Intel Xeon E5-2600/1600 v3 mit bis zu 18 Kernen und 45 MiB Last-Level-Cache auf IDF 2014 vorgestellt
Die bereits kolportierten Daten zu Intels neuen Xeon-E51600/2600-Modellen sind nun mit der offiziellen Vorstellung im Vorfeld des Intel Developer Forums nahezu 1:1 bestätigt worden. So wird das neue Topmodell Xeon E5-2699 v3 18 Kerne sowie 45 MiByte L3-Cache besitzen. Insgesamt werden 26 neue Modelle des Xeon E5-2600 präsentiert und sechs aus der 1600er-Reihe - wie schon vielen anderen Prozessoren mit Haswell-Architektur hängt ihnen ein "v3" zur Unterscheidung von ihren Vorgängern an.
Mit dem heutigen Tage füllt Intel sein Produktsortiment im Serverbereich mit Haswell-EP-Prozessoren,die über bis zu 18 Kerne, 45 MiB Last-Level-Cache sowie die Unterstützung des sehr neuen, aber noch sehr teuren Speicherstandards DDR4 verfügen. 26 Modelle werden dabei den Xeon-E5-2600-v3 zugeschlagen, von denen sich bis zu zwei Einheiten auf einem Mainboard betreiben lassen. Für diese ruft Intel Großhandelspreise zwischen 213 und 2.702 US-Dollar auf. Die Xeon E5-1600-v5 sind in der Regel günstiger, können jedoch nur einzeln betrieben werden. Für sie werden zwischen 295 und 1.723 US-Dollar fällig. Wie üblich gab es bereits vor dem eigentlichen Launch des Haswell-EP etliche Details im Internet zu bewundern (PCGH berichtete) und die meisten davon stimmten zumindest grob mit der Wirklichkeit überein.
Quelle: PC Games Hardware
Diane Bryant stellt Intels Xeon-E5-Reihe auf der Vorabveranstaltung zum IDF vor.
Intels Pressemitteilung wie auch die Server-Chefin Diane Bryant persönnlich wird dabei nicht müde, die hohe Geschwindigkeit und Energieeffizienz der neuen Xeon-Generation zu preisen. Ganze 27 Bestmarken sollen die Haswell-EP-Prozessoren setzen, was die Geschwindigkeit in Standard-Benchmarks wie Spec jbb 2013, Spec Virt_sc 2013 oder auch im hauseigenen, überaus optimierten Linpack-Durchlauf. Hier sollen zwei Xeon E5-2699 v3 inzwischen gar die magische Marke von 1 TFLOPS knacken und auf 1.012 GFLOPS kommen. Zumindest bei Letzterem hilft eindeutig die Verwendung von AVX2, welches die Verarbeitungsgeschwindigkeit gegenüber AVX(1) im Ivy-Bridge-EP durch seine zweifache Breite von 256 Bit bereits verdoppelt. Erste mehr oder minder unabhängige Benchmarks waren bereits zuvor aufgetaucht,dort erreicht der Xeon E5-2699 v3 im Cinebench R15 einen Wert von 24,63 Punkten die er einem durch das verwendete X99-Board auf alle Kerne erweiterten Turbo von 2,8 GHz zu verdanken hat - das liegt allerdings außerhalb der Server-Spezifikationen.
Aber auch Stream-Benchmarks, also der reine Speicherdurchsatz, werden flotter, DDR4-2133-Geschwindigkeit sei dank. Dies ergibt sich allein schon durch die graue Theorie, doch warum Intel zum Beleg der 40-prozentigen Steigerung einen Benchmark von DDR3-1066 gegen DDR4-1600 heranzieht, bleibt rätselhaft. Auf jeden Fall werden vollausgebaute Zwei-Sockel-Systeme miteinander verglichen, die mit 24 RAM-Modulen wohl nicht mit der vollen Geschwindigkeit arbeiten.
Im wahrsten Sinne des Wortes in den Fußnoten erwähnt werden dabei bereits DDR4-Module mit einer Kapazität von 16 GiByte, die es so bislang noch nicht im Handel gibt, allerdings bei Servern bereits auch mit DDR3-Technik realisierbar waren.
| Modell | Preis (US-$) | Cores/Threads | Turbo-Frequenz mit AVX | Turbo | Cache (MiB) | QPI-Geschw. (GT/s) | TDP (Watt) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| E5-2699v3 | 4.115 | 18/36 | 2,6 | Yes | 45 | 9,6 | 145 |
| E5-2698v3 | 3.226 | 16/32 | 2,3 | Yes | 40 | 9,6 | 135 |
| E5-2697v3 | 2.702 | 14/28 | 2,6 | Yes | 35 | 9,6 | 145 |
| E5-2695v3 | 2.424 | 14/28 | 2,3 | Yes | 35 | 9,6 | 120 |
| E5-2690v3 | 2.090 | 12/24 | 2,6 | Yes | 30 | 9,6 | 120 |
| E5-2685v3 | 2.090 | 12/12 | 2,6 | Yes | 30 | 9,6 | 120 |
| E5-2683v3 | 1.846 | 14/28 | 2 | Yes | 35 | 9,6 | 120 |
| E5-2680v3 | 1.745 | 12/24 | 2,5 | Yes | 30 | 9,6 | 120 |
| E5-2670v3 | 1.589 | 12/24 | 2,3 | Yes | 30 | 9,6 | 120 |
| E5-2660v3 | 1.445 | 10/20 | 2,6 | Yes | 25 | 9,6 | 105 |
| E5-2650v3 | 1.166 | 10/20 | 2,3 | Yes | 25 | 9,6 | 105 |
| E5-2640v3 | 939 | 8/16 | 2,6 | Yes | 20 | 8 | 90 |
| E5-2630v3 | 667 | 8/16 | 2,4 | Yes | 20 | 8 | 85 |
| E5-2623v3 | 444 | 4/8 | 3 | Yes | 10 | 8 | 105 |
| E5-2620v3 | 417 | 6/12 | 2,4 | Yes | 15 | 8 | 85 |
| E5-2609v3 | 306 | 6/6 | 1,9 | No | 15 | 6,4 | 85 |
| E5-2603v3 | 213 | 6/6 | 1,6 | No | 15 | 6,4 | 85 |
| E5-2650Lv3 | 1.329 | 12/24 | 1,8 | Yes | 30 | 9,6 | 65 |
| E5-2630Lv3 | 612 | 8/16 | 1,8 | Yes | 20 | 8 | 55 |
| E5-2687Wv3 | 2.141 | 10/20 | 3,1 | Yes | 25 | 9,6 | 160 |
| E5-2667v3 | 2.057 | 8/16 | 3,2 | Yes | 20 | 9,6 | 135 |
| E5-2643v3 | 1.552 | 6/12 | 3,4 | Yes | 20 | 9,6 | 135 |
| E5-2637v3 | 996 | 4/8 | 3,5 | Yes | 15 | 9,6 | 135 |
Quelle: PC Games Hardware
Xeon-E5-Wafer
Das neue Spitzenmodell, der Xeon E5-2699 v3, zeigt, was man alles in eine TDP von 145 Watt stopfen kann: 18 Kerne plus SMT, die zusammen mit 2,3 GHz takten, dank Turbo-Funktion einzeln aber durchaus noch flotter arbeiten können und über insgesamt 45 MiByte L3-Cache verfügen. Der Speichercontroller kann DDR4-RAM mit einer Frequenz von bis zu 1.067 MHz (entspricht DDR4-2133) adressieren. Zum Vergleich: In der aktuellen Generation mit Ivy Bridge-EP sind 12 Kerne das Maximum, bei der nächst höheren Stufe Ivy Bridge-EX (E7) alias Ivy Town sind es 15. Das nach Nomenklatur zweischnellste Haswell-EP-Modell besitzt derweil 16 Rechenherzen, darunter stellen 14 das Maximum dar. Es steht zur Vermutung, dass Intel weitere CPUs mit mindestens 18 Kernen innerhalb seiner neuen E7-Generation v3 bringen wird.
Bildergalerie
Wie immer sollen ab dem Launch entsprechende Systeme von Partner wie IBM, HP, Lenovo, Fujitsu, Supermicro und anderen angeboten werden. Über weitere Updates während der Vorstellung halten wir sie selbstverständlich auf dem Laufenden.
Quelle: Eigene, Intel Newsroom
3GHz x 8 gegen 2,3GHz x18
Du willst damit aber nicht sagen, dass du denkst, dass 8 Kerne von ner Intel Server-CPU @ 3Ghz schneller sind als 18 Kerne @ 2,3Ghz oder? (Vorausgesetzt, alle Kerne können parallel genutzt werden naütrlich)
Das der P4 ne Heizung war, ist allgemein bekannt.
Doch, schon weit vorher.
Im Workstation Bereich hat sich da kaum was verändert...
2014: Haswell-EP, 130-160W
2012: Ivy-EP, 130-150W
2011: Sandy-EP, 130-150W
2009: Nehalem-EX, 130W
2006: YorkfieldXM, 150W
2002: Netburst/Tulsa, 150W
Erst davor, sprich 1999 und früher zu Pentium3-Zeiten war die Verlustleistung noch deutlich geringer, die letzten fast 15 Jahre ists recht konstant bei den 130 bis 160W des Topmodells.
Das stimmt schon - deswegen gibts aber auch zig Modelle von Server-CPUs dass der Anwender sein möglichst gut passendes Modell wählen kann. Wer sich hier für das Topmodell für 4000€/CPU entscheidet hat höchstwahrscheinlich keinen/kaum Leerlauf.
Ich weiß zwar nicht wann das zur "normalen" TDP Klasse geworden ist, aber bestimmt nicht vor mehr als 5 Jahren. Meine wenigkeit kennt noch 130W TDP pro CPU
Des weiteren ist das schnellste Desktopmodell auch einiges schneller unterwegs als die größte Server-CPU.
3GHz x 8 gegen 2,3GHz x18
Irgendwo sind halt grenzen.
Aber wenn intel wollte gingen sicher auch 300W TDP mit 50 Kerne, müssen halt die Kühlmethoden angepasst werden.
Stromverbrauch spielt sehr wohl eine Rolle bei Servern, mehr sogar als im desktopbereich. Schon schlicht deswegen weil es dauerläufer sind, ob sie was zu tun haben oder nicht.
Nicht umsonst schaut man heut auch auf den Stromverbrauch in der Laufzeit. Green IT ist auch dort anwesend