AMD Zen: Blender-Benchmark wurde nicht durch AMD-Unterstützung verfälscht
AMD hat kürzlich ein Engineering Sample auf Basis von Summit Ridge (Zen) gegen einen Core i7-6900K gestellt und beide CPUs ein einfaches Bild in Blender rendern lassen. Der Zen-Prozessor war dabei minimal schneller fertig. Wie ein PCGHX-Mitglied nun nachgeforscht hat, dürfte AMDs offizielle Unterstützung der Blender Foundation das Ergebnis nicht verfälscht haben.
Vor wenigen Tage hatte AMD eine kurze Konterveranstaltung zu Intels Developer Forum (IDF) gehalten, auf dem einige neue Informationen zu Zen verraten wurden (später folgten weitere Details). Unter anderem gab es einen Benchmark zu sehen, bei dem ein Zen-basiertes Engineering Sample gegen einen Core i7-6900K gestellt wurde. Beide CPUs haben in der 3D-Grafiksuite Blender ein einfaches Bild gerendert. Um einen direkten Vergleich zu ermöglichen, hat AMD beide Prozessoren mit 3,0 GHz laufen lassen. Der Core i7-6900K wurde also untertaktet (Standardbasistakt: 3,2 GHz). Zudem wurden beide Systeme mit identischen RAM-Konfigurationen zusammengestellt. Das bedeutet zwei Riegel, die im Dual-Channel liefen. Das Quad-Channel-Interface von Broadwell-E wurde nicht ausgenutzt. Das und den Umstand, dass AMD die Blender Foundation offiziell bei der Entwicklung unterstützt, haben einige Leser als Grund zur Kritik genommen.
Das PCGHX-Mitglied Oromis16 hat sich die Kritikpunkte genauer angesehen und kann diese größtenteils entschärfen. AMD beteiligt sich bei der Entwicklung von Blender lediglich am OpenCL-Pfad, den Radeon- und Fire-Pro-Grafik- beziehungsweise Beschleunigerkarten nutzen. Auf CPUs läuft die Software mit C++, woran AMD nicht beteiligt ist. Als Randnotiz: Auf Nvidia-GPUs nutzt Blender CUDA. In Bezug auf das ungenutzte Quad-Channel-Speicher-Interface zeigt sich, dass Blender bei so einem kleinen Projekt kaum von zusätzlicher Bandbreite profitiert - gibt man Intel ein paar Prozentpunkte Abzug bei der Render-Zeit, wären beide Systeme immer noch gleich schnell fertig gewesen.
Ein Intel-Mitarbeiter hat sich privat indes darüber ausgelassen, dass Blender für unterschiedliche Architekturen verschiedenen Code nutzt. Ein direkter IPC-Vergleich sei damit nicht sinnvoll. Damit hat er durchaus Recht. In diesem Sinne sind direkte IPC-Vergleiche aber auch kaum möglich, da die Geschichte zum Beispiel in Spielen wieder komplett anders aussehen kann. Wie schon von uns dargestellt, sollte man den Benchmark-Vergleich als einen ersten Ausblick verstehen, seine Erwartungen aber auch nicht zu hoch ansetzen.

Eigentlich hätte Broadwell nach Tick Tock doch nur ein Shrink sein dürfen.
https://hardforum.com/proxy/CKbSwA7n6N9xrek7xZZxd8%2Bm9ICxvkmv4tWbbUCH/image.png
Westmere war anhand der Folien der einzige Shrink wo Intel nichts am Core-Design optimiert hat, aber ansonsten gab es auch bei einem Tick immer Architekturverbesserungen.
Bei Carrizo wurde doch vermutet, dass die High Density Labs ein Grund für die Verbesserung war: Geringerer Abstand und damit potenziell geringere Latenzen
Ich kann das nicht wirklich einschätzen, aber vielleicht ist es bei einer kleineren Fertigung ähnlich.
Eigentlich hätte Broadwell nach Tick Tock doch nur ein Shrink sein dürfen.
Gar nichts, aber die IPC von Broadwell ist ein wenig besser als von Haswell.
Das ist Quatsch, hier soll der Vergleich der konkurrierenden Architekturen und deren Leistung pro Takt geführt werden, für diesen Vergleich ist der tatsächliche Takt eigentlich unerheblich.
Bei gleichem Takt läst sich aber eben die IPC im direkten Vergleich besser einordnen, außerdem waren wie bereits häufig im Thread zu lesen ist, die Broadwell ES auch seinerzeit nur mit 2,9Ghz
getaktet.