Borderlands 2 mit GPU-Physx: Darauf müssen sich PC-Spieler einstellen - plus erste Tuning-Tipps
Am Donnerstag erscheint Borderlands 2 auch in Deutschland. Welche Hardware brauchen Sie dafür? Welche Auswirkungen haben die GPU-beschleunigte Physx-Effekte auf Grafik und Leistung? PCGH gibt erste Antworten auf diese Fragen.
Am 21. September ist Borderlands 2 auch in Deutschland offiziell spielbar. Einige PCGH-Leser werden sich vermutlich fragen, welche Hardware man für den "Cell-Shading"-Shooter von Gearbox braucht und welche Auswirkungen eigentlich GPU-Physx hat.
Borderlands 2: Welche Hardware?
Insgesamt ist nach unseren ersten Erkenntnissen der Anspruch an die Grafikkarte eher gering. So reicht eine Geforce GTX 260 aus, um das Spiel in 1.920 x 1.080 mit allen zuschaltbaren Details zu spielen - solange Physx auf "Niedrig" bleibt. Dabei ist keine "echte" Kantenglättung auf verbreiteten Grafikkarten verfügbar, das Spiel bietet hier lediglich den Bild-Weichspüler FXAA - das kostet zwar kaum Leistung, glättet aber bekanntlich harte Kontraste gut. Gegen Flimmern in Bewegung ist das Verfahren aber weiter machtlos. Nvidias Kepler-Feature TXAA sollte ursprünglich auch in Borderlands 2 zum Einsatz kommen, wurde jedoch gestrichen. Somit bleibt FXAA vorerst (neben Downsampling) das einzige Mittel zur Bildglättung.
Die Ansprüche an den Prozessor sind ebenfalls gering. Borderlands 2 lässt sich mit einem Zweikerner (Core 2 Duo, Athlon II X2) um 3 GHz spielen, dann sind in Kämpfen allerdings Slowdowns in den 30-Fps-Bereich üblich - das ist vergleichsweise zäh. Auch das Vorladen beim Spielstart dauert hier sehr lange, die ersten Spielsekunden ist erst mal alles rucklig, man sieht die Texturen quasi "reinströmen". Ein Vierkerner steigert die Leistung deutlich und ist daher unsere aktuelle Empfehlung (am besten mit 3+ GHz, 2,5 sind aber genug). Mit jeglichem Core i7 läuft alles butterweich.
Borderlands 2: Physx inside
Borderlands 2 basiert wie der Vorgänger bekanntlich auf Epics Unreal Engine 3.x und nutzt Nvidias PhysX-Bibliothek. Der erste Teil beschränkte sich hierbei auf die von der CPU-berechnete Variante, Borderlands 2 dagegen setzt auf GPU-beschleunigte PhysX-Effekte. Zu den erweiterten Effekten von Borderlands 2 zählen interaktive Debris bei Beschuss von Objekten oder Granaten, die Teile des Bodens sprengen (Krater aber entstehen keine!) sowie eine dynamische Flüssigkeits- und Stoffsimulation und weiterhin volumetrischer Rauch.
Es gibt drei Stufen bei Physx - Niedrig, Mittel und Hoch -, welche allesamt von Geforce-Grafikkarten beschleunigt werden können. Die Unterschiede zwischen den Stufen betrifft vorwiegend die Anzahl der dargestellten Partikel ("Debris") und die Menge des austretenden Fluids bei getroffenen Gegnern. Sehr cool: Steht Physx auf Hoch, fliegen nicht nur sehr viele Brocken umher (auch bei Einschüssen in den Boden), sondern die Teile werfen auch alle einen Schatten, lassen sich beim Drüberlaufen wegtreten und bleiben ewig liegen. Eine GTX 560 Ti leidet bei heftigem Gebröckel aber stark unter dem Physx-Aufwand.
Borderlands 2: Tuning-Tipps
Physx Niedrig sieht zwar unspektakulär aus, ist auf Radeon-Karten aber bitter nötig. Ein Vierkerner mit Radeon HD 7970 lacht selbst in 2.560x1.600 über den Rechenaufwand - kommen aber vier fette Bullys um die Ecke, die man beschießt, gehen die Fps gern mal unter 20. Daraus ergeben sich auch Tuning-Tipps: Physx auf "Niedrig" bringt in Kämpfen definitiv am meisten Fps, speziell auf Radeon-Karten, wo der Hauptprozessor mit den Brocken malträtiert wird. FXAA kann stets an bleiben, weil es nichts kostet - wer mag, stellt es zu Gunsten der Bildschärfe ab. "Umgebungsverdeckung Aus" steigert die Fps im Grafiklimit um bis zu 30 Prozent und fällt kaum auf, weil der Effekt äußerst subtil eingesetzt wird - das wäre der beste Tuning-Tipp bei einer schwachen Grafikkarte. Wer mag, limitiert die Bildrate auf 30, 50, 60, 72 oder 120 Fps - das fördert ein konstantes Spielgefühl und beugt auf Superrechnern Fiepen/Zirpen bei hohen Bildraten vor. Forcierte "echte" Kantenglättung per Treiber funktionierte mit unseren Version leider nicht, wir werden das aber mit der finalen Retailversion spätestens am Freitag prüfen. Dann gibt es auch Benchmarks und Bildvergleiche.
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habs heute mit PHYSX gespielt, gott sieht das geil aus.
Ich konnt's leider immer noch nicht ausprobieren, Steam läd tatsächlich das ganze Spiel neu runter, weil ich einen Code für ein paar goldene Waffen eingegeben habe...
Mach mir keine Angst, ich habe hier DSL 1000, also ca 350 MB/Stunde... da kann ich ja nie spielen...hoffentlich ist das bei dir nur eine Fehlfunktion. Ich hab den letzten Battlefield 3 Patch noch nicht komplett.
2600K @stock samt GTX680 u. Physx Hoch dropt schon ordentlich. Hätte gedacht es läuft besser. Naja, mal an der Taktschraube drehen.
Meiner auch, habe selbst einen i5 2500K.