Intel Sandy Bridge: Bestimmte CPUs via Software-Upgrade freischaltbar
Wie mehrere Quellen berichten, bietet Intel künftig mehrere CPUs an, welche mittels eines Software-Upgrades freischalten lassen - beispielsweise mehr Takt oder Cache. So wird aus dem Pentium G622 ein Pentium G693 und aus dem Core i3-2102 ein Core i3-2153.
Vergangenen Herbst startete Intel einen Versuch: Der Pentium G6951 konnte mithilfe einer zusätzlich zu erwerbenden "Upgrade Card" in einen Pentium G6952 freigeschaltet werden - neben dem vollen L3-Cache verfügt die CPU dann zusätzlich über aktives SMT und entspricht somit einem leicht untertakteten Core i3. Offenbar war der Testballon ein voller Erfolg, denn Intel bringt weitere CPUs, welche sich freischalten lassen.
So rätselten wir beim Pentium G622 und Core i3-2102, was sich dahinter wohl verbergen könnte. Ersterer lässt sich zu einem Pentium G693 freischalten, dies geht mir einer höheren Frequenz einher. Aus Letzterem wird der Core i3-2153, offenbar steigert Intel hier auch nur den Takt der CPU. Auch im mobilen Bereich wird Intel "Upgrade Cards" anbieten, soll kann der Core i3-2312M in einen Core i3-2393M transformiert werden.
Aus Intels Perspektive ein lukratives Unterfangen: Die verkauften Chips entsprechen bereits dem freischaltbaren Modell, der Kunde aber muss zuzahlen um das volle Potenzial abrufen zu können - da es die Upgrade-CPUs so aber nicht zu kaufen gibt, kostet dies den Käufer am Ende vermutlich mehr, als gleich den flotteren Chip zu erhalten.
Quelle: Intel, CPU-World, Computerbase


2x das selbe Produkt, eins davon kastriert. Um auf die Leistung der schnelleren CPU zu kommen, zahlt man am Ende drauf.
Dem Kunden etwas gutes tun ohne Hintergedanke glauben wohl nur die "Media-M" Kunden wie oben schon genannt.
Ich finds nicht gut. Aber wer weiß vielleicht gibts Free Updates im Web
Da stellt sich doch berechtigterweise die Frage ob diese CPU´s nicht auch über "Umwege/Hintertürchen" freigeschaltet werden können.
Denen kann Intel jetzt nachträglich mehr CPU-Leistung andrehen. Und dass das P/L-Verhältniss dadurch noch schlechter wird, wissen diese Leute eh nicht - und vermutlich ist es ihnen auch egal. Sie sind einfach nicht bereit, die Zeit zu investieren, die man für eine Zusammenstellung mit gutem P/L-Verhältniss braucht, sondern zahlen lieber ein bißchen mehr bzw. kriegen ein bißchen weniger.
andererseits, so wie ich das vermute, wird Intel da nochmal Ordentlich die Leute mit abziehen
Bis zur letzten CPU-Generation von Intel war es so, dass man aus einer CPU noch alles rausholen konnte, was möglich war. Und jetzt haben sie entdeckt, dass das ja ein tolles Geschäftsmodell wäre, wenn man das OC noch extra verkauft, sei es als "K"-CPU oder nun als CPU-"Upgrade". Finde ich ehrlich gesagt recht unfair, gerade gegenüber der Gruppe, die Intels CPUs wegen der OC-Tauglichkeit gekauft haben. Immerhin haben sie von diesen Leuten ja auch Geld bekommen und wurden nicht von ihnen bestohlen.
Die generellen Nicht-Übertakter dürfte wohl auch nur selten so ein Upgrade interessieren, da kann man doch auch gleich zum schnelleren Modell greifen.