Apple A9X: Die-Shot zeigt den iPad-Pro-Prozessor ohne L3-Cache
Die Webseite fool.com hat von Chipworks einen Die-Shot des Apple A9-SoCs erhalten, der neue Details zum Prozessor offenbart. Demnach fehlt der komplette L3-Cache sowie der dritte Kern aus dem A8X, dafür setzt Apple auf eine breitere GPU sowie höhere Taktraten.
Es ist kein Geheimnis mehr, dass Apple beim hauseigenen A9X-SoC nicht mehr auf drei CPU-Kerne wie beim A8X setzt, sondern wie beim A9 auf zwei. Mit der aktualisierten Twister-Architektur und dem deutlich höheren Takt von 2,26 statt 1,5 GHz wie beim A8X fällt die Leistung trotzdem hoch aus. Die Webseite fool.com zeigt jetzt den ersten Die-Shot zum A9X, der von Chipworks stammt und neue Details offenbart.
So nehmen die zwölf GPU-Cluster in sechs Zweier-Gruppen den größten Platz auf dem Chip ein, wobei es sich um eine Sondervariante von Imagination Technologies handelt. Normalerweise gibt es die Series 7XT nur mit zwei, vier, sechs, acht oder 16 Shader-Blöcken. Der A9 muss mit sechs Clustern auskommen. Die beiden CPU-Kerne nehmen mit ihrem L2-Cache nur noch wenig Patz in Anspruch. Auf einen L3-Cache verzichtet Apple offenbar komplett.
Die Webseite hat eine mögliche Begründung: Mit etwa 147 mm² ist der A9X schon ein sehr großer ARM-SoC trotz 16FF+-Fertigung von TSMC (A9 von TSMC: 104,5 mm²), die wahrscheinlich 4 MiByte L3-Cache des A9 hätten den Prozessor weiter aufgebläht. Dafür hat der SoC mit 128 Bit aber ein doppelt so breites Speicherinterface, das mit LPDDR4-RAM deutlich höhere Transferraten erreicht. Der zusätzliche Zwischenpuffer hätte also nicht unbedingt zur Geschwindigkeit beigetragen, die zusätzliche Chipfläche sich nicht rentiert. Die Kollegen von Golem führen aus: Der L3-Cache hätte den Prozessor wahrscheinlich vor allem effizienter gemacht. Da der aber im Tablet mit genug Platz zur Kühlung und nicht im Smartphone zum Einsatz kommt, könnte sich Apple aus Kostengründen dagegen entschieden haben.
Quelle: fool.com
