Ryzen 3000: AMD gibt Ausblick auf Zen 2 für Desktop - 16-Kerner gut denkbar [Update]
Jetzt aktualisiert: AMD hat auf der CES-2019-Keynote zwar keine konkreten Ryzen-3000-Prozessoren mit Zen-2-Kernen angekündigt, dafür aber einen allemal interessanten Ausblick auf die nächste Generation gegeben. Zen 2 wird auch im Desktop-Bereich einen Multi-Die-Ansatz mit einem I/O-Chip in 14 nm und mindestens einem CPU-Chiplet in 7 nm nutzen. 16-Kerner für den Sockel AM4 erscheinen durchaus realistisch.
Update vom 10.01.19:
Bildmaterial des echten Zen-2-Packages für den Sockel AM4 sollte jeglichen Zweifel, dass AMD mehr als Achtkerner im Mainstream anbieten könnte, zerstreuen. Im richtigen Winkel mit dem richtigen Lichteinfall sieht man unter dem oberen Zen-2-Chiplet Vorbereitungen für ein zweites auf dem Package. Die Webseite pcworld.com zeigt das im Video ziemlich deutlich. AMD hat derweil Render-Bilder des Chips und eine PDF-Präsentation zur Verfügung gestellt, die Sie nachfolgend ebenfalls vorfinden.
Quelle: pcworld.com
Im richtigen Licht offenbart das AM4-Package vermutliche Vorbereitungen auf ein zweites Chiplet
Bildergalerie
Einen umfassenden Ausblick auf sein Ryzen-3000-Portfolio, wie es die Gerüchteküche kolportierte, hat AMD zwar nicht im Rahmen der CES 2019 gegeben, der Hardware-Welt dafür aber ein paar dicke Appetithappen mit auf den Weg gegeben. Bisher bestätigte der Chiphersteller ausschließlich im Falle der Epyc-Prozessoren für den Server-Markt, dass der Multi-Die-Ansatz deutlich ausgeweitet wird: Neben einem großen 14-nm-Die von Globalfoundries, der die I/O-Funktionalität samt Speicher-Interface zur Verfügung stellt, sitzen bis zu acht Zen-2-Chiplets, die von TSMCs 7-nm-Prozess profitieren.
Zen-2-Achtkerner als Engineering Sample misst sich mit Intels Core i9-9900K
Im Desktop wird AMD den gleichen, wenn auch heruntergebrochenen, Ansatz fahren. CEO Lisa Su zeigte ein AM4-Package mit zwei Siliziumchips: Einem größeren I/O-Die, ebenfalls bei Globalfoundries in 14 nm gefertigt, sowie dem von Epyc bekannten Zen-2-Chiplet in 7 nm. Grundsätzlich handelt es sich beim gezeigten Prozessor um einen Achtkerner mit 16 Threads. AMD hat ein Vorserienexemplar im Cinebench R15 (Multithreaded) gegen Intels Core i9-9900K antreten lassen. Letzterer lief ungedeckelt auf einem Asus-Mainboard, durfte also mehr als 95 Watt verbrauchen und daher seinen All-Core-Turbo ausfahren. Bei einer System-Power, also einer Gesamtleistungsaufnahme der kompletten Systeme, von 130 (AMD) zu 180 Watt (Intel) lagen die beiden CPUs mit gut 2.000 Punkten auf dem gleichen Leistungsniveau.
Quelle: AMD
Leistungsvergleich eines Zen-2-Achtkerners in Form eines Engineering Samples gegen Intels Core i9-9900K im Cinebench R15.
Zumindest im synthetischen Benchmark kann ein Zen-2-Engineering-Sample also mit Intels Core i9-9900K mithalten. AMD verriet nicht die Taktraten seines eigenen Modells, wahlweise durch mehr Takt oder durch architektonische Verbesserungen muss die Leistung gegenüber einem Ryzen 7 2700X jedoch um rund 15 Prozent gestiegen sein. Anzunehmen ist, dass die finalen Ryzen-3000-Modelle noch höhere Taktraten erreichen werden, sodass AMD an Intel vorbeiziehen könnte. Allerdings stellt der Cinebench einen Best-Case dar. Die Zukunft wird zeigen müssen, ob der Multi-Die-Ansatz im Gaming die Leistung nicht schmälert. Dort sind die Latenzen sehr wichtig, die durch eine solche Lösung steigen könnten.
Mehr Details zu Zen 2: AMD zeigt Epyc mit 9 Dies - ca. 1.000 mm² Silizium
Platz für 16 Kerne im AM4-Sockel vorhanden
Interessant ist indes das nackte Package, das den I/O-Die und das Zen-2-Chiplet zeigt. Ersterer sitzt links mittig, Letzterer rechts oben. Darunter ist ziemlich genau genug Platz für ein zweites Chiplet vorhanden, womit AMD auf 16 Kernen im AM4-Sockel käme - genauso prognostiziert es die Gerüchteküche seit einiger Zeit. AMD selbst hat in einem Roundtable-Gespräch nach der Keynote unverhohlen angedeutet, dass der Platz nicht grundlos vorhanden ist. Die Veröffentlichung der ersten Ryzen-3000-CPUs mit Zen-2-Innenleben soll Mitte 2019 stattfinden. Mehr Informationen könnte es zur Computex 2019 im Juni geben.
PCI-Express 4.0 an Bord
AMD bestätigte indes, dass die PCI-Express-4.0-Funktionalität von Zen 2 auf dem Sockel AM4 ausgenutzt werden soll. Neue Mainboards, zum Beispiel mit dem I/O-Hub ("Chipsatz") X570 werden den Standard gewiss unterstützen. Bei den bisherigen 400er- und 300er-Platinen könnte die Signalqualität ausreichen, um die doppelte Bandbreite zumindest bis zum obersten PCI-Express-x16-Steckplatz zu schleusen.


Wenn im Sommer etwas Knete über ist, wird der 2600K meiner Frau ersetzt.
Aber nun wieder zurück zu den Fakten, du weißt weder die Taktfrequenz noch wie sich die Latenzen auswirken usw. und schätzt aber die Spieleleistung in etwa auf dem Niveau eines 8700k ein, ein bisschen viel Spekulatius findest du nicht auch? Wie schon oben erwähnt solche sehr intellastige Einschätzungen bin ich eigentlich eher von cb gewohnt und wie das in die Hose geht hat man letzten Sonntag ja vorzüglich gesehen
Und nach dem jetzigen Kenntnisstand Einschätzungen abzugeben ist eben nur eins und das ist vage.
Mein Problem mit deiner Aussage ist einfach, du weißt selbst noch nichts näheres und lehnst dich mit deinen Schätzungen ganz schön weit aus dem Fenster
Das ist schon sehr einseitig was du hier von dir gibst.
Gott wird ein 9900k ab Juni veraltet sein.
Ich kann es nur immer und immer wiederholen: Die meisten Privatanwender habe keinen Gaming-PC und keine Workstation, sondern ein Gerät, dass bevorzugt alles können sollte, was man damit halt individuell so macht.
Wenn dann ein bestimmter Anwendungsbereich, beispielsweise Spiele, nicht alle Kerne ausreizt, ist das verschmerzen. Ich habe mir nämlich mal sagen lassen, dass die beschäftigungslosen Kerne weder Protestbriefe schreiben noch eine spontane Demo mit Sitzblockade veranstalten, sondern stillvergnügt warten, bis sie doch mal wieder die Muskeln spielen lassen können.
Schon klar, wer sich tatsächlich nur (oder hauptsächlich) eine Spiele-Kiste zusammenklebt, braucht selbstverfreilich (bis dato) keine 16C/32T-CPU. Glücklicherweise - ich weiß, das kommt für Manche jetzt überraschend oder gar schockierend - muss muss man sich nicht unbedingt das Flaggschiff kaufen. Weder von dem einem, noch von dem anderen Anbieter. Genial, oder?