Batman: Arkham Knight Revisited - Performance-Patch und hinzugefügte Effekte gleich bessere Spielbarkeit?
Nach dem sehr unrunden Launch, sehr unzufriedenen Kunden und mittlerweile durch Publisher Warner eingestellte Steam-Verkäufe hat die PC-Version von Batman: Arkham Knight nun einen dringend benötigten Performance-Patch erhalten. Außerdem wurden gegenüber den Konsolenfassungen fehlende Grafikeffekte ergänzt, die Spielbarkeit verbessert. Wir aktualisieren und ergänzen unsere Benchmarks und nehmen die Optimierungen genauer unter die Lupe.
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Batman Arkham Knight nach Performance-Patch - Einleitung und Hintergründe
Rocksteadys PC-Ableger ihres eigentlich gelungenen Abenteuers um den finsteren Superhelden war zum Zeitpunkt des Launches ein Desaster. Abstürze, miese Performance selbst auf High-End-Rechnern aufgrund einer mangelhaften Streaming-Engine und ein 30-Fps-Lock, den zudem selbst die aktuell schnellsten Grafikkarten nicht zu halten vermochten. Dazu gegenüber den Konsolenfassungen fehlende Effekte, darunter die Umgebungsverdeckung, starkes Pop-Up und Grafikfehler; ein Optionsmenü, das den Namen wegen mangelnder Optionen kaum verdient hatte, in Kombination mit einem durch DLCs und Season-Pass im Effekt aufgeblähten Kaufpreis machten Batman: Arkham Knight zu einem der miesesten PC-Ports der letzten Jahre. PC-Spieler ließen sich dies nicht gefallen, gingen auf die Barrikaden und machten ihrem Frust in Foren und in Youtube-Videos Luft, außerdem - und hier ist ein potenziell mächtiges Werkzeug in Aktion - machten Käufer der Steamversion offenbar in großer Zahl von ihrem neuen Rückgaberecht gebraucht. Dies war offenbar selbst für Medienriese Warner zu viel, kurze Zeit später nahm der Publisher die Steam-Version vom Markt. Der finanzielle Schaden sowie der angeknackste Ruf dürften aller Wahrscheinlichkeit nach beträchtlich sein.
Batman Arkham Knight nach Performance-Patch - Richtiger Ansatz aber noch lange nicht gut
Nachdem sich auch Entwickler Rocksteady zu Wort gemeldet hatte und bekundete, das dem Studio auch ihre PC-Kunden sehr wichtig seien - ein Kommentar, den wir angesichts des Zustands dieser Version einfach einmal für einen Moment im Raum schweben lassen wollen - und Besserung gelobte, ist am Samstag ein erster Patch erschienen. Dieser soll Abstürze beheben, die Performance verbessern, zudem wurden die fehlenden Grafikeffekte hinzugefügt. Diese sagen Ihnen hoffentlich zu und verursachen keine zusätzlichen Performance-Probleme auf Ihrem System, denn abschalten lassen sich diese nicht mehr - im Grafikmenü herrscht die gleiche gähnende Leere wie bisher. Der 30-Fps-Lock ist noch immer vorhanden und sollte auch angeschaltet bleiben. Denn trotz prinzipiell ausreichender Grafikleistung sind 60 Fps auch für High-End-Systeme noch immer nicht darstellbar, selbst wenn die potentesten GPUs diese Grenze beinahe in Ultra-HD knacken könnten.Auch die 30 Fps lassen sich extrem schwer halten.
Der Schluckauf der Streaming-Engine gerät beim Abschalten der 30-Fps-Begrenzung deutlich stärker aus den Fugen, Ruckler und Stocker mehren sich, es tritt verstärkt Pop-Up auf und die Engine müllt bei längerer Spielzeit Haupt- sowie Grafikspeicher zu bis sich das Spiel mit hoher Wahrscheinlichkeit und einer Fehlermeldung auf den Desktop verabschiedet. Dieses Problem existiert noch immer. Auch die 30 Fps lassen sich extrem schwer halten, selbst nachdem wir mit unserem sowieso schon extrem schnellen Testsystem mit zusätzlichem, noch schnellerem Speicher, fetterer Auslagerungsdatei sowie riesiger 1-TB-SSD, extrem flotter GPU und aktuellen Treibern dem PC-Port so weit entgegengingen wie nur möglich. Alle GPUs in jeder Auflösung haben wir neu gemessen, AMDs aktuelle GPUs der R9-300-Reihe sowie die R9 Fury X profitieren nun zudem recht stark durch den für Batman angepassten Catalyst-Treiber 15.15 Beta v2 (15.15.1004). Wer die folgenden Werte vergleichen möchte, finden hier unseren ursprünglichen Benchmark-Test zu Batman: Arkham Knight.
Batman Arkham Knight nach Performance-Patch - Die Benchmarks
Quelle: Rocksteady/Warner
Batman: Arkham Knight Revisited - Performance-Patch und hinzugefügte Effekte gleich bessere Spielbarkeit? (1)
Zweifelsfrei hilft der Patch dem flügellahmen Batman: Arkham Knight ein wenig auf die Sprünge, doch die niedrige Framerate ist auf dem PC kaum auszuhalten, nicht einmal eine dynamische Refreshrate wie Gsync oder Freesync können bei solch geringen Bildraten wirklich effektiv helfen - Stocker, Slowdowns und Ruckler sind in jedem Fall zu spüren und die Bildrate liegt generell zu niedrig, um diese Techniken sauber arbeiten zu lassen - auch wenn zumindest im Falle von Gsync eine minimale Besserung gegenüber konventioneller Refresh-Techniken zu verzeichnen ist. Schwammig und unruhig blieb das Spielgefühl bei unserem Nachtest in jedem Fall. Immerhin: Die Entwicklung schlägt nach dem Desaster den richtigen Weg ein. Doch noch ist die PC-Version von Batman: Arkham Knight keine Empfehlung wert, unzählige weitere Probleme müssen dazu noch aus der Welt geschafft werden. Wir haben einmal eine kleine, nach unseren Prioritäten sortierte To-Do-List erstellt:
- Abstürze beseitigen
- Performance sowie Streaming-Probleme deutlich verbessern
- Speicherlöcher stopfen
- Framelock entfernen
- Hardware-Skalierung deutlich optimieren
- Grafik- sowie das generelle Optionsmenü drastisch erweitern, aggressive Bildfilter optional machen
- (Optionale) grafische Verbesserungen vornehmen. Beispielsweise eine feinere Umgebungsverdeckung hinzufügen, Schattenwürfe der Charaktermodelle drastisch erhöhen und das Level-of-Detail erweitern, Kantenglättungsmodi ergänzen
- Multi-GPU-Systeme vernünftig ausnutzen
Batman Arkham Knight nach Performance-Patch - Fazit
Wie Sie hier eventuell erkennen können, hat die PC-Version von Batman: Arkham Knight zu einem qualitativ hochwertigen Port, den solch ein hochprofiliertes, Umsatz versprechendes und durch einen gigantischen Publisher finanziertes Projekt verdient hätte, noch einen weiten Weg vor sich. Auch wenn nun zumindest der Blick in Richtung Qualität gerichtet wurde, erzielt ist diese auch mit dem Patch noch lange nicht. Noch immer stimmt die Performance nicht, fehlen wichtige Elemente einer guten PC-Umsetzung, stürzt das Spiel reproduzierbar ab und sollte daher auch unserer Meinung noch nicht gekauft werden - spielerischen Qualitäten, sehr guter Audiokulisse und ansehnlicher Optik zum Trotz ist Batman: Arkham Knight kein rundes Produkt. Bei Interesse schauen Sie sich auch unser Video an, dort zeigen wir die Optimierungen durch den Patch, die Verbesserungen durch die neu hinzugekommenen Grafikeffekte sowie die immer noch vorhandenen Probleme anschaulich auf.

Gibt es inzwischen neuigkeiten zum nächsten patch?
bei mir läuft es 1080p und alles auf max mit 33-64 fps (60er lock). unter 60 gehts aber meist nur mit dem Batmobil in der City. Dann aber in aufwendigen Situationen auch mal auf 26fps, was dann schon etwas nervt.
In 22 Stunden ist es mir jetzt 4x abgestürzt. Alles in allem ist es für mich nicht so drastisch, dass mir der Spaß vergehen würde.
Das war natürlich allgmein und nicht auf diese early Access PC-Version bezogen.
...what?!
Klar,im Allgemeinen stimmt deine Aussage schon, aber auf Arkham Knight bezogen garantiert nicht! Es ist sicher kein schlechtaussehendes Spiel und so, aber auch nur in der Nähe vom maximal Möglichen liegt man hier bei weitem nicht!
Der "Sweet Spot" für PC Spiele liegt halt nicht auf maximum sondern irgendwo zwischen maximum und Konsole. Wenn man mehr will kostet es überdurchschnittlich und man muss auch mal mit Problemen rechnen.