Intel-Lieferprobleme: Situation soll laut Microsoft besser sein als erwartet
Laut Microsoft soll die Liefersituation von Chips im ersten Quartal besser gewesen sein, als es erwartet wurde. Damit dürften insbesondere Prozessoren gemeint sein. Marktführer Intel hatte in den vergangenen Monaten große Schwierigkeiten, genügend Chips zu produzieren. Wahrscheinlich gehören die Lieferschwierigkeiten des Unternehmens aber noch nicht der Vergangenheit an.
Laut Microsofts Chief Financial Officer Amy Hood hat sich der PC-Markt im ersten Quartal 2019 gebessert; er sei stärker ausgefallen als erwartet. Als Grund nennt sie eine verbesserte Versorgung mit Chips, womit wohl Prozessoren gemeint sein dürften. Ein weiterer Grund ist eine erhöhte Nachfrage, insbesondere von kommerziellen Kunden.
Preise fast wieder auf normalem Niveau
Im vorherigen Quartal äußerte sich Hood zum Thema Chip-Angebot noch deutlich verhaltener: Damals beklagte sie noch, dass die mangelhafte Chip-Versorgung einen negativen Einfluss auf den gesamten PC-Markt hat. Für die inzwischen gebesserte Situation sprechen auch die Einkaufspreise für Endkunden: In den USA werden beispielsweise die beiden Prozessoren i5-9400 und i5-9400F bereits wieder im Bereich des MSRP (Manufacturer's Suggested Retail Price) gehandelt.
Auch wenn Hood auf der Konferenz nicht explizit von Intel sprach, so dürfte sich ihre Aussagen zur Liefersituation dennoch in erster Linie auf das Unternehmen beziehen. Auch wenn AMD mit den Ryzen-Prozessoren inzwischen wieder konkurrenzfähig ist, so ist Intel immer noch der Marktführer bei Prozessoren.
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Intels Lieferschwierigkeiten brachten in den vergangenen Monaten zahlreiche Unannehmlichkeiten für die Kunden des Unternehmens mit sich: Aufgrund der Probleme mit der 10-nm-Fertigung musste Intel zu viele Chips im alten 14-nm-Prozess fertigen. Dafür waren allerdings die Kapazitäten der Fabriken zu gering, wodurch Prozessoren knapp wurden und die Preise stiegen.
Es bleibt zu hoffen, dass Intel das Problem nun wirklich gelöst hat, und es sich nicht nur um eine kurzfristige Verbesserung handelt. Aktuelle Berichte sprechen allerdings davon, dass Intel in den kommenden Quartalen wieder Lieferprobleme haben könnte. Dem Unternehmen könnte das langfristig schaden, da sich Partner dadurch verstärkt nach Alternativen umsehen könnten - in Form von AMD-Prozessoren.
Quellen: Techpowerup, PC World
