Zen 2: AMD nennt 29 % höhere IPC gegenüber Zen 1 [Update]
Mit den Zen-2-Prozessoren wechselt AMD nicht nur auf TSMCs Fertigungsprozess in 7 nm, sondern entwickelt auch die Mikroarchitektur weiter. Die Leistung pro Takt (IPC) soll in bestimmten Anwendungsfeldern um knapp 30 Prozent steigen, wie AMD selbst versteckt verrät. Spannend wird, wie viel davon bei den Ryzen-3000-CPUs in Spielen übrig bleibt.
Update vom 14.11.18:
AMD hat notebookcheck.net eine Stellungnahme zur besagten Fußnote zukommen lassen, in welcher der Chiphersteller selbst die Erwartungen dämpft. Wie wir bereits im Originalartikel unten ausführten, gelten die 29,4 Prozent nur für die spezifische Rechenlast des (Micro-)Benchmarks. Auf andere Szenarien lässt sich der Wert nicht übertragen.
"As we demonstrated at our Next Horizon event last week, our next-generation AMD Epyc server processor based on the new 'Zen 2' core delivers significant performance improvements as a result of both architectural advances and 7nm process technology. Some news media interpreted a 'Zen 2' comment in the press release footnotes to be a specific IPC uplift claim. The data in the footnote represented the performance improvement in a microbenchmark for a specific financial services workload which benefits from both integer and floating point performance improvements and is not intended to quantify the IPC increase a user should expect to see across a wide range of applications. We will provide additional details on 'Zen 2' IPC improvements, and more importantly how the combination of our next-generation architecture and advanced 7nm process technology deliver more performance per socket, when the products launch."
Originalartikel vom 12.11.18:
Manchmal lohnt es sich doch, einen genaueren Blick auf die Fußnoten in Pressemitteilungen und Präsentationen zu werfen. Im Rahmen des Next-Horizon-Events stellte AMD bekanntlich seine Zen-2-Prozessoren für den Server-Bereich in Form von Epyc-Modellen mit bis zu 64 Kernen vor. Dort ging es um das Gesamtprodukt, das gegen den Vorgänger mit 32 Kernen beziehungsweise Intels Skylake-SP-Xeons gestellt wurde. Das lässt erahnen, wo sich die neuen Epyc-CPUs in etwa positionieren, allerdings kann man damit nicht auf die Leistung pro Takt und Kern schließen.
AMD gibt IPC-Steigerung von Zen 2 in der Pressemitteilung an
Die sogenannte IPC - ausgeschrieben (Instructions per Cycle) ein Plural, abgekürzt als Singular verwendet - ist neben dem absolut erreichbaren Takt ausschlaggebend, wie leistungsstark ein einzelner CPU -Kern ausfällt. In den versteckten Fußnoten seiner Pressemitteilung hat AMD einen konkreten IPC-Wert für Zen 2 angegeben, wie notebookcheck.net im Nachhinein aufgefallen ist. Im Falle von Zen 1 wird ein Einheitswert von 3,5 genannt, bei Zen 2 von 4,53, was einer Steigerung von 29,4 Prozent entspricht. Zen+, der gegenüber Zen 1 ein Plus von wenigen Prozent brachte, gibt es im Server-Bereich nicht. Ermittelt worden sei die Verbesserung anhand von RSA und Dkern. In RSA testet AMD eine Ver- beziehungsweise Entschlüsselung, Dkern könnte für die Kompilierung eines Kernels stehen. Insgesamt stellten die Benchmarks eine Mischung aus Integer- und Floating-Point-Rechenleistung dar.
Passend zum Thema: AMD Zen 2: Benchmark-Showdown - 1 × Rome gegen 2 × Intel Xeon
Fast 30 Prozent mehr Leistung pro Takt wäre für Intel natürlich erst einmal eine harte Nuss. Man sollte jedoch beachten, dass es eigentlich nicht "die" IPC gibt. Die Leistung kann je nach Anwendungsfall unterschiedlich stark steigen. AMD hat zum Beispiel die Floating-Point-Einheiten bei den Zen-2-Chiplets auf den Epyc-CPUs von 128 auf 256 Bit verbreitert, sodass die FP-Rechenleistung besonders stark steigt.
Fragezeichen hinter Ryzen 3000
Das Ganze heißt nicht, dass AMD mit Zen 2 Intel in Spielen plötzlich davonrechnen wird, da dort eine komplett andere Rechenlast anliegen kann. Auch bleibt abzuwarten, ob AMD für die Ryzen-3000-CPUs nicht einen monolithischen Die statt eines Chiplet-Designs auflegen wird, wo die Sache direkt ganz anders aussehen könnte. Ein Multi-Die-Ansatz könnte vor allem in latenzkritischen Spielen Performance kosten, ein neuer Siliziumchip hingegen andere Charakteristika aufweisen. Fakt ist erst einmal, dass AMD mit den neuen Epyc-CPUs Intel im Server-Segment das Leben schwer machen wird. Die vom Chiphersteller genannten knapp 30 Prozent verheißen Selbstbewusstsein.

Für 225 Euro kriegst du Stand heute den 8400, der den 2600 in 9 von 10 Spielen schlägt und etwa 70% schneller (Takt+Kerne) als der 6500 ist. Weihnachten wird der wieder unter 200 Euro sein.
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Zu Weihnachten wird sicherlich nichts günstiger - die Mängel sind ja lang noch nicht beseitigt, trotz ausgelagerter Fertigung und Reaktivierung von älteren Verfahren für Mittelklasse Chipsatze und drunter...
Asus hat deshalb auch schon schlechte Abnehmer Prognosen...
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Und auch dann gebe 225€ Euro aus, statt 153€....Bordpreise, OC, Upgradepfad und Zukunftssicherheit brauche ich da gar nicht zusätzlich erwähnen.
UserBenchmark: AMD Ryzen 5 2600 vs Intel Core i5-8400
Es mag einen Grund für Intels Bepreisung geben - dass macht es aber nicht kaufbarer...Nenne mir mal einen etablierten Techtuber, eine Redaktion oder sonst was nennenswertes, wo Intel aktuell empfohlen wird!?
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Meine 2666 sind auch recht gut und sind bis 3400 CL 19 bei 1,35 Volt taktbar.
Nur der Haswell-E Controller macht es nicht bei Quad-Channel (3100) mit, nur mit Dual-Channel 3400-3500.
http://extreme.pcgameshar...
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