IBMs z13 verarbeitet 100 Cyber-Mondays pro Tag: 141 5,0-GHz-Kerne mit SMT

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IBMs z13 verarbeitet 100 Cyber-Mondays pro Tag: 141 5,0-GHz-Kerne mit SMT
Quelle: IBM

IBM hat ein neues Server-System innerhalb der Mainframe-Baureihe angekündigt. Der z13 kommt in seinem Maximalausbau mit 141 Rechenheiten samt SMT und großzügigen Caches (L1 - L4) daher. Laut eigenen Angaben könnten mit einem solchen System 100 Cyber-Mondays von Amazon jeden Tag verarbeitet werden.

IBM Mainframe z13: CPU-Aufbau Quelle: IBM IBM Mainframe z13: CPU-Aufbau Nach über zwei Jahren stellt IBM mit dem Mainframe z13 einen Nachfolger für den zEC12 vor. Dieser wird auf den aktuellen Stand der Technik aktualisiert. Von der 32-nm-Fertigung geht es auf den 22-nm-Prozess (jeweils SOI), womit nun 3,99 Milliarden Transistoren auf 679 mm² Chipfläche realisiert werden. Dort finden bis zu acht CPU-Kerne ihren Platz, die mit 5,0 GHz 500 MHz langsamer rechnen als beim zEC12 mit je sechs CPU-Kernen. Eine Verbesserung sollen dafür SMT mit zwei Threads pro Kern und Verbesserungen bei der Architektur bringen. Laut IBM sollen insgesamt über 100 neue Instruktionen integriert worden sein. Im Maximalausbau "NE1" kommen 141 konfigurierbare Kerne (CP, IFLS, zIIP, ICFs, SAP) unter. Maximal 42 PU-Chips werden in einem Node untergebracht, die sich mit den Storage Control Chips einen von bis zu vier Drawer teilen.

IBM Mainframe z13: Drawer-Aufbau Quelle: IBM IBM Mainframe z13: Drawer-Aufbau Bei den Caches winken auf allen Levels Erhöhungen: Der L1-Cache beläuft sich nunmehr auf 96 KiByte für Instruktionen beziehungsweise 128 für Daten, zuvor waren es 64/96 KiByte. Der L2-Zwischenspeicher wird mit 2 MiByte verdoppelt und der L3-eDRAM-Cache wird von 384 auf 480 MiByte aufgestockt. Den 480 MiByte große L4-eDRAM-Cache verlagert IBM auf den sogenannten Storage Control Chip, der zusätzlich um 224 MiByte für den Non-Data Inclusive Coherent Directory erweitert wird. Dadurch bringt es der SCC auf eine Chipfläche von 526 mm², ebenfalls im 22-nm-SOI-Prozess. Der Arbeitsspeicher kann auf bis zu 10 Terabyte aufgestockt werden.

IBM Mainframe z13: Modelle Quelle: IBM IBM Mainframe z13: Modelle Insgesamt habe die Entwicklung des Mainframe z13 eine Milliarde US-Dollar gekostet. Vor allem auf Server ausgelagerte Smartphone- und Tablet-Apps sollen über solche Mainframe-Systeme laufen. IBM gibt an, dass 2,5 Mrd. Transaktionen pro Tag verarbeitet werden könnten, was laut eigenen Angaben täglich rund 100 Cyber-Mondays von Amazon entspreche. Neben dem NE1-Topmodell wird IBM auch vier kleinere z13-Ausführungen anbieten.

Quelle: IBM (Pressemitteilung), PDFs (#1, #2)

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Aber echt, habe das gleiche gedacht.
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Aber echt, habe das gleiche gedacht.
      • Von Knogle Volt-Modder(in)
        IBM hat aber schon immer starke Systeme entwickelt..

        Waere mal was wenn die in den Desktop Markt einsteigen wuerde
        Bezweifle aber dass das je geschehen wird... die scheffeln ja schon mit den Servern genug Kohle

        Aber immerhin sind die nicht auf x86 angewiesen so wie AMD
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Trotz einer anderen Architektur, ich habe keinen Schimmer davon und obwohl es sehr interessant ist, bekomme ich den Eindruck nicht los, dass wir um Jahre zurück sind mit unseren Desktop Versionen. Extremer ausgedrückt, kaufe ich minderwertige Hardware? Wenn ich den Haswell-E mit seiner 140 Watt TDP sehe, ist das auf keinen Fall mehr zeitgemäß.
      • Von bockwurst90 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Turbo1993
        Noch irgendeiner Lust von x86 auf Power-PC-Architektur zu wechlsen
        Wieso sollte man? Die CPUs der zSeries haben eine eigene Architektur (z-architecture). Dazu kommen haufenweise optionale Co-Prozessoren, die gar nicht in der CPU integriert sind, bis zu 10TB RAM und Fiber Interconnect Bus... Alles Dinge, die beim Personal Computing irrelevant und meist unbekannt sind. Hat gar nichts mit PowerPC zu tun, welche eine Personal Computer Architektur ist, wie es der Name ja sagt.

        Finde es so oder so komisch, dass hier immer wieder über solche Dinge berichtet wird, ohne den richtigen Kontext zu erwähnen... vll. mal einen Informatiker (Technische Universität/ ETH) als Berater in die Redaktion aufnehmen

        Gruss
      • Von ThomasGoe69
        Der "Schrank" sieht schon stylisch Batman oder so aus. Gibt es den auch in Schweinchenpink, für Firmen, indenen überwiegend Frauen in der IT sind ?
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