AMD Zen 2: 7-nm-CPUs sollen gegen Spectre sicherer werden [Update]
In der Analystenkonferenz zu den jüngsten Geschäftszahlen sprach AMDs CEO Lisa Su die beiden Sicherheitslücken Meltdown und Spectre an. Der Chiphersteller zeigt sich weiterhin überzeugt, dass die hauseigenen Prozessoren gegen Meltdown nicht anfällig seien. Gegen Spectre soll es mit der Zen-2-Generation Absicherungen auf Hardware-Ebene geben.
Update vom 02.02.18:
In unserem Originalartikel blieb die Ryzen-2000-Familie mit Zen+-Innenleben alias Raven Ridge (APUs mit Vega-iGPUs) und Pinnacle Ridge (reine CPUs) unerwähnt. Die Microcode-Updates und Betriebssystem-Patches für Ryzen 1000 zur Absicherung gegen Spectre werden natürlich auch für die kommenden Prozessoren gelten. Der aktualisierte Microcode dürfte in den BIOS-Versionen der neuen 400er-Mainboards direkt enthalten sein, sodass sich Käufer keine Gedanken mehr um die Sicherheitslücken machen müssten.
Originalartikel vom 31.01.18:
Schon als die beiden Sicherheitslücken Meltdown und Spectre in vielen modernen Prozessoren bekannt wurden, beschwichtigte AMD die Nutzer seiner CPUs und APUs. Die hauseigenen Architekturen seien gegen Meltdown gar nicht anfällig und gegen die zweite Spectre-Variante ("Branch Target Injection") nur bedingt. Die Ausnutzung erweise sich als schwierig und die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs gehe gegen 0. Trotzdem verteilt AMD Microcode-Updates zur Anpassung der Sprungvorhersage, um die Sicherheitslücke gänzlich zu schließen. Über Betriebssystem-Patches sollen Nutzer gegen die erste Spectre-Variante ("Bounds Check Bypass") abgesichert werden.
In der Analystenkonferenz zur Bekanntgabe der Geschäftszahlen aus dem vierten Quartal 2017 ging AMDs CEO Lisa Su auf die Thematik erneut ein (Transkript bei seekingalpha.com). Sie betont weiterhin, dass Meltdown kein Problem darstelle und Spectre auf den eigenen Prozessoren zum Teil schwierig auszunutzen sei. Das Zen-2-Design habe AMD inzwischen fertiggestellt. Darin seien Anpassungen auf Hardware-Ebene enthalten, um sich gegen Spectre abzusichern - Su spricht nicht von spezifischen Varianten, sondern von einer Absicherung gegen "Spectre-ähnliche" Angriffe. Google informierte die Chiphersteller bereits im vergangenen Sommer über die Sicherheitslücken, womit AMD mehrere Monate blieben, um Zen 2 entsprechend anzupassen. Intel kündigte an, noch dieses Jahr CPUs mit Spectre- und Meltdown-Schutz veröffentlichen zu wollen.
Zen-2-basierte Engineering Samples möchte AMD "später in diesem Jahr" ausliefern. Eine Veröffentlichung von Ryzen 3000 sollte damit Anfang 2019 möglich sein, wenn sich der Zeitplan nicht erheblich verschiebt. Vorher, genauer im April 2018, wird Ryzen 2000 auf Basis von Zen+ erscheinen.
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In einem Mikrochip mehrere Funktionen unterzubringen dürfte wohl schon Anfang der 70er Stand der Technik gewesen und macht eigentlich das Wesen der Mikrochips aus.
Und wehe man spielt dann auch mal ein 2v2 oder 3v3 mit Freunden
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