Radeon Pro SSG: AMD steckt zwei SSDs auf eine Grafikkarte [Update 2]
AMD hat im Rahmen der SIGGRAPH diese Nacht die Radeon Pro SSG vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Profi-Grafikkarte auf Basis von Fiji, die Platz für zwei PCI-Express-3.0- SSDs bietet. Die GPU kann direkt auf den Flash-Speicher zugreifen, sodass Ladezeiten massiv beschleunigt werden können. Aktuell handelt es sich um ein Dev-Kit für 9.999 US-Dollar.
Update 2 vom 28.07.16:
Von AMD kam inzwischen die offizielle Bestätigung, dass auf der Radeon Pro SGG Fiji-GPUs eingesetzt werden. Wir haben den Artikel entsprechend überarbeitet.
Update 1 vom 27.07.16:
Die Webseite anandtech.com hatte auf der SIGGRAPH die Gelegenheit, weitere Informationen zur Radeon Pro SSG einzuholen. Demnach wird aktuell noch ein PEX8747-Brückenchip eingesetzt, um zwei Samsung SSD 950 Pro (je 512 GB) mit jeweils vier PCI-Express-3.0-Bahnen an die GPU anzubinden. Der Flashspeicher wird als RAID-0 organisiert. Im Prototypenstatus erkennt das Betriebssystem den SSG-Speicher sehr wohl noch. Bis 2017 soll sich an dem Konzept noch einiges ändern.
Die Kollegen von computerbase.de haben derweil ein Bild von fudzilla.com ausfindig gemacht, dass die Rückseite der Radeon Pro SSG zeig. Entgegen bisheriger Informationen scheint eine Fiji-GPU zum Einsatz zu kommen: Lötstellen für GDDR5-Speicher fehlen komplett, die Lochabstände der GPU fallen ziemlich groß aus und das PCB ist für jeweils einen acht- und sechspoligen Stromstecker ausgelegt.
Bildergalerie
Originalartikel vom 26.07.16:
Die größte Neuvorstellung während AMDs Capsaicin-Präsentation diese Nacht war wohl die Radeon Pro SSG. SSG steht für Solid State Graphics und stellt ein Konzept dar, PCI-Express-SSDs auf der Grafikkarte unterzubringen. Allzu viele technische Details hat AMD noch nicht preisgegeben, das Konzept hört sich zumindest in der Theorie aber durchaus interessant an.
Als Basis dient eine Fiji-Grafikkarte, die neben dem üblichen Aufbau aus GPU, GDDR5-Speicher und Stromversorgung zwei M.2-Steckplätze bietet. Dort können beliebige NVMe-SSDs eingesteckt werden, wobei AMD aktuell von einer maximalen Kapazität von 1 Terabyte spricht. Vermutlich werden die SSDs über vier PCI-E-3.0-Bahnen angebunden - wie das realisiert wird, beispielsweise über einen Brückenchip, wie er auch bei Dual-GPU-Grafikkarten eingesetzt wird, verriet AMD noch nicht.
Die Fiji-GPU kann direkt auf den Flashspeicher zugreifen. Die Übertragungsrate ist bei PCI-Express 3.0 zwar weiterhin auf maximal knapp 4 GB/s (× 2) limitiert, allerdings muss die GPU für Datenzugriffe nicht mehr den Umweg über die CPU gehen. Das Betriebssystem hat nichts mehr zu melden. Das resultiere in deutlich verringerten Latenzen, wodurch die SSDs als Speicher-Pool hinter dem GDDR5-Speicher dienen könne. Gezeigt wurde eine Demo, bei der das Video-Scrubbing von 8k-Material in über 90 statt 17 Fps durchgeführt werden konnte. Logischerweise möchte AMD mit der SSG-Technik Anwender bedienen, die mit großen Datenmengen arbeiten müssen, beispielsweise in der Analyse.
Die Radeon Pro SSG wird in Kürze als Development-Kit für 9.999 US-Dollar verkauft. AMD versteht das Konzept momentan noch als Beta, für das es erst noch Anwendungen braucht, um einen Vorteil daraus ziehen zu können. Bis 2017 soll das Ganze finalisiert werden. Ob AMD SSG jemals in den Endkundenbereich bringen wird, steht in den Sternen. Im Gaming-Bereich könnten so immerhin ganze Spiele auf die SSDs geladen werden.

*hust* AMD64, FreeSync, Mantle bzw. DX12 & Vulkan *hust*
Wer weiß. Es wird in den nächsten 5 Jahren sicherlich dem Consumer nix bringen, aber vielleicht sehen wir dank der Vorarbeit von heute in zehn Jahren Consumergrafikkarten mit terabyteweise Flashspeicher. Besonders für VR- bzw. Open-World-Spiele im Allgemeinen würde das unheimlich viel bringen, könnte man so viel detailiertere Welten auf der GPU parken - Nachladeruckler ade´. Vielleicht aber erweist sich das ganze auch als Irrweg.
Im Compute-Bereich kann ich mir aber gut vorstellen, dass das einschlägt wie ne Bombe. Bei FEM-Simulationen sprengt man ganz locker 16 oder sogar 32 Gbyte, mehr Speicher ist hier Trumpf. Und in dem Bereich investiert man auch viel Zeit und Geld für das letzte bisschen Performance, weshalb ich mir hier keine Sorgen wegen der Kompatibilität machen würde.
Die 40 Watt Unterschied sind wirtschaftlich absolut irrelevant.
Das GDDR5-Argument betreffend Energieeffizienz zieht trotzdem nicht, da beide denselben Speicher benutzen.
Es sieht aber so aus, dass die RX480 besonders unter DX12 und Vulkan viel Effizienz wett macht (Perf/Watt) gegenüber der GTX1060, die wiederum davon faktisch nicht profitieren kann.
Unter DX12/Vulkan hat Vega daher mit HBM2 das Potenzial in Sachen Effizienz mit Pascal GP104 gleichzuziehen oder evtl. sogar zu überholen. Mal schauen, was mit Undervolting dann noch machbar sein wird. Unter DX11, glaub ich, dürfte Vega irgendwo zwischen Maxwell und Pascal-Niveau liegen.
CUDA-Shader haben mehr Transistoren als GCN-Shader, deshalb vor allem kann AMD mehr Shader auf gleicher Fläche unterbringen als NVidia.
Die Shader von GCN und CUDA sind daher nicht miteinander vergleichbar anhand deren Anzahl.
was liest du denn? nvidia pressemeldungen?
im ernst, es kommt aufs spiel and und welche version das game hat.
z.b. hatte fallout 4 in 1.4 nen massiven perfomance boost für AMD währenddessen eine TITAN X 30% leistung verloren hat... kp ob die das gefixxt haben.
und falls du nicht den kosenamen kennst. es nennt sich cheatforce
naja, wer ne gpu für mehr als 500takken kauft hat eh nen rad ab... nachn jahr ist die schon krüppel langsam. das sieht man ja jetzt mit dx12.