AMD: Trotz 590 Millionen US-Dollar Verlust über den Erwartungen
Trotz eines Verlustes von 590 Millionen US-Dollar konnte AMD die Erwartungen der Analysten erfüllen. Die Negativ-Bilanz ist dabei ausschließlich auf die Änderungen der Verträge zwischen AMD und Globalfoundries seitens AMD im letzten Jahr zurückzuführen.
Gestern gab AMD die Ergebnisse des ersten Geschäftsquartals 2012 bekannt. Die Analysten gingen nach der Veröffentlichung der Ergebnisse von Konkurrent Intel davon aus, das AMD ebenso wie diese, eine kleines Umsatzplus mit Gewinneinbruch vermelden würde. Die Analysten lagen damit richtig, wenn man die Einmalzahlung AMDs an Globalfoundries außer acht lässt.
Der Gesamtumsatz AMDs betrug im ersten Quartal 2012 1,585 Milliarden US-Dollar, womit AMD die Erwartungen der Analysten leicht übertraf. Im Vergleich zum selben Quartal des Vorjahres ging der Umsatz trotzdem um 28 Millionen US-Dollar zurück. Der Gewinn damals betrug 54 Millionen US-Dollar. Durch die Abschreibungen aus der Vertragsänderung mit Globalfoundries hat AMD unterm Strich nun einen Verlust von 590 Millionen US-Dollar. Diese Strafzahlung wurde fällig, da AMD letztes Jahr nach den Problemen mit der 32-nm-Produktion Verträge zu ihren Gunsten abändern ließ. Vorher war vereinbart worden, dass Globalfoundries der exklusive Auftragsfertiger für AMD sei, mittlerweile gehört AMD auch zu den Kunden TSMCs, die die Fertigung der kommenden Brazos 2.0-Plattform übernommen haben.
Auf dem Prozessormarkt sank der Umsatz leicht von 1,203 Milliarden auf 1,2 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn konnte aber dennoch von 100 auf 124 Millionen gesteigert werden. Sorgen bereitet noch immer das Grafikkarten-Geschäft, der Umsatz sank im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 31 Millionen US-Dollar auf 382 Millionen US-Dollar. Aber auch hier konnte eine Gewinnsteigerung erzielt werden: der Gewinn stieg von 19 auf 34 Millionen US-Dollar an. Für das nächste Quartal erwartet AMD ähnliche Zahlen: Bestenfalls sollen diese um 6 Prozent über denen des ersten Quartales liegen.
Quelle: AMD

Wenn man die Überschrift genau liest kann man als Kurzfazit festhalten : Sie liegen über den Erwartungen.
Hört sich doch gut an.
Naja klar kann man das jetzt schlecht sagen was besser gewesen wäre. Ist daher auch eher so nen Bauchgefühl. Wenn man bedenkt was mit dem kauf alles einherging. Die Zahlungen an GF sind ja auch nur ne Folge davon.
Naja, wo würde AMD heute stehen, wenn Sie ATI nicht gekauft hätten?
Eventuell hätten Sie gegen Intel besser bestanden, und nicht so einen großen Rückstand bei den CPUS. Eventuell hätte Intel aber auch einfach aufs Gas gedrückt, und man stünde praktisch da wie heute.
Vielleicht wars auch der falsche Zeitpunkt ATI zu kaufen. Vielleicht aber auch nicht....
Das kann heute einfach keiner sagen, was besser gewesen wäre. Ein völliger Griff ins Klo wars aber wohl nicht.
Das positive ist ja eigentlich:
Jetzt gibts nicht mehr so viele Optionen bei denen AMD nochmals viel Geld zahlen müsste um aus irgendwelchen Sachen rauszukommen. Bis auf die Schulden halt
Ich stehe dem Kauf von ATI nach wie vor skeptisch gegenüber auch wenn die APUs natürlich nicht ohne sind, vor allem die im Low End Bereich aka Brazos. Llano fand ich jetzt eigentlich nicht so berauschend.
Naja, das Thema GF hat sich auf der Kostenseite dann wohl auch hoffentlich endlich erledigt. Die Bindung zu GF besteht ja praktisch nicht mehr. Mir wäre zumindest nichts mehr bekannt, wodurch AMD erneut hohe Zahlungen an GF befürchten müsste.
Die Weichen für dauerhafte Gewinne sind also durchaus gestellt. Ich teile auch deine Ansicht, das AMD durchaus interessante Käufe/Entwicklungen getätigt hat in letzter Zeit. Da besteht einiges an Potenzial, sich zu entwickeln. Man muss nur schauen, ob AMD nicht von Intel überrollt wird bzgl. Memory-Cube und Haswell mit Stacked RAM on Package für die iGPU.
Das traurige an BD ist wirklich die ST Leistung, aber wenn man sich einige der Analysen anschaut zu BD, dann sieht man, dass BD schlechter Performt, als das vom Papier her der Fall sien dürfte. Da steckt mit ziemlicher Sicherheit noch irgendwo ziemlich böse der Wurm drin, der verdammt viel Leistung kostet. Daher darf man durchaus hoffen, das mit den nächsten BD-Generationen die Leistung merklich zulegt.