Aderlass bei AMD: Open-Source-Entwickler müssen gehen
AMD setzt weiter auf die Kostenbremse und schließt das Operating System Research Center (OSRC) in Dresden. Die Entwickler werden freigestellt. Damit dürfte die Weiterentwicklung des Kernels von Linux und Xen wohl zunächst auf Eis liegen. Das Team kümmerte sich um die optimale Unterstützung des freien Betriebssystems.
Im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen gehen die Entlassungen bei AMD weiter. Betroffen ist nun das Operating System Research Center (OSRC) in Dresden, das die Texaner schließen. Das vorhandene Personal soll freigestellt werden. Damit endet wohl auch die Entwicklung und Unterstützung für die offenen Betriebssysteme Linux und Xen. Der Kostendruck scheint AMD dazu zu zwingen, auch hier einen tiefen Einschnitt zu machen.
Das Team des Operating System Research Center war in der Vergangenheit für alle wichtigen Änderungen am Linux-Kernel zuständig, um AMD-Prozessoren und -Chipsätze bestmöglich zu unterstützen. Dieser Support wird nun wegfallen. Bei den Grafikkarten (dediziert und integriert) sieht es derzeit noch anders aus. Wie Heise in Barcelona auf der Linux Con Europe erfahren haben will, wird hier vorerst weiter gemacht. Das Team bestünde aus vier Entwicklern.
Es wird spannend zu beobachten sein, wo die Reise von AMD in Zukunft auf dem Prozessorenmarkt hingeht. Nach dem Ausstieg aus dem Performance-Rennen mit Intel und Verhandlungen mit ARM wird AMD auch mehr und mehr mit Konsolenherstellern, allen voran Sony, in Verbindung gebracht. In der kommenden Playstation 4 soll angeblich eine A10-APU werkeln. Für AMD scheint ein solcher Deal immer wichtiger zu werden, garantiert er doch langfristige Abnahme und so ein sicheres Einkommen.
Die Manager wollen nur Geld, die interessierts nicht ob das Unternehmen längerfristig abkackt.
Wenn AMD aber nicht bei Sony mit der PS4 Glück haben wird, dann sieht es schlecht aus.
Wenn ich diese Meldung nun mit den Vermutungen hinsichtlich der Hoffnungen seitens AMD dort neue Produkte für die nächste PS4 anbieten zu können zusammen bringe, dann sieht es für 2013 wohl doch nicht so rosig aus.
Warten wir also mal weiter ab, wie es mit AMD weiter gehen mag, denn der CEO zieht sein Ding weiter durch und läßt die Leute gehen um Geld zu sparen.
Gruß
Schade das AMD nicht mehr an der Entwicklung ihrer Produkte für Linux weiter arbeiten will.
Wenn AMD aber nicht bei Sony mit der PS4 Glück haben wird, dann sieht es schlecht aus.
Es ist bei Computerbase und teilweise auch hier extrem ernüchternd mit welch einer Selbstverständlichkeit Dinge kolportiert werden, welche nicht beweisbar sind.
Komischerweise ist dies auf der Seite Computerbase regelrecht die Regel dass AMD News auf Propagandaniveau aufbereitet werden.
Es wird ja so getan als ob man wüsste, dass AMD alle Linux Kernel entwickler entlassen hat, dabei ist nicht bekannt, ob es vorher Personalwechsel gegeben hat oder ein anderes Team Kerneloptimierungen auf AMD´s Prozessoren übernimmt.
Es geht aber nicht um den vs. Nvidia-Teil von Linux, sondern um den vs. Intel. Und während AMD auch da so schlecht dasteht, dass man sich (gerade auch mit den momentanen Plattformschwerpunkten) fragt, ob sie das Geschäft mit den bisherigen Opterons nicht in 1-2 Generationen ganz einstellen, macht man doch ein bißchen Umsatz und hat mit HSA und Seamicro eigentlich eher eine Aufstockung am köcheln. Big buisness ist Linux natürlich auch damit nicht, aber das hier sind ja auch keine großen Einsparungen, sondern nur ein paar wenige Mitarbeiter - aus Schlüsselpositionen...