AMD Zen: Neue Details zu L0-Cache und Data Fabric
Die Mailing-Liste des Linux-Kernels offenbart neue Details zu AMDs Zen-Mikroarchitektur, die aus erster Hand, sprich von AMD selbst, stammen. Demnach werden Zen-Prozessoren eine Art L0-Cache als uOp-Zwischenspeicher besitzen, wodurch vor allem die Leistungsaufnahme reduziert werden könnte. Zudem wird ein Data Fabric mit GMI-Links genannt.
Nachdem Intel schon seit der Sandy-Bridge-Generation einen Micro-Operation-Cache, kurz uOp- beziehungsweise µOp-Cache einsetzt, dürfte ein solcher seinen Weg auch in AMDs Zen-Architektur finden. In aktuellen Patches für den Linux-Kernel, die von AMD-Ingenieuren angelegt wurden, wird sowohl ein uOp-Cache als auch ein uOp-Buffer genannt. Primär könnte mit dem Zwischenspeicher beim Ausführen von Schleifen ("Loops") Energie eingespart und dekodierte Befehle könnten auf Halde gelegt werden, um Fetch- beziehungsweise Dekodierungsflaschenhälse zu umgehen.
Darüber hinaus nennen die Patches sowohl GMI-Links als auch einen Data Fabric. Beide Begriffe wurden bereits auf einer Folie verwendet, die fudzilla.com im vergangenen August veröffentlichte und eine HPC-APU zeigte. Veranschaulicht wurde ein Data Fabric bestehend aus vier GMI-Links à 25 GB/s, um so eine schnelle Kommunikation einer GPU mit HBM (auf einem Interposer) mit einer Zen-CPU innerhalb eines MCM-Packages (außerhalb eines Interposers) zu erlauben. Mit der Bestätigung einer Zeppelin-CPU scheint sich die Folie immer weiter als echt zu bewahrheiten.
Quelle: dresdenboy.blogspot.de, planet3dnow.de
