Geforce 8800 GTS: Neuauflage mit G80 und G92
Das Verwirrspiel um den Nachfolger der aktuellen Geforce 8800-GTS-Karten von Nvidia könnte unübersichtlicher kaum sein. Außer das es einen Nachfolger geben wird, ist bisher kein offizielles Statement von Nvidia zu bekommen. Die wahrscheinlichste Version ist, dass es bis Ende des Jahres zwei Neuauflagen der Geforce 8800 GTS geben wird.
Geforce 8800 GTS
Zwar handelt es sich auch hier nur um Spekulationen, klingen aber recht realistisch. So soll es zum 19. November eine Neuauflage der 8800 GTS mit G80-Chip geben, der dann 112 Stream-Prozessoren verwendet, aber ansonsten nicht weiter modifiziert wird. Taktraten, Speicherbandbreite und auch alle anderen Settings bleiben gleich. EVGA und BFG stellten entsprechende Produkte bereits diese Woche als "übertaktete Version" vor.
Am 3. Dezember soll dann die Geforce 8800 GTS mit G92-GPU folgen. Diese wird dann in 65 Nanometern gefertigt werden und eine höhere Verwandtschaft zur Geforce 8800 GT aufweisen. Bei der G92-8800-GT sollen dann 128 Stream-Prozessoren zum Einsatz kommen. Wie bei der GT soll die G92-GTS ein 256 Bit breites Speicherinterface zum Einsatz kommen, an dem zunächst 512 MiByte GDDR3-Speicher Anschluss finden sollen.
Geforce 8800 GS
Quelle: PC Games Hardware
Nach unten soll das Portfolio durch eine Geforce 8800 GS abgerundet werden. Diese soll auch den G92-Chip verwenden, 96 Stream-Prozessoren und ebenfalls auf ein 256 Bit breites Speicherinterface mit jedoch 256 MiByte VRAM haben. Taktraten sind zu diesem Modell aber bisher nicht einmal spekulativ bekannt.
Jede Menge Auswahl
Kunden, die den Markt nicht alltäglich beobachten, können hier schnell die Übersicht verlieren. Ende des Jahres könnten dann neun Karten zur Auswahl stehen: 8800 GS, 8800 GT, 8800 GTS 320, 8800 GTS 640, 8800 GTS G80-Refresh, 8800 GTS G92, sowie 8800 GTX und 8800 Ultra. Da hilft letztendlich nur genaues schauen, damit man auch das Wunschmodell bekommt.
Für Entzerrung könnte das schnelle Auslaufen der 8800 GTS 320/640 und G80-Refresh, sowie der GTX sorgen, der im Produktportfolio die Daseinsberechtigung fehlt. Wer den Gedanken aber zu Ende spinnt, wird schnell feststellen, dass auch die GTX als G92 eine Neuauflage spendiert bekommen könnte und die Ultra ablöst. Diese könnte man sich dann als Antwort auf Grafikkarten von AMD aufbewahren.
Ausblick
Weihnachten steht fast vor der Tür und man muss sich letztlich überraschen lassen, wie Nvidia die Situation auflösen wird. Für das kommende Jahr steht ja dann auch schon bald der nächste Refresh-Chip ins Haus (G98) und die Spatzen pfeifen es bereits vom Dach: Mitte 2008 soll der G100 erscheinen.