Intel Core i7-8809G: Technische Daten der Kaby-Lake-CPU mit Vega-Grafik
Intel hat wohl aus Versehen etwas zu früh die technischen Daten des Core i7-8809G veröffentlicht. Der Prozessor verbindet eine Kaby-Lake-CPU mit AMDs Vega-GPU und HBM2 und ist auf einer Übersichtsseite aufgetaucht, die eigentlich das Thema Overclocking behandelt. Vermutlich wird der Prozessor auf der Consumer Electronics Show präsentiert.
Intel hatte schon vor einiger Zeit zur Überraschung vieler Beobachter einen Prozessor angekündigt, der im Tandem mit einem Vega-Grafikchip von AMD und HBM2 arbeitet. Diese interessante Kombination aus Kaby-Lake-Prozessor und AMD-Grafiktechnik trägt die Bezeichnung Intel Core i7-8809G oder auch "Kaby Lake G", doch viel mehr war über diese CPU bislang nicht bekannt.
Das hat sich nun geändert, weil Intel wohl aus Versehen die technischen Daten des Prozessors veröffentlicht hat, wie ein Beitrag im Forum von 3DCenter zeigt. Auf einer Übersichtsseite zum Thema Overclocking führt Intel die Modelle auf, die einen freien Multiplikator haben und nennt jeweils den Basistakt, die Größe des Cache, die Anzahl der Kerne und Threads, die TDP, den unterstützten Arbeitsspeicher und den Grafikkern.
In dieser Liste taucht auch der Intel Core i7-8809G auf, sodass diese Angaben nun auch für diese CPU bekannt sind. Der Core i7-8809G ist demnach 3,1 GHz schnell, besitzt 8 MiByte Cache, vier CPU-Kerne mit Hyper-Threading für acht Threads, eine TDP von 100 Watt für das gesamte Package, unterstützt Dual-Channel-Speicher mit DDR4-2400-Standard und kann Grafik sowohl über eine Radeon RX Vega M GH oder den integrierten Intel HD-630-Grafikkern ausgeben.
Der Prozessor an sich entspricht also wohl einem Core i7 7920HQ, der ebenfalls 3,1 GHz schnell ist und im Turbo-Modus bis zu 4,1 GHz erreicht. Genauere Angaben zum Vega-Grafikchip sind in der Liste leider nicht enthalten und auch zum HBM2 fehlen Details. Der Core i7-8809G wird vermutlich auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas vorgestellt, die in einer Woche beginnt. Eventuell gibt es dort auch schon die ersten Produkte mit dem neuen Prozessor zu sehen.

Wirklich betroffen sein dürften da eher I/O-lastige Sachen wie Datenbank-Systeme. Als Privatanwender sollte man das verschmerzen können, auch wenn die Situation doch recht unschön ist.
Nachtrag: Phoronix hat das ganze mal getestet, und selbst in den potentiell problematischen Szenarien ist der Performanceverlust bei weitem nicht so dramatisch wie in dem du -s-Test. Das ist wohl ein absolutes Worst Case-Szenario.