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    Battlefield 4 Beta-Test: Prozessor-Benchmarks und Skalierung von 1 bis 8 Threads

    Wie läuft die Battlefield 4 Beta mit meinem Prozessor? Nachdem wir kurz nach dem Beta-Start zahlreiche Grafikkarten auf ihre Schlachtfeldtauglichkeit musterten, rückt nun die Prozessorleistung in den Fokus. So viel vorweg: Battlefield 4 benötigt im aktuellen Beta-Status enorm viel Rechenleistung, was vor allen der dynamischen Action geschuldet ist.

    Seit dem 1. Oktober können Vorbesteller und Premium-Kunden bereits ihre ersten Schlachten in Battlefield 4 schlagen (PCGH berichtete). Alle anderen können an der offenen Beta ab dem 4. Oktober teilnehmen. Der BF4-Entwickler DICE weist darauf hin, dass die Beta-Version etwas älter ist als die aktuelle Entwickler-Version und dass für die Teilnahme unbedingt ein 64-Bit-Betriebssystem mit 6 GiByte Arbeitsspeicher notwendig ist. Spieler, deren Rechner diese Anforderungen nicht erfüllen, müssen sich aber trotzdem keine Sorgen machen, Battlefield 4 überhaupt nicht spielen zu können: Die Verkaufsversion wird weniger RAM benötigen und auch auf einem 32-Bit-Windows funktionieren. Beachten Sie auch die folgenden Artikel zum Thema Battlefield 4:

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    Battlefield 4 Beta: Prozessor-Benchmarks

    Wie von PC Games Hardware gewohnt, präsentieren wir Ihnen ofenfrische Benchmarks zum Launch der Battlefield 4-Beta ("Betafield 4"). Das ist leichter gesagt als getan, denn Battlefield 4 macht es Testern schwerer denn je, reproduzierbare Ergebnisse zu erhalten: Die unglaublich dynamischen Schlachtfelder stellen im Sekundentakt unterschiedliche Anforderungen an Hauptprozessor und Grafikkarte. So hatten wir beim Erstellen der Grafikkarten-Messwerte nicht nur mit den schier endlosen Ladezeiten vor Schlachtbeginn, sporadischen Verbindungsabbrüchen und vollen Servern zu kämpfen, sondern auch damit, dass während der Tests unser Spawn-Punkt eingenommen wird, wir fälschlicherweise für ein valides Abschussziel gehalten werden oder dass während der Messungen mal eben ein Wolkenkratzer zusammenstürzt – Dynamik, die Spieler begeistert, aber Tester wahnsinnig macht.

    Die Tests finden wie bei den Grafikkarten auf der 64-Spieler-Version von "Siege of Shanghai" statt, der momentan einzigen verfügbaren Map. Wir spawnen als Mitglied der US-Streitkräfte am Punkt "E" auf der Karte, arbeiten uns an die Ufer-Promenade vor und sprinten ab dem dort stehenden, brennenden Autowrack 20 Sekunden geradeaus. Markenzeichen der Szene sind enorme Weitsicht – wir laufen direkt auf die detaillierte Stadt zu –, dynamischer Staub sowie natürlich die rundherum stattfindenden Gefechte. Ob es sich um ein Worstcase-Szenario handelt, wagen wir anhand des Beta-Status einer einzelnen BF4-Map nicht zu beurteilen, faktisch erzielten wir im Anspieltest an diesem Punkt von "Siege of Shanghai" jedoch die niedrigsten Bildraten.

    Battlefield 4 Beta: Prozessor-Benchmarks

    Seit dem Start der halboffenen Beta von Battlefield 4 wird in den Internetforen dieser Welt debattiert, welche Hauptprozessoren dem Geschehen gewachsen sind und welche nicht. Schnell wurde klar, dass Battlefield 4 auch prozessorseitig hohe Ansprüche stellt und selbst moderne Chips in die Knie zwingen kann. Faktisch vermag es die Frostbite-3-Engine zum gegebenen Zeitpunkt, Vierkern-CPUs komplett auszulasten und selbst mit acht Kernen/Threads zu skalieren. Vielerorts ist zu lesen, dass SMT alias Hyperthreading erstmals den Unterschied zwischen zäh und flüssig bringt und SMT-lose Chips wie beispielsweise der beliebte Core i5-2500K oder i5-3570K unter der Last zusammenbrechen.

    Was ist dran an den Berichten? Wie lässt sich die Leistung in der Battlefield 4 Beta steigern? PC Games Hardware hat 10 Prozessoren neueren und älteren Datums durch Schanghai gescheucht. Als Bonbon vergleichen wir nicht nur die absolute Prozessorleistung, sondern sehen uns auch an, wie die unterschiedlichen Architekturen von ihren Zusatzkernen bzw. -Threads profitieren. Um einem (partiellen) Grafiklimit aus dem Weg zu gehen führen wir alle Tests zwar mit Ultra-Details durch, setzen die Auflösung jedoch auf 1.280 x 720 Pixel, verzichten auf MSAA und nutzen eine Geforce GTX Titan.

    BF4 Beta CPUs


    Die Platzierung der Prozessoren wirkt auf den ersten Blick vertraut, wird jedoch von mehreren Besonderheiten durchzogen. Erstens können sich AMDs 4-Modul-Prozessoren der FX-8xx0-Reihe überdurchschnittlich gut positionieren, was zweifellos an der Mehrkernoptimierung der Frostbite-Engine liegt. Wer den Windows-Taskmanager während der Gefechte im Hintergrund laufen lässt, erblickt über alle 8 Kerne Auslastungswerte jenseits von 70 Prozent – das sah man vorher nur bei Crysis 3. Die Fps-Werte des Core i7-3770K erreicht der FX-8350 zwar nicht, für den i5-3570K reicht's jedoch.

    Die zweite Besonderheit betrifft den FX-6350, welcher stellvertretend für alle anderen FX-6xx0-Chips (3 Module, 6 Threads) den Benchmark durchläuft. Die Leistung dieses Prozessors ist ungewohnt katastrophal, Spielen ist aufgrund der stark schwankenden Bildrate mit Einbrüchen in den einstelligen Bereich fast unmöglich. Der FX-4170 hingegen, mit lediglich zwei Modulen und etwas höherem Takt ausgestattet, erzielt deutlich bessere Resultate. Wie kommt's? Darüber kann derzeit nur spekuliert werden, klar ist nur, dass es sich um einen Bug handelt. Vermutlich weist die Frostbite-Engine dem Prozessor eine 8-Kern-Worker-Map zu, sodass er unter der Thread-Lawine zusammenbricht. Randnotiz: Obwohl der FX-4170 ordnungsgemäß und mit satten ~4,2 GHz arbeitet, kann er es nicht mit den alten Deneb-Vierkernern (Phenom II X4) aufnehmen. Spätestens jetzt wird klar, dass es sich bei den FX-Modulen nicht um vollwertige Kerne handelt.

    SMT alias Hyperthreading bringt in Battlefield 4 (Beta) definitiv einen Leistungsschub, entscheidet laut unseren Tests aber nicht über die Spielbarkeit: Der SMT-lose Core i5-3570K schlägt sich wacker, der gleichgetaktete Core i7-3770K mit SMT stemmt jedoch um zehn Prozent höhere Min-Fps. Übrigens zahlt sich SMT vor allem dann aus, wenn Sie während des Spielens zahlreiche Hintergrundprogramme offen haben oder ein Fraps-Video des Spiels aufzeichnen, ein gewöhnlicher Vierkerner bricht hier zusammen.

    Battlefield 4 Beta: Prozessor-Kernskalierung

    Wie skaliert die aktuelle Frostbite-Engine mit den verfügbaren Rechenherzen? Unsere Testwerte belegen die vorbildliche Mehrkernoptimierung des Battlefield 4-Unterbaus, allerdings fallen die absoluten Bildraten gering aus: Ohne echte 4 Kerne @ 4 GHz kommt im Gefecht wenig Freude auf, da die Bildrate regelmäßig unter die 30er-Marke fällt. Der Phenom II X6 mit seinen 3,3 GHz erreicht rechnerisch das Niveau eines X4 mit ~4 GHz, kann die 40-Fps-Marke aber trotzdem nicht nehmen. Liefe er mit 4 GHz, läge die Bildrate zwischen 45 und 50 Fps.

    Übrigens: Während unserer Tests zeigte sich erneut, dass der Geforce-Treiber einen größeren Overhead erzeugt als der Catalyst. Dies hat beim Spielen zur Folge, dass ein Geforce-PC im CPU-Limit geringere Bildraten erzeugt als der gleiche PC mit einer Radeon-Grafikkarte. Dieses Verhalten haben wir auf mehreren Systemen beobachtet und unabsichtlich bestätigt – die Kernskalierung wurde mit einer Radeon HD 7970 durchgeführt, die übrigen Benchmarks mit einer Geforce GTX Titan. Wie Sie den Werten entnehmen, fallen die Fps bei der Kernskalierung höher aus als bei den Benchmarks oben.

    Prozessor per Mausklick auswählen
    Battlefield-4-Beta-Core-Scaling-Benchmark-X6-1100T-pcgh

    Battlefield 4 Beta: Tuning-Tipps – speziell für FX-6xx0-Nutzer

    Die bereits erwähnte FX-6xx0-Schwäche konnten wir auf drei verschiedenen AMD-Systemen verfizieren. Weder die CPU noch der Grafiktreiber tragen laut unseren Tests die Schuld daran, das Problem liegt offensichtlich an der Ansteuerung durch die Game Engine. Daraus ergibt sich ein etwas befremdlich anmutender Tuning-Tipp für Besitzer eines FX-6xx0: Begeben Sie sich ins BIOS Ihrer Hauptplatine und deaktivieren Sie dort ein Kernmodul. Die Battlefield 4-Beta läuft mit der daraus resultierenden 4-Kern-Konfiguration deutlich besser. Eine Prise Overclocking in den Bereich um 4,5 GHz gewährleistet ordentliche Bildraten. Besitzer eines FX-8xx0 sollten die Finger von den Modulen lassen, da diese Prozessoren ordnungsgemäß mit ihren Kernen skalieren.

    Tuning-Tipp für höhere Bildraten: Diversen Nutzermeldungen zufolge lohnt es sich, nach dem Spielstart von Battlefield 4 aus dem Spiel zu tabben, den Taskmanager zu öffnen und der bf4.exe die Priorität "niedrig" zuzuweisen. Drücken Sie hierfür nach dem Laden der Karte die Tastenkombination Alt + Tab, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Taskleiste unten und wählen Sie die Option "Task-Manager starten"; die bf4.exe wartet unter "Prozesse" auf Sie. Nach der Rückkehr ins Spiel sollte die mittlere Bildrate höher ausfallen und grobe Ruckler ausbleiben. Dieser Vorgang muss bei jedem Spielstart erneut durchgeführt werden.

    Battlefield 4 Beta: Fazit zu CPU-Leistung und Multithreading

    Die hier skizzierten Zahlen sind keineswegs in Stein gemeißelt. Es gilt als sicher, dass Battlefield 4 auch in der finalen Ausbaustufe großen Hardware-Hunger mitbringt, wir gehen jedoch davon aus, dass DICE bis zum Release noch einige Optimierungen am Code vornimmt. Das Polishing wird mit Gewissheit auch die kuriose Leistung der 3-Moduler von AMD aus der Welt schaffen. PC Games Hardware bleibt natürlich am Ball und wird Sie zeitnah über alle Veränderungen informieren.

    Hintergrund zu Battlefield 4
    Battlefield 4 soll extrem große spielerische Freiheit mit einer dynamischen, zerstörbaren Umgebungen bieten. EA und DICE versprechen, dass das offene Level-Design dank Frostbite 3 Engine dafür sorgt, dass kein Schlachtfeld dem anderen gleicht. Spieler haben die Möglichkeit Stromversorgungen zu unterbrechen, Staumauern zu sprengen oder eben auch beliebig Gebäude zum Einsturz zu bringen. Battlefield 4 ist ab dem 31. Oktober 2013 für Xbox 360, Playstation 3 und PC erhältlich. Zu einem späteren Zeitpunkt dieses Jahres erscheint das Spiel ebenfalls für die Konsolen der nächsten Generation, die Xbox One von Microsoft sowie die Playstation 4 von Sony.

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  • Battlefield 4

    Battlefield 4

    Plattform
    PC
    PS4
    XBO
    X360
    PS3
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    DICE - Digital Illusions Creative Entertainment
    Release
    30.10.2013

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Battlefield 4
Battlefield 4 Beta-Test: Prozessor-Benchmarks und Skalierung von 1 bis 8 Threads
Wie läuft die Battlefield 4 Beta mit meinem Prozessor? Nachdem wir kurz nach dem Beta-Start zahlreiche Grafikkarten auf ihre Schlachtfeldtauglichkeit musterten, rückt nun die Prozessorleistung in den Fokus. So viel vorweg: Battlefield 4 benötigt im aktuellen Beta-Status enorm viel Rechenleistung, was vor allen der dynamischen Action geschuldet ist.
http://www.pcgameshardware.de/Battlefield-4-PC-238749/Tests/Battlefield-4-Beta-Test-Prozessor-Benchmarks-Cores-1091016/
03.10.2013
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2013/10/Battlefield_4_Beta_4K_Ultra_HD_FXAA_downsampled_PCGH__32_-pcgh.jpg
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