Intel: Probleme mit der 14-Nanometer-Fertigung

47
News Marc Sauter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Geht es nach der Irish Times, so bereitet Intel der 14-Nanometer-Prozess Sorgen - die haben auch die 4.500 Iren am Standort Leixlip, denn durch die Verzögerung der Fertigung werden 600 Angestellte frühzeitig wieder in die Grafschaft Kildare zurück geschickt.

Schon die aktuelle 22-Nanometer-Fertigung, welche Intel für die Ivy-Bridge-Prozessoren sowie die Xeon-Phi-Beschleuniger einsetzt, lief und läuft nicht ganz so rund wie es sich der Hersteller wünscht - der sogenannte Prozess P1270 ist nichtsdestotrotz weltweit führend. Auf ihn folgt der P1272 mit 14 Nanometer feinen Strukturen, Intel wird den Haswell-Nachfolger Broadwell in diesem Prozess fertigen, entsprechende Produkte in Form von Core i7 und Co. werden für das erste Halbjahr 2014 erwartet.

Die Irish Times berichtet jedoch, dass Intel 600 Mitarbeiter der Fab 24 im irischen Leixlip, welches zur Grafschaft Kildare gehört, von einem Trainingsprogramm in den USA ab Dezember wieder zurück in ihre Heimat schicken wird - mehrere Monate früher als gepant. Insgesamt arbeiten 4.500 Arbeiter in der Fab 24 (Intel ist der größte Arbeitgeber in Kildare), welche neben der Fab D1X (Oregon) und der Fab 42 (Arizona) nur eine von dreien ist, die für die Fertigung von Chips im 14-Nanometer-Prozess vorbereitet wird - für Leixlip bedeutet dies eine Verzögerung von sechs Monaten, wenngleich Intel betont, an der Zeitplanung hätte sich nichts geändert.

Bei den Iren macht sich derweil Unmut breit, denn Intel steckte Milliarden in den Bau der Fab D1X in Oregon und so sorgt man sich in Kildare, dass die 14-Nanometer-Fertigung nur in den USA stattfinden könnte. Zwar läuft derzeit noch der 65 sowie 90-Nanometer-Prozess in Leixlip (der P1270 wurde ausgelassen), dieser wird aber früher oder später auslaufen - selbst die Chipsätze fertigt Intel künftig im 32-Nanometer-Verfahren. Offizielle Zahlen gibt es nicht, aber Schätzungen zufolge pumpte Intel mehr als eine Milliarde Dollar in die Umrüstung der Fab 24 um die 14-Nanometer-Fertigung zu ermöglichen.

Quelle: Irish Times

Bildergalerie

47
    • Kommentare (47)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von GoldenMic Kokü-Junkie (m/w)
        Der Meißel war nur als Übertreibung gedacht, um darauf aufmerksam zu machen, das man dort nicht mit Hämmern und Nägeln arbeitet
      • Von GoldenMic Kokü-Junkie (m/w)
        Der Meißel war nur als Übertreibung gedacht, um darauf aufmerksam zu machen, das man dort nicht mit Hämmern und Nägeln arbeitet
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Intel will wohl seinen Vorsprung nicht verlieren ich denke das der derzeit investierte Ansatz nicht verloren geht und ein paar Millionen kann Intel sicher schon mal verkraften.
      • Von Voodoo2 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Superwip
        Cell?

        Der Cell wurde schon vor mittlerweile fast vier Jahren aufgegeben...

        Sowohl IBMs POWER 7+ Systeme als auch die System Z konkurrieren direkt mit Intels ITANIUM (und teils durchaus auch mit den Xeons der -E und -EX Serie)


        du hast recht

        PowerXCell 8i alerdings ist der letzte so wie es auschaut
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Ein RKM wäre der passendere Analogismus gewesen (sowohl weil im Werkstück rummeißelt, als auch weil es in der Halbleiterindustrie zum einsatz kommt)
      • Von Superwip Lötkolbengott/-göttin
        Zitat
        Was soll das RTM bringen?

        Sollte nur eine Anspielung auf den "Meißel" sein
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk