Intel Haswell-EP: Engineering Sample aus E5-2600-v3-Familie bei Ebay aufgetaucht

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Intel Haswell-EP: Engineering Sample aus E5-2600-v3-Familie bei Ebay aufgetaucht
Quelle: Intel

Die Verkaufsplattform Ebay fördert nicht selten die eine oder andere Kuriosität zu Tage, so auch kürzlich ein mutmaßliches Engineering Sample aus Intels E5-2600-v3-Familie. Die E5-Xeons kommen bekanntlich als EP-Modelle daher, das v3 steht für die Haswell-Mikroarchitektur. Auch wenn sich der Verkäufer bei der Generation nicht sicher ist, will CPU-World.com von ungenannten Quellen eine Bestätigung erhalten haben.

Erwartungsgemäß wird Intel seinem Jahresrhythmus folgend im Herbst dieses Jahres sein Workstation- und Server-Aufgebot von Ivy Bridge auf Haswell aktualisieren. Wie die vergangenen Jahre gezeigt haben, betrifft das zunächst die E5-Familie (Haswell-EP), deren kleinsten Ableger auch für Endkunden in Form von Haswell-E erscheinen. Nun ist auf Ebay scheinbar ein solcher Haswell-EP-Prozessor aufgetaucht. Der Verkäufer selbst scheint gar nicht zu wissen, was er da wirklich verkauft. In der Überschrift heißt es lediglich: "Intel QDD3 Xeon E5 v2? or V3? 12 Core × 2.5GHz (not E5-2696 v2)". Darüber hinaus wurde die Codierung nicht zensiert, was bei solchen Angeboten eigentlich üblich ist, da Intel so den Verkäufer nachverfolgen könnte.

Die Kollegen von CPU-World.com haben ebendiese Codierung genutzt, um nähere Details über den Prozessor zu erhalten, wobei die Quelle ungenannt bleibt. Das "C313..." lässt sich noch ziemlich herleiten: Produziert wurde das Engineering Sample im März 2013 - eine so frühe Testphase für Prozessoren ist durchaus üblich. Darüber hinaus steht das "R3" vermutlich für den Sockel 2011-3, der mit Haswell-E(P) eingeführt und die langersehnte Plattformaktualisierung mit SATA 6 Gbit/s und USB 3.0 mitbringen wird.

Die QDD3-CPU soll derweil tatsächlich aus der E5-2600-v3-Familie stammen und für 2-Sockel-Systeme geeignet sein. 12 Kerne seien mit an Bord, diesen stünden 30 MiByte L3-Cache zur Verfügung. In Sachen Taktraten lägen 2,5 (Basis) respektive 3,0 GHz (Turbo) an. Trotz des frühen Musters (viele Funktionen werden in diesem Stadium noch deaktiviert) sei Hyperthreading (SMT) ebenfalls schon mit an Bord. Angeblich arbeite das Engineering Sample sowohl mit DDR3- als auch DDR4-RAM zusammen. Für Käufer ist das Angebot trotz des vergleichsweise niedrigen Preises von 650 US-Dollar aber ziemlich uninteressant, immerhin sind entsprechende Mainboards mit Sockel 2011-3 noch Mangelware.

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von XD-User
        Ob der gute Herr weiß, dass er sich so Ärger einhandeln könnte ?
        Naja hätte nicht gedacht, dass die Samples schon zu früh hergestellt werden.
        Jemand, der ein ES ausgehändigt bekommt, dürfte normalerweise eine lange Liste mit Titel "dafür handelst du dir Ärger ein" unterschreiben
        Und gefertigt werden ES noch deutlich früher. Im letzten Herbst wurden schon DDR4-Demo-Systeme gezeigt - womit sollen die sonst gelaufen sein? Z.B. Boardwell-DT wurde auch schon vor längeren öffentlich vorgeführt. Bei Intel selbst dürfte man längst mit Skylake ESs arbeiten.

        Zitat von der8auer
        Wenn er die CPU nicht selbst direkt von Intel bekommen hat muss er sich keine Sorgen machen.
        Er nicht. Aber der, dessen Name neben der hier gezeigten Seriennummer in Intels Listen steht, der dürfte was abbekommen. Ein halbes Jahr vor Markteinführung sieht Intel die Sache noch nicht so locker...
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von XD-User
        Ob der gute Herr weiß, dass er sich so Ärger einhandeln könnte ?
        Naja hätte nicht gedacht, dass die Samples schon zu früh hergestellt werden.
        Jemand, der ein ES ausgehändigt bekommt, dürfte normalerweise eine lange Liste mit Titel "dafür handelst du dir Ärger ein" unterschreiben
        Und gefertigt werden ES noch deutlich früher. Im letzten Herbst wurden schon DDR4-Demo-Systeme gezeigt - womit sollen die sonst gelaufen sein? Z.B. Boardwell-DT wurde auch schon vor längeren öffentlich vorgeführt. Bei Intel selbst dürfte man längst mit Skylake ESs arbeiten.

        Zitat von der8auer
        Wenn er die CPU nicht selbst direkt von Intel bekommen hat muss er sich keine Sorgen machen.
        Er nicht. Aber der, dessen Name neben der hier gezeigten Seriennummer in Intels Listen steht, der dürfte was abbekommen. Ein halbes Jahr vor Markteinführung sieht Intel die Sache noch nicht so locker...
      • Von Abductee Kokü-Junkie (m/w)
        Die CPU kann durchaus lauffähig sein, ich kenne ein paar Leute die haben sich eine ES-CPU gekauft und die liefen alle.
        Einige Händler schreiben sogar dazu auf welchem Mainboard die CPU lauffähig war.
      • Von FanboyOfMySelf Software-Overclocker(in)
        Bei so einem Angebot komm ich ein wenig ins schwitzen.
        Aber es kann gut sein das die CPU unbrauchbar ist, Intel kann ja leicht ein Riegel vorschieben, damit die CPU auf zukünftigen mainboards nicht erkannt wird.

        ps: der Verkäufer stellt sich absichtlich so dumm an, ich gehe mal davon aus das er weiß das die CPUs unbrauchbar sind.
      • Von Abductee Kokü-Junkie (m/w)
        Würd ich für einen normalen Preis für ein ES-Exemplar halten.
        Engineer Samples bekommt man haufenweise aus Hong Kong zu deutlich niedrigeren Preisen als das Original.
        Die haben meistens nicht die gleiche Leistung wie die Finale CPU und man könnte auch pech haben das sich das Mainboard weigert damit zu arbeiten.
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Anscheinend weis der Verkäufer wirklich nicht was er verkauft. 650$ Für einen 12Core, der normal mindestens das doppelte kosten würde, fehlt nur noch ein passendes Mainboard.
      Direkt zum Diskussionsende
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