AMD K12: Angeblich erster ARM-Kern mit SMT
AMDs erster selbstentwickelter ARM-Kern soll SMT unterstützen, also mindestens zwei Threads gleichzeitig abarbeiten können. So soll es jedenfalls von Quellen bei ARM heißen, die wissen, was ihre Lizenznehmer so treiben.
Parallel zum x86-Kern Zen entwickelt AMD ein eigenes ARM-Design, das auf den Codenamen K12 hört und in Form von High-Performance-ARM-Prozessoren vorwiegend für den Server-Markt angeboten werden soll. Derzeit hat AMD dort Seattle im Angebot, der auf Standard-Cortex-A57-Kerne setzt. Aus Japan stammen nun die ersten Architekturdetails zu K12, die sich Blogger "Dresdenboy" auf Basis von Übersetzungen direkt vom Autor hat bestätigen lassen (um Übersetzungsfehler auszuschließen).
Laut ARM-Mitarbeitern, die wissen, was die Lizenznehmer entwickeln, soll AMD mit K12 ein vergleichsweise breites Design entwerfen. Vier decodierte Befehle könne das Front-End weitergeben ("4-wide"), genauso wie bei Zen. Um das Ganze richtig füttern zu können, werde AMD Simultaneous Multithreading, kurz SMT, einsetzen, genauso wie bei Zen. Jeder Kern könnte damit mindestens zwei Threads abarbeiten, wobei mehr als zweifaches SMT wahrscheinlich zu viel des Guten wäre. Bisher gibt es noch kein ARM-Design, das SMT beherrscht. Selbst Apple mit den "dicksten" ARM-Kernen verzichtet (noch?) darauf.
"Dresdenboy" hebt derweil nochmal die Ähnlichkeiten der Zen- und K12-Kerne hervor. Scheinbar wird vieles zwischen den beiden Designs mit Anpassungen übernommen, womit AMD trotz zwei verschiedener Architekturen Entwicklungsgelder sparen kann.
Quelle: dresdenboy.blogspot.de

Wenn jetzt allerdings im Vorfeld gemeint war, dass die Kosten/Stück nur 10 Taler betragen sollten, dann muss man ja auch nicht nur die Entwicklungskosten am Ende abziehen, sondern auch die gesamten Vertriebs-, Lizenz-, etc.-Kosten. Und dann wird es eng.
Gruß
The New Citavia Blog: AMD K12 looks to be at least a 4-wide design with SMT