AMD Zen 2: Weitere Details zu Ryzen 3000 durch BIOS-Updates
AMD hat in Vorbereitung auf Zen 2 alias Ryzen 3000 AGESA-Code mit den Versionsnummern 0.0.7.0 und 0.0.7.2 verschickt, mit denen die Mainboard-Hersteller erste BIOS-Updates anbieten. Findige Nutzer haben sich die aktualisierten Versionen näher angeschaut und weitere Erkenntnisse über AMDs kommende Zen-2-Prozessoren gezogen.
Seit diesem März verteilen die Mainboard-Hersteller vermehrt BIOS-Updates, welche die AM4-Platinen mit den AGESA-Versionen 0.0.7.0 und 0.0.7.2 auf "neue Prozessoren" vorbereiten sollen. AGESA steht für AMD Generic Encapsulated System Architecture und enthält den Microcode zum Ansprechen der CPUs. Mitglieder des overclock.net-Forums, darunter 1usmus, der das Ryzen-RAM-Calculator-Tool anbietet, haben den Code ausgelesen und damit neue Details zu AMDs Zen-2-Prozessoren erlangt, die im Desktop unter dem übergeordneten Codenamen Matisse beziehungsweise als Ryzen 3000 erscheinen werden - auf diese CPUs scheinen die BIOS-Updates abzuzielen. Techpowerup.com hat zusammen mit 1usmus einen entsprechenden Artikel verfasst.
Der Codename Valhalla fiel bereits vor einigen Tagen. Damit könnten konkrete Prozessoren auf Basis von Zen 2 und nicht die allgemeine Produktreihe gemeint sein. Ebenso wurde die Abkürzung CCD entdeckt, die für ein Zen-2-Chiplet auf einem AM4-Package stehen soll. Eine Ryzen-3000-CPU wird bekanntlich aus einem bis zwei solcher Dies und einem separaten I/O-Chip mit den Anschlüssen und DDR4-Controllern bestehen. Die Zen-2-Chiplets werden bei TSMC in 7 nm gefertigt, die I/O-Dies bei Globalfoundries in 14 nm.
Angebliche Details u.a. zum Infinity Fabric in Zen-2-CPUs
Im Falle von Epyc 2 gab AMD explizit an, dass die Zen-2-Chiplets untereinander nicht kommunizieren können sollen. Jeder Die ist über Infinity-Fabric-Links mit dem I/O-Chip verbunden, der die Kommunikation übernimmt. Techpowerup.com geht anhand der BIOS-Updates für AM4 davon aus, dass die Ryzen-3000-CPUs mit zwei Zen-2-Chiplets (12- und 16-Kerner) eine Infinity-Link-Verbindung zwischen allen Dies aufweisen würden. Zudem könnte laut 1usmus jedes Chiplet "seinen eigenen RAM-Channel" nutzen. Da die DDR4-Controller im I/O-Die sitzen, entspräche das nur einer Zuordnung. Inwiefern das sinnvoll wäre, müssten Tests zeigen. Theoretisch sollten alle Zen-2-Kerne auf den kompletten RAM zugreifen können. Eine Beschleunigung des Interconnects sei durch den UCLK möglich: Wie schon bei Zen (1) soll der Takt des Infinity Fabrics an die RAM-Frequenz gekoppelt sein, allerdings nicht mehr starr, sondern mit optionalen Teilern. Neben einer Verringerung des UCLK gegenüber der Speicherfrequenz sei eine Verdoppelung möglich. Bei DDR4-3200 (1.600 MHz Speichertakt) zum Beispiel wären somit 3.200 MHz beim Infinity Fabric möglich.
Passend zum Thema: AMD Ryzen: Neuer Codename "Valhalla" aufgetaucht
Bei weiteren Verbesserungen fehlen Details. So soll zum Beispiel der XFR-Algorithmus zum automatisierten Übertakten aktualisiert worden sein. Die RAM-Controller würden eine "partielle Fehlerkorrektur" bei Nicht-ECC-Speicher unterstützen. Wie das ohne zusätzliche Bits bei der Übertragung funktionieren soll, bleibt abzuwarten. Ein Speichertest (MBIST, Memory Built-In Self-Test) ermögliche die Prüfung der Stabilität. Core Watchdog stelle System-Resets sicher, wenn es zu Instabilitäten komme.

Und der Hypertrain fährt wieder los.
Was hat Intel in den 2 Jahren vor Ryzen gemacht ? Geschlafen und Geld abgeschöpft, gelacht weil AMD ja abstinken wird. Pustekuchen Wurstkuchen. Intels Erwachen war schrecklich und nun kämpfen sie mit jedem Mittel um Marktanteile. Leider ist deren Marketing zu gut und zuviele fallen noch darauf herein.
Den Rest kann ich nicht mit dir teilen. AMD hat sich davor 5 Jahre aktiv aus dem Markt zurückgezogen. Ein Umstand den sich Intel in der IT Landschaft nicht leisten kann. Na klar waren die Verbesserungen jährlich nur marginal, selbiges wird auch früher oder später auf AMD zutreffen. Es gibt immer mal eine Zeit wo sich mehr bewegt, aber auch eine Zeit des Stillstands.
In den zwei Jahren vor Ryzen befand sich der Desktop auf dem Weg zu Grabe getragen zu werden. In der Zeit boomten Tablets, Convertibles, Notebooks, Smartphones und 3D TVs, da hat sich kaum noch wer für einen stationären Rechner interessiert. Gefragt war Mobilität, selbst Kreative fingen an ihre Fotos und Videos in Apps zu bearbeiten. Der Arbeitsplatzrechner wich einem Notebook, wenn es mehr sein sollte eben ein Surface. Leute fingen an Office auf Android Geräten zu nutzen usw. usw...
Im Nachhinein mag vieles easy klingen, aber zu dem Zeitpunkt war das Interesse kaum noch vorhanden. Selbst der Leistungsverlust beim Wechseln auf mobile Hardware wurde in Kauf genommen, also kann der Bedarf an mehr Kernen und mehr Leistung damals nicht gravierend gewesen sein.
Ich find's schade das immer einseitig argumentiert wird, aber die Branche auch manchmal nur den Trends unterlegen ist.
Für den Rest der keinen Anspruch an sich hat , taugt der Ryzen und ist nicht unbedingt schlecht