AMD bestätigt: Tonga hat ein 384-Bit-Speicherinterface - theoretisch
AMD hat bestätigt, dass der Tonga-Grafikchip ein 384 Bit breites Speicherinterface hat. Das wurde bisher allerdings bei keiner einzigen Grafikkarte aktiviert, laut eigenen Angaben, weil man keine Performance-Preis-Lücke für eine solche sehe. Ob man Tonga "XTL" irgendwann sehen wird, ist fraglich.
Nicht nur PCGH war davon überzeugt, dass Tonga ein 384-Bit-Speicherinterface haben müsste - obwohl bisher keine entsprechende Grafikkarte veröffentlicht wurde. In einer Präsentation zur GCN-Architektur hatte AMD im vergangenen Sommer einen bisher unbekannten Die-Shot gezeigt, bei dem es sich eigentlich nur um Tonga handeln konnte. Mit an Bord waren 2.048 Shader, die jedoch nicht nach Tahiti aussahen. Zu sehen waren insgesamt sechs 64-Bit-Controller, also insgesamt 384 Bit.
Nun hat AMDs Chef der Radeon Technologies Group, Raja Koduri, gegenüber pcper.com bestätigt, dass Tonga das besagte 384 Bit breite Speicherinterface tatsächlich besitzt. Das ist allerdings bei keiner bisherigen Grafikkarte voll aktiviert. Selbst die Radeon R9 380X mit Tonga XT muss mit zwei deaktivierten Controllern, also 256 Bit, auskommen. Laut eigenen Angaben habe man keine Performance/Preis-Lücke gefunden, um Tonga mit 384 Bit anbieten zu können. Das wiederum scheint unsere Annahme zu bestätigen, dass AMD die R9 380X mit 256 Bit gebracht hat, damit die Boardpartner ihre Designs der R9 380 übernehmen können - das spart Geld.
Theoretisch könnte AMD also noch einen Tonga "XTL" bringen, beispielsweise als Radeon R9 385X mit 6 GiByte Speicher. Ob das passieren wird, ist allerdings mehr als fraglich; eine Lücke zwischen der R9 380X und der R9 390 gibt es nicht wirklich. Letztendlich muss man sich da die Frage stellen, wie AMD das Ganze ursprünglich geplant hatte. Immerhin investiert man Transistoren/Chipfläche für ein Feature, das nie genutzt wird.
Quelle: pcper.com

Der logischere Erklärungsansatz ist die Speichermenge. Auch die Custom-8-GiB-Ausbauten der R9 290X wurden extrem spät gestoppt. Gut möglich dass Tonga für ein GCN-Refresh mit R9 285X/380X 6 GiB unter einer R295/390 8 GiB entwickelt wurde – Speichermonster, die ohne 8-Layer-HBM-1 von SK Hynix aber den Fiji-Launch zur Lachnummer degradiert hätten und möglicherweise zu spät gestoppt wurden, um das Chiplayout noch anzupassen.
Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Für nächstes Jahr verspricht AMD ein komplett neues Line-Up, möchte also sechs GPUs in den Ruhestand schicken. Zugleich wurden aber nur zwei neue Chips angekündigt – ich rechne zusätzlich mit ein paar bekannten 28-nm-Vertretern in neuer Konfiguration.
Super Diskussionen, man fühlt sich wie ein Industriespion beim lesen.
Ähnlich wie bei Fiji hätte der Chip vermutlich schon Wochen bis Monate früher auf den Markt erscheinen können.
Tonga war vielleicht mal als vollständiger Ersatz für Tahiti geplant und man hat das dank Lagerbeständen hinaus gezögert, mit 256-Bit angefangen, weil 384-Bit sich nicht ganz gelohnt haben und jetzt hockt man auf den Entscheidungen und Ereignissen der Vergangenheit fest.
Imagination, TSMC collaborate on a wide range of IoT subsystems - Imagination Blog
Wie man sieht, sind die Validierungskosten die mit Abstand größten.
AMD hat schon eine neue Architektur entwickelt, GCN 4 ist fertig, die Bausteine sind in 16nm vorhanden.
Was sich AMD lediglich sparen könnte, wären etwas Design und Layout-Kosten, wenn sie ein bestehendes Design straight forward umsetzen.
Das hat aber keinen Wert, weil die Ersparnis 1. gering ist und 2. Tonga veraltet ist.
Tongas Architektur hat schon jetzt deutliche Effizienznachteile, mit 16FF wirkt man dem ja nicht entgegen, wenn Nvidia mit Pascal ebenso Chips in dem Bereich positioniert.
Tonga ist auch von den Features her relativ veraltet.
Kein h256 Encode/Decode, kein DX12 FL12.1 , kein HDMI 2.0 mit dem Kopierschutz für 4K Media Streaming.
Wir werden 2016 nicht GCN 3 und GCN 4 gleichzeitig in 14/16nm sehen, weil das keinen Sinn macht.
Anders herum profitieren alle Karten mit gleicher oder ähnlicher Architektur. Die R7-270X profitiert nahezu immer von den Konsolen. Grund: Es ist quasi derselbe Grafikaufbau wie die verbaute Version in den Konsolen.
An vielen Stellen interessiert es kaum, ob es GCN 1,2 oder 3 ist oder 260X oder 380X, weil die Optimierungen allgemein für GCN ausfallen.
Und wenn sich GCN Gen 4 stark unterscheidet, dann ist es halt so, wenn interessiert es?
Man versklavt nicht die Architekten an einen Leitfaden, um orthogonal von Optimierungen zu profitieren, wenn die alte Design Choice einfach schlecht ist.
Andersherum lässt man auch gute Entscheidungen einfach so und kann weiterhin von gemeinsamen Optimierungen profitieren.
Das war Nvidia und AMD frühzeitig klar und keiner der Unternehmen designed schon Chips out of the blue, ohne Verträge und überlieferte Prozessparameter.
Nvidia hat den 20nm SoC Prozess am Ende für Tegra X1 verwendet.
AMD wollte bei GloFo das Projekt Skybridge unter 20nm umsetzen, GloFo hat aber den eigenen Prozess gecancelt.
Tonga dagegen war von Anfang an nicht im 20nm Entscheidungsbereich, definitiv nicht in irgendeinem fortgeschrittenen Stadium.
Samsung/GloFos Prozess hat auch eine leicht optimiertes Back-End, was zu 15% mehr Dichte führt.
Ich habe es nicht ganz genau verfolgt, aber TSMC hat glaube ich auch noch ein bisschen verbessert.
Man hätte so etwas schon validieren müssen, also im Grunde fertig.
Das Front-End ist dank FinFETs auch total anders, mit anderen Design-Rules.
Man kommt nicht herum, außer noch einmal deutlich Arbeit hineinzustecken.
Ein 8K Interface bei 256-GB/s pro Stack wären 2 Terabyte pro Sekunde an Daten.
8GB dagegen sind dank HBM auch schon mit 2048-Bit möglich, bei 512GB/s wie bei Fiji.
Warten wir einfach ab was nächstes Jahr kommt.
Auf jeden Fall HBM2. Ich hoffe nur das dann Karten kommen die dann statt 4096 schon 8192Bit Speicherinterface haben und 8GiB Ram ansprechen können.
Alle Karten unter den High-End werden denk ich mal wieder den gleichen oder ähnlichen Chip besitzen wie Aktuell die 390/X.
Ich bin auf jeden Fall gespannt auf Pascal vs. Arctic Island.