Bulldozer spezielle Stromspar-Features wie Clock Gating und Fast-Switch VID, diese sind nur mit dem schwarzen Sockel AM3+ möglich - Aussagen zu Turbocore 2.0 haben wir bisher keine erhalten (liefern diese aber nach, wenn sie eintreffen). AMD selbst spricht wie gehabt nur in Zusammenhang mit AM3+ von einer offiziellen Unterstützung des Bulldozers, so wie es John Fruehe mehrfach in Foren betonte. Die Kompatibilität zum Sockel AM2(+) ist ausgeschlossen; weder verfügt dieser über das nötige spezielle Pinloch wie AM3(+), noch bietet der Bulldozer einen DDR2-Controller.

    Asus geht derweil in die Vollen und kündigte per Pressemitteilung an, welche AM3-Boards künftig per BIOS-Update mit dem Bulldozer zusammen arbeiten. Die sechs Platinen sind in erster Linie dem High-End-Segment zuzuorden. Namentlich werden das Crosshair IV Extreme, Crosshair IV Formula, M4A89TD PRO/USB3, M4A89TD Pro, M4A89GTD Pro/USB3 und das M4A89GTD Pro genannt. Die BIOS-Updates sind bereits verfügbar und stehen bei Asus zum Download bereit. Für den Sockel AM3+ plant zehn neue Modelle mit 8er-Chipsatz (worunter laut Asus auch der 760G fällt).

    Quelle: Asus, AMD, Eigene

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    Hintergrund AMD Bulldozer:
    Der im 32-nm-Prozess gefertigte Bulldozer setzt auf sogenannte Module. Ein solches beinhaltet zwei (Integer-)Kerne, diese teilen sich unter anderem den 2 MiByte großen L2-Cache und die "Flex FPU" genannte Gleitkommaeinheit. Ein Modul ist laut AMD schneller als ein Zweikerner mit K10-Architektur. Alle Module, bis zu vier beim Orochi-Die (Zambezi für Desktop und Valencia für Server), greifen auf 4 bis 8 MiByte L3-Cache zu - je nach Ausbaustufe werden die Versionen von AMD mit einer TDP mit 95 bis 125 Watt eingestuft. Ein Modul erreicht laut AMD 80 Prozent der Leistung eines (fiktiven) Bulldozer-Dualcores. Auf dem Financial Analyst Day 2010 gab AMD bekannt, dass Bulldozer selbst bei Auslastung aller Kerne per Turbocore bis zu 500 MHz hochtaktet. Zum Vergleich: Ein Phenom II X6 1090T legt nur bei drei von sechs Kernen die 400 MHz oben auf, ein Core i7-870 bei Auslastung aller Kerne mit 233 MHz nicht mal die Hälfte. AMDs John Fruehe sagte zudem, mit weniger Kernen könne es gar mehr sein. Offenbar ist auch ein Taktplus bei stillgelegter FPU möglich, da hierdurch das TDP-Budget für die Integer-Kerne wächst.

    Die ISSCC 2011 verriet AMD zudem, dass ein Modul 213 Millionen Transistoren auf 30,1 mm² fasst, das Design ist für 0,8 bis 1,3 Volt ausgelegt. AMD spricht davon, dass ein 8-kerniger Bulldozer weniger Die-Fläche verbraucht als ein Thuban (346 mm²), Hans de Vries von Chip-Architekt schätzt derzeit (Ende Februar 2010) 292 mm². Das Bulldozer-Design soll 3,5 GHz und mehr erreichen, inklusive Turbocore - allerdings ist es von Haus hochtaktend ausgelegt, die Frequenzen lassen sich also nicht direkt mit einem Phenom II vergleichen. Auch sagt der hohe Takt nicht zwingend etwas über den Stromverbrauch des Designs aus. Der Cache bzw. die CPU-Northbridge des Bulldozer läuft mit 1,1 Volt und erreicht 2,4 GHz und unterstützt bis zu DDR3-1866 - ein Phenom II kommt auf nur 2,0 GHz und DDR3-1333. All diese Informationen sprechen zusammen mit der neuen, teils sehr mächtigen FPU für eine massiv gesteigerte Pro-Takt-Leistung gegenüber dem Phenom II. Der Bulldozer mit seinem innovativen Modul-Aufbau wird für das zweite Quartal 2011 erwartet und setzt den neuen Sockel AM3+ zwingend voraus.

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    Es gibt 69 Kommentare zum Artikel

    Von Mr.Korky
    wenn der ht net bremmst und die l3 anbindung bleib ich bei am3 ob beim surfen 50 oder 80w ist mir egal
    Von PEG96
    Übrigens ist der asus downloadserver ist komischerweise schon seit Tagen down(jedenfalls für das crosshair iv formula) Was auch immer das zu bedeuten hat, kann aber auch einfach eine Panne sein. (ich hab mir das beta BIOS jedenfalls schon gezogen)
    Von -MIRROR-
    Ja... Das auf jeden Fall. Energiesparfunktionen wären mir jetzt nicht ganz so wichtig..
    Von Lan_Party
    Wenn man aber doch auf gute Funktionen verzichten muss lohnt es sich jedenfalls nicht.
    Von -MIRROR-
    Nur da sist für mich interessant. Mein Crosshair IV Formula wird ja mitunterstützt. ^^
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Update und er läuft
AMDs Bulldozer ist mechanisch kompatibel zu aktuellen AM3-Boards. Diese benötigen ein BIOS-Update sowie eine bestimmte Spannungsversorgung, damit der kommende Modul-Chip läuft. Der Kombination aus Bulldozer und AM3 unterliegt zudem Einschränkungen wie einem nur bedingt funktionierenden Energiesparmodus.
http://www.pcgameshardware.de/CPU-Hardware-154106/News/Update-und-er-laeuft-816216/
16.03.2011
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2011/03/Asus-AM3-Bulldozer.png
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