Ryzen vs. Coffee Lake: AMDs CPU-Verkäufe bei Mindfactory explodieren [Update]
AMDs Ryzen-Prozessoren verkaufen sich bei Mindfactory hervorragend, während die Absätze von Intels Coffee-Lake-S-CPUs einbrechen. Das zeigen die öffentlichen Angaben, die es in dieser Form bei keinem anderen großen deutschen Händler gibt. Schuld dürften die hohen Preise im blauen Lager sein, die aus den Lieferschwierigkeiten resultieren.
Update vom 01.10.18:
Der Reddit-Nutzer /u/ingebor hat inzwischen auch eine Grafik mit absoluten Zahlen nachgereicht, die zeigt, dass nicht nur Intels Verkaufszahlen gesunken, sondern AMDs gleichzeitig signifikant gestiegen sind - der Chiphersteller kann also eindeutig Profit aus der Lage schlagen (via 3DCenter). Bis zu 3.000 Ryzen-Prozessoren wurden innerhalb einer Woche bei Mindfactory verkauft. Dagegen steht ein Tiefstand von 1.000 Intel-CPUs. Am besten laufen der Ryzen 7 2700X und der Ryzen 5 2600.
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Originalartikel vom 28.09.18:
Die Preise für Intels Prozessoren, insbesondere für jene aus der Coffee-Lake -S-Familie, sind in den vergangenen Wochen bekanntlich signifikant angestiegen. Das Mainstream-Topmodell, der Core i7-8700K, ist von knapp über 300 auf inzwischen 470 Euro bei den bekannten Händlern gestiegen. Intels Einsteiger-Sechskerner, der Core i5-8400, hat sich mit einem Preisschild von 280 Euro nahezu verdoppelt - lediglich Caseking liefert ihn noch für 200 Euro aus, hat ihn aber zurzeit nicht mehr auf Lager. Auf der anderen Seite sind AMDs Ryzen-CPUs stabil wie eh und je. Beim Ryzen 7 2700X bewegen sich die Schwankungen im einstelligen Prozentbereich, ohne dass die UVP überschritten wird.
AMD profitiert von Intels Preissteigerungen
Bei Mindfactory zeigen sich die Auswirkungen dieser Preisentwicklung. Der Händler gehört in Deutschland zu den größten Hardware-Vertreibern und gibt seine Verkaufszahlen ziemlich genau an. Einem Reddit-Nutzer fiel auf, dass die Schere seit Monatsanfang deutlich auseinander gegangen ist. Im Sommer lagen AMD und Intel noch relativ gleichauf - mal war der eine etwas weiter vorne, mal der andere. Sowohl die Ryzen-1000- und -2000-CPUs als auch die Coffee-Lake-S-Modelle boten gute Gesamtpakete zu fairen Preisen.
Mit der Preisexplosion bei Intel brachen die Verkäufe geradezu ein. AMD kam in den letzten Tagen auf einen Verkaufsanteil von über 70 Prozent. Das heißt, mindestens sieben von zehn Käufern haben sich für ein Ryzen-Modell entschieden. Ein Blick auf Mindfactorys Prozessorseite zeigt, dass die beliebtesten Modelle zu Großteilen von AMD stammen. Absolut wurden die 2000er-Modelle weniger verkauft als die Gegenstücke von Intel, die Markteinführung fand allerdings auch rund ein halbes Jahr später statt.

In der IT ist das nichts anderes. Bereits ein Vorführgerät ohne Verpackung und Bedienungsanleitung hat teilweise einen um bis zu 30% niedrigeren Preis. Da wäre ich doch blöd, mir Neuware zu kaufen.
Na kein Wunder, dass auf einmal nach meiner Bestellung der Ryzen 5 2600 nicht mehr lieferbar ist.
Naja, muss ich halt noch 1 - 2 Wochen warten, bis der neue PC vollständig in Betrieb genommen wird.
Mit der CPU allein könnte das sogar noch ganz cool wirken. Spätestens mit Kühler darauf wirds aber fragwürdig.