Radeon RX 480: 8 GiByte auf 4-GiByte-Karten lassen sich freischalten [Update]
Die erste Charge der Radeon RX 480 mit 4 GiByte GDDR5-Grafikspeicher wird tatsächlich mit 8 GiByte ausgeliefert. Das haben unser Muster aus dem Einzelhandel und einige weitere Privatnutzer bewiesen. Die Frage ist, ob sich die 8 GiByte per BIOS-Flash freischalten lassen - PC Games Hardware wird's testen.
Update vom 06.07.16:
Die Kollegen von techpowerup.com haben ebenfalls eine Radeon RX 480/4G bei Alternate gekauft und darauf ein BIOS der 8-GiByte-Version geflasht. Das Resultat: Die vollen 8 GiByte werden anschließend von GPU-Z ausgelesen und sind auch tatsächlich nutzbar. Der Takt von 4.000 MHz wird logischerweise ebenfalls übernommen. Wir werden unsere Radeon RX 480/4G ebenfalls noch flashen - das Prozedere wurde wegen "Komplikationen" bloß etwas verzögert.
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Originalartikel vom 05.07.16:
Nachdem es im 3DCenter-Forum und von guru3d.com berichtet wurde, kann man mittlerweile mit Sicherheit sagen, dass die erste Charge der Radeon RX 480 mit 4 GiByte Grafikspeicher tatsächlich 8 GiByte verlötet hat. Lediglich durch das BIOS wird der RAM auf 4 GiByte und 3.500 statt 4.000 MHz beschränkt. Wir haben uns zum Beweis eine 4-GiByte-Version aus dem Einzelhandel besorgt und uns den verlöteten Speicher angesehen.
Quelle: PC Games Hardware
Die RAM-Module auf der Radeon RX 480/4G sind mit "K4G80325FB-HC25" beschriftet
Unter dem Kühler zeigen sich Speicherchips mit der Aufschrift K4G80325FB-HC25. Ebendiese gibt Samsung als 8-Gbit-Module an - acht von den Chips ergeben 8 GiByte. Bei 4 GiByte hätte es hingegen K4G41325FE-HC228-RAM sein müssen. In der Praxis zeigt sich, dass tatsächlich nur 4 GiByte adressiert werden und Spiele anfangen zu ruckeln, wenn der Speicher vollläuft. Wir haben bereits die BIOS-Versionen der beiden RX-480-Ausführungen extrahiert und werden auf der 4-GiByte-Version zeitnah das BIOS der großen Schwester aufspielen, um zu sehen, ob die 8 GiByte freigeschaltet werden können. Wer da ein Exemplar aus der ersten Charge bekommen hat und sich an das Flashen traut, hat einen guten Deal gemacht.
Man mag sich jetzt fragen, warum das Ganze? Unseren ursprünglichen Informationen zufolge sollte die Radeon RX 480/4G niemals als Referenzdesign den Markt erreichen, da AMD die Grafikkarte von Anfang an mit 8 GiByte geplant hatte. 4-GiByte-Modelle sollte es nur geben, um die Produktionskosten etwas herunterdrücken und die 199 US-Dollar anpreisen zu können. Dazu passt auch, dass lediglich günstigerer 7- statt 8-Gbps-Speicher eingesetzt werden soll. Vermutlich hat man sich kurzfristig dazu entschieden, einige 4-GiB-Grafikkarten auf den Markt zu bringen, um nach dem Marketing mit den 199 USD nicht alt auszusehen. Dazu passt dann auch, dass unter anderem Powercolor nicht einmal eigene Kartons für die RX 480/4G bedrucken lassen hat, sondern einfach entsprechende Aufkleber über die 8 GiByte geklebt hat.
Wer jetzt hofft, ein Schnäppchen mit der Radeon RX 480/4G machen zu können (sofern der RAM freigeschaltet werden kann), muss leider enttäuscht werden. Die meisten Händler haben die ersten verfügbaren Modelle bereits abverkauft und erwarten keine neuen Chargen mehr. In Deutschland bietet die Grafikkarte nur noch ein Händler für 249 statt 219 Euro an. Erst in den kommenden Monaten sollen Custom-Designs der RX 480/4G aufschlagen, wobei die RX 480/8G bei den Boardpartnern Priorität haben dürfte - und die 199 US-Dollar werden damit vermutlich auch gerissen.
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